11 Rätsel der Geschichte, die bis heute niemand erklären kann
Mysterien von der Antike bis zur Moderne
Seit Jahrhunderten gibt es Fragen, auf die bis heute niemand eine Antwort hat. Ob uralte Bauwerke, verschlüsselte Schriften, Geisterschiffe ohne Besatzung oder dubiose Vermisstenfälle: Manche Phänomene fesseln Wissenschaftler wie auch Laien – und sorgen für immer neue Theorien.
Von Stonehenge bis Jack the Ripper: Gehen Sie hier mit uns auf Spurensuche und entdecken Sie elf der größten Geheimnisse der Menschheitsgeschichte …
Adaptiert von Alina Halbe
Wurde der Mount Everest schon 1924 bezwungen?
Der höchste Berg der Welt wurde erstmals am 29. Mai 1953 bestiegen – oder? Fest steht, der Neuseeländer Edmund Hillary und der nepalesisch-indische Sherpa Tenzing Norgay erreichten damals den Gipfel des Mount Everest und schrieben damit Alpingeschichte.
Doch eine Frage beschäftigt die Bergsteigerwelt bis heute: Waren sie wirklich die Ersten? Denn schon 1924 wagten die Briten George Mallory und Andrew Irvine den Aufstieg – und verschwanden nur wenige Hundert Meter unterhalb des Gipfels spurlos.
Wurde der Mount Everest schon 1924 bezwungen?
1999 entdeckten Bergsteiger Mallorys gefrorene Leiche am Everest. Offenbar war er abgestürzt – ob er sofort starb oder schwer verletzt liegen blieb, lässt sich nicht mehr klären. Auffällig jedoch: Das Foto seiner Frau, das er nach eigenen Worten auf dem Gipfel zurücklassen wollte, fand man nicht bei ihm. Ein eindeutiger Beweis war das allerdings noch nicht.
Es sollte weitere 25 Jahre dauern, bis man auch von Irvine eine Spur fand: 2024 wurde sein Fuß entdeckt – noch immer im Bergstiefel. Das entscheidende Puzzleteil fehlt aber weiterhin: die Kamera, die die beiden bei sich trugen. Sollte sie eines Tages gefunden und die Filme entwickelt werden können, würde das möglicherweise den Beweis erbringen, dass Mallory und Irvine den Gipfel tatsächlich schon fast drei Jahrzehnte vor Hillary und Norgay erreicht hatten.
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Was geschah auf der Insel Roanoke?
Vor der Küste des heutigen US-Bundesstaates North Carolina liegt die kleine Insel Roanoke – Schauplatz eines der größten Rätsel der frühen Kolonialgeschichte. Dort sollte 1585 die erste dauerhafte englische Siedlung in der Neuen Welt entstehen. Doch schon nach zwei Jahren war der erste Versuch gescheitert und auch die zweite Gründung stand unter keinem guten Stern.
Der Kolonialgouverneur John White, der die Besiedlung geleitet hatte, kehrte 1587 nach England zurück, um dringend benötigte Vorräte zu organisieren. Der englisch-spanische Krieg verhinderte seine Rückreise dann allerdings bis 1590. Als er wieder auf der Insel landete, fand er einen verlassenen Ort vor. Von den 117 Siedlern, darunter auch seine Tochter und Enkelin, fehlte jede Spur.
Was geschah auf der Insel Roanoke?
White fand keine Leichen, keine Gräber und keinen Hinweis darauf, was geschehen war – nur zwei rätselhafte Inschriften: „CRO“ in die Rinde eines Baumes geschnitzt und „CROATOAN“ in einen Pfosten gekerbt. Hatten feindliche Ureinwohner oder spanische Rivalen die Siedler überfallen? Waren sie nach England aufgebrochen und unterwegs verschollen? Oder hatten sie sich weiter ins Landesinnere gewagt?
Naheliegend schien, dass die Gruppe zur nahegelegenen Croatoan-Insel aufgebrochen waren, um sich der dort lebenden indigenen Gemeinschaft anzuschließen. Doch ein aufziehender Sturm verhinderte weitere Nachforschungen und spätere Suchtrupps stießen ebenfalls auf keine Spur. So blieb die Kolonie von Roanoke für immer verschwunden.
