Diese Schwarz-Weiß-Bilder zeigen die ersten Siedler des Wilden Westens
Historische Aufnahmen des Pionier-Alltags im 19. Jahrhundert
Ein paar Dollar und jede Menge Mut – mehr brauchte es nicht, um im 19. Jahrhundert in den USA einen Neuanfang zu wagen. Mit dem sogenannten „Homestead Act“ von 1862 begann eines der größten Experimente der amerikanischen Geschichte: Die Regierung lockte Pioniere Richtung Westen, wo sie sich auf endlos weiten Prärien ein Stück Land sichern konnten. Doch was heute romantisch nach Freiheit und Abenteuer klingt, bedeutete in Wahrheit harte Arbeit, Entbehrungen und Konflikte mit Nordamerikas indigener Bevölkerung.
Sehen Sie hier 24 faszinierende Schwarz-Weiß-Fotos, die zeigen, wie Amerikas