Wo liegt das Grab von Dschingis Khan?
Die Gräber vieler berühmter Persönlichkeiten sind bis heute unentdeckt, etwa von Alexander dem Großen, Marcus Antonius und Kleopatra. Doch wenn es um absolute Geheimhaltung geht, macht Dschingis Khan so schnell niemand etwas vor. Der Begründer des mongolischen Weltreichs starb im August 1227 während eines Feldzuges.
Sicher ist nur: Sein Leichnam wurde zurück in die mongolische Heimat gebracht. Wo genau sich sein Grab befindet, liegt aber bis heute im Dunkeln.
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Wo liegt das Grab von Dschingis Khan?
Nach mongolischer Tradition erhielt die Grabstätte von Dschingis Khan kein sichtbares Zeichen – ein extremer Gegensatz etwa zu den prachtvollen Monumenten der Pharaonen. Legenden erzählen, dass die Soldaten des Trauerzugs erst jeden töteten, dem sie begegneten, anschließend die Sklaven, die das Grab errichtet hatten, und dann sich selbst. Denn nur so konnte das Geheimnis für alle Zeiten bewahrt werden.
Andere Geschichten berichten, ein Fluss sei umgeleitet worden, um die Ruhestätte zu versenken, oder tausend Pferde hätten die Erde niedergetrampelt, bis jede Spur verschwunden war. Heute konzentriert sich die Suche auf den Burchan Chaldun, einen Berg in der Mongolei. Für viele Mongolen ist es aber absolut in Ordnung, dass Dschingis Khan weiterhin an einem unbekannten Ort in Frieden ruht.
Welchen Sinn hatten die Nazca-Linien?
In der Nazca-Wüste in Peru sieht man Kolibris, Affen, Wale, Hunde und Spinnen – nicht als Tiere, sondern als großflächige Bodenzeichnungen in der Landschaft, die Geoglyphen genannt werden. Neben diesem tierischen Reigen gehören auch menschliche Figuren, Pflanzenmotive und gewaltige geometrische Formen zu den weltberühmten Nazca-Linien.
Die meisten dieser Scharrbilder sind rund 2.000 Jahre alt, manche vermutlich noch älter. Geschaffen wurden sie von den Menschen der Nazca-Kultur, indem die rötliche Gesteinsschicht abgetragen und so der hellere Untergrund freilegt wurde. Da die Region extrem trocken ist und kaum Wind oder Regen kennt, haben sich die Formationen erstaunlich gut über die Jahrhunderte erhalten.
Welchen Sinn hatten die Nazca-Linien?
Hunderte einzelner Figuren sind bisher bekannt und noch immer entdecken Forschende neue Linien und Formen. Vom Boden aus lassen sie sich kaum erfassen, ihre wahre Dimension und Raffinesse zeigen sich erst aus der Luft. Deshalb gerieten die Nazca-Linien auch erst in den 1930er-Jahren, mit dem Aufkommen der zivilen Luftfahrt, weltweit in den Fokus.
Ihr ursprünglicher Zweck bleibt allerdings ein Rätsel. Frühe Theorien vermuteten astronomische Funktionen, etwa als gigantischer Kalender. Heute gehen viele Wissenschaftler davon aus, dass die Linien Teil ritueller Handlungen waren – vielleicht, um Regen herbeizurufen und die Felder fruchtbar zu machen. Schließlich sollten die Bilder wohl nicht den Menschen gefallen, sondern den Göttern im Himmel.
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Warum wurde die „Mary Celeste“ zu einem Geisterschiff?
Anfang November 1872 stach das zweimastige Segelschiff „Mary Celeste“ in New York mit 1.701 Fässern Industriealkohol an Bord in Richtung Genua in See. An Bord befanden sich zehn Menschen: Kapitän Benjamin Briggs, seine Frau, ihre kleine Tochter und sieben Besatzungsmitglieder. Am 5. Dezember entdeckte ein anderes Schiff, die „Dei Gratia“, die „Mary Celeste“ im Atlantik nahe der Azoren – scheinbar führerlos, mit halb gesetzten Segeln.
Bei näherer Betrachtung zeigte sich ein unheimliches Bild: Das Schiff war komplett verlassen. Sowohl die Ladung als auch die persönlichen Gegenstände der Besatzung lagen unberührt, Proviant war reichlich vorhanden. Nur ein Rettungsboot fehlte. Alles deutete darauf hin, dass die „Mary Celeste“ überstürzt aufgegeben worden war.
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Warum wurde die „Mary Celeste“ zu einem Geisterschiff?
Auch eine offizielle Untersuchung konnten nicht klären, was mit der „Mary Celeste“ geschehen war – das Rätsel schlug weltweit Wellen. Arthur Conan Doyle, Erfinder von Sherlock Holmes, ließ sich davon zu einer Kurzgeschichte inspirieren. Darin lässt er einen rachsüchtigen ehemaligen Sklaven die Besatzung ermorden – reine Fiktion, aber ein Hinweis darauf, wie sehr der Fall die Fantasie beflügelte.
Die realen Theorien reichen von Meuterei oder Piraterie – wobei es keinerlei Spuren von Gewalt gab – bis hin zu einer Wassersäule, also einer Art Tornado auf See. In den Laderäumen stand etwas Wasser. Auch war eine der Pumpen auseinandergebaut, was darauf hindeuten könnte, dass Kapitän Briggs sein Schiff irrtümlich für nicht mehr seetüchtig gehalten hat. Oder möglicherweise roch er austretende Alkoholdämpfe, fürchtete eine Explosion und veranlasste daher eine überhastete Evakuation des Schiffes? Wir wissen es nicht ...
Wer war Jack the Ripper?
Einer der berüchtigtsten Serienmörder der Geschichte trieb 1888 im Londoner East End sein Unwesen: Jack the Ripper. Zwischen dem 31. August und dem 9. November ermordete er mindestens fünf Frauen auf grausame Weise und verstümmelte ihre Körper. Die Mordserie versetzte London damals in Angst und Schrecken, während die Polizei dem unbekannten Mörder hilflos gegenüberstand.
Seinen berüchtigten Namen verdankt er Briefen, die angeblich vom Täter selbst stammen und an die Polizei geschickt wurden. Die Zeitungen gaben dem Serienmörder aber auch andere Namen, etwa „Leather Apron“ (zu Deutsch: „Lederschürze“) und „The Whitechapel Murderer“ (zu Deutsch: „Mörder von Whitechapel“). Wer nun tatsächlich hinter dem Pseudonym steckt, ist bis heute ungeklärt. Im Laufe der Jahre gab es dazu aber zahlreiche Theorien.
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Wer war Jack the Ripper?
Die Personen, die man über die Jahre verdächtigte, könnten unterschiedlicher kaum sein: Da wäre der Jurist Montague Druitt, der kurz nach dem letzten Mord tot aufgefunden wurde, dann der in München geborene Maler Walter Sickert und sogar ein Enkel von Königin Victoria. Wegen der grausamen Verstümmelungen vermuteten viele, der Täter müsse ein Chirurg oder Metzger gewesen sein – oder vielleicht ein Barbier:
Im Jahr 2025 machten Schlagzeilen die Runde, der Fall sei endlich gelöst. DNA-Spuren auf einem Schal eines Opfers sollen den polnischen Barbier Aaron Kosminski überführen, der schon zum Zeitpunkt der Verbrechen im Visier der Polizei stand. Doch nicht alle Fachleute glauben an diesen Befund – und so geht die Suche weiter.
Gab es die Hängenden Gärten von Babylon wirklich?
Von den Sieben Weltwundern der Antike – darunter die Pyramiden von Gizeh und der Koloss von Rhodos – ist wohl keines so rätselhaft wie die Hängenden Gärten von Babylon. Zahlreiche griechische und römische Quellen schwärmen von ihrer Pracht, doch bis heute fehlt der eindeutige Beweis, dass sie jemals existierten. Wären sie real gewesen, hätte es eine technische Meisterleistung gebraucht, um in der Wüste des heutigen Irak diese hängenden Gärten am Leben zu erhalten.
Der Legende nach ließ König Nebukadnezar II. um 600 v. Chr. die Gärten anlegen, um seine Frau zu trösten, die sich nach der grünen Landschaft ihrer Heimat im heutigen Iran sehnte.
Gab es die Hängenden Gärten von Babylon wirklich?
Vermutlich handelte es sich bei den Hängenden Gärten – falls es sie gab – um eine Konstruktion aus mehreren Terrassen, auf denen exotische Pflanzen wuchsen, sodass der Eindruck eines grünen, künstlichen Berges erweckt wurde. Was die Bewässerung angeht, könnte ein ausgeklügeltes System aus Pumpen und Leitungen im Einsatz gewesen sein, das aus dem Euphrat gespeist wurde.
Möglicherweise suchen wir aber auch am falschen Ort? Manche Historiker vermuten nämlich, dass die mystischen Gärten nicht in Babylon, sondern rund hundert Jahre später im assyrischen Ninive tatsächlich existiert hätten. Dort, am Tigris, soll König Sanherib für seinen Palast eine grüne Oase erschaffen haben, die dem Mythos der Hängenden Gärten durchaus entsprechen könnte.
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Was führte zum Untergang von Teotihuacán?
Um das Jahr 500 n. Chr. gehörte Teotihuacán, rund 48 Kilometer nördlich von Mexiko-Stadt, zu den größten Metropolen der Welt. Bis zu 200.000 Menschen lebten dort in einer Stadt mit ausgeklügelter Infrastruktur, Bewässerungssystemen und monumentaler Architektur. Ein berühmtes Wahrzeichen ist die Sonnenpyramide (Bild), die mit 66 Metern Höhe und einer Grundfläche von 230 mal 220 Metern zu den größten Bauwerken Mesoamerikas zählt.
Doch im 8. Jahrhundert war Teotihuacán plötzlich verlassen. Warum die Zivilisation, die diese beeindruckende Stadt erschaffen hatte, verschwand – und wer ihre Bewohner eigentlich waren – gibt der Forschung bis heute Rätsel auf.
Was führte zum Untergang von Teotihuacán?
Nicht einmal der ursprüngliche Name der Stadt ist überliefert. Erst die Azteken, die Jahrhunderte später hierherkamen, tauften sie Teotihuacán – „der Ort, an dem die Götter geschaffen wurden“. Warum die Stadt verlassen wurde, bleibt Spekulation: Bodenerosion, Abholzung und Dürren könnten die Landwirtschaft zum Erliegen gebracht haben. Folglich gab es am Ende vielleicht zu wenig Nahrung, um Hunderttausende Menschen satt zu bekommen.
Andere vermuten, dass Teotihuacán von Rivalen angegriffen wurde, da die Stadt kaum befestigt war. Möglich ist auch ein Aufstand von innen heraus. Archäologische Spuren eines großen Feuers deuten jedenfalls darauf hin, dass Gewalt im Spiel war.
Welches Geheimnis birgt das Voynich-Manuskript?
Kaum ein Schriftstück gibt so viele Rätsel auf wie das Voynich-Manuskript. Das mittelalterliche Schriftstück umfasst 240 Pergamentseiten, auf denen sich eine unbekannte, bis heute unentschlüsselte Schrift sowie surreale Zeichnungen befinden: Pflanzen, die in keiner Botanik vorkommen, Fabelwesen, schwebende Burgen – und nackte Frauen, die in grünlicher Flüssigkeit baden. Was all das bedeuten soll? Bis heute weiß es niemand.
Entstanden ist der geheimnisvolle Codex vermutlich im frühen 15. Jahrhundert, doch Autor und Zweck bleiben völlig unklar. Seinen Namen verdankt das Manuskript dem polnisch-litauischen Antiquar Wilfrid Voynich, der das Buch 1912 erwarb – und damit eines der größten Mysterien der Literaturgeschichte zutage förderte.
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Welches Geheimnis birgt das Voynich-Manuskript?
Einige Experten vermuten, dass es sich beim Voynich-Manuskript um ein wissenschaftliches Werk handeln könnte. Vielleicht beschreibt es die Heilkräfte von Pflanzen, beschäftigt sich mit Astrologie und Astronomie oder hat einen Bezug zur Alchemie.
Alle Versuche, den Text zu entziffern, sind bisher gescheitert. Niemand weiß, ob es sich um eine längst ausgestorbene Sprache, einen Geheimcode oder bloßen Nonsens handelt. Selbst erfahrene Codeknacker aus dem Zweiten Weltkrieg mussten passen. Heute wird der Codex von der Yale University aufbewahrt, die ihn komplett digitalisiert und online gestellt hat – in der Hoffnung, dass irgendwann jemand den Schlüssel zu diesem Mysterium findet.
Warum verschwand Amelia Earhart?
Amelia Earhart war eine Pionierin der Lüfte und Berühmtheit ihrer Zeit. 1932 schrieb sie Geschichte, als sie als erste Frau alleine den Atlantik überquerte. Doch das war nur einer ihrer vielen Rekorde: Sie lieferte Bestleistungen in Sachen Höhe, Geschwindigkeit und Distanz, tourte als gefragte Rednerin durch die USA, veröffentlichte Bücher und gründete mit Kolleginnen die Organisation „Ninety-Nines“, die mehr Frauen in Cockpits bringen sollte.
Heute ist sie jedoch vor allem für ihr rätselhaftes Verschwinden bekannt. 1937, mit 39 Jahren, startete die Amerikanerin zusammen mit ihrem Navigator Fred Noonan den Versuch, die Erde zu umrunden. Nach mehr als 35.000 Kilometern erreichte sie die Stadt Lae in Neuguinea – der letzte gesicherte Punkt ihrer Reise.
Warum verschwand Amelia Earhart?
Auf der nächsten Etappe, Richtung Howland Island im Pazifik, geriet Earhart in Schwierigkeiten. Zu diesem Zeitpunkt hatte sie noch Funkkontakt zum US-Küstenwachenschiff „Itasca“. Kurz vor dem Ausgehen des Treibstoffs lautete ihre letzte Nachricht: „We are running north and south.“ Das bedeutet, dass Earhart und ihr Navigator auf der verzweifelten Suche nach Howard Island und damit Land entlang einer Nord-Süd-Linie flogen. Sofort danach begann eine gigantische Suchaktion, doch weder von Earhart und Noonan noch von ihrem Flugzeug fand sich eine Spur.
Im Januar 1939 wurde die Pilotin offiziell für tot erklärt. Wahrscheinlich stürzte sie ins Meer. Doch es halten sich bis heute Theorien, sie habe es vielleicht bis zur Insel Nikumaroro im heutigen Kiribati geschafft. Eine besonders wilde Spekulation wiederum behauptet, sie sei von den Japanern gefangen genommen worden.
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Wie und warum wurde Stonehenge errichtet?
Die Anfänge von Stonehenge reichen rund 5.000 Jahre zurück und das monumentale Bauwerk in der Nähe des Flusses Avon im Südwesten von Großbritannien gilt bis heute als Meisterleistung der Steinzeitarchitektur. Die gewaltigen Sandsteinblöcke, die das innere Hufeisen und den äußeren Ring der Anlage bilden, wiegen jeweils rund 25 Tonnen. Die kleineren Blausteine stammen aus den fast 300 Kilometer entfernten Preseli Hills in Südwestwales.
Wie diese tonnenschweren Blöcke über solche weiten Strecken transportiert und anschließend millimetergenau aufgerichtet wurden, gibt der Wissenschaft bis heute Rätsel auf. Im 12. Jahrhundert glaubte der britische Chronist Geoffrey von Monmouth, die Antwort gefunden zu haben – er schrieb die Tat kurzerhand dem Zauberer Merlin aus dem Artusroman zu.
Wie und warum wurde Stonehenge errichtet?
Als würden diese technischen Fragen nicht schon für genug Kopfzerbrechen sorgen, bleibt auch ungeklärt, warum Stonehenge überhaupt entstanden ist. Fest steht: Der Steinkreis war ein Ort mit enormer Bedeutung – vielleicht ein Zentrum, an dem sich die Menschen der Region trafen, handelten oder, wahrscheinlicher noch, Rituale und Zeremonien abhielten.
Funde von Knochen und Brandbestattungen deuten darauf hin, dass Stonehenge als Begräbnisstätte diente. Zugleich spricht die Ausrichtung auf die Sonne für eine astronomische Rolle: Zur Sommersonnenwende wie auch zur Wintersonnenwende geht die Sonne genau über dem sogenannten Heel Stone auf, einem einzelnen Monolithen außerhalb des Kreises – ein Detail, das den mystischen Charakter des Bauwerks noch verstärkt.
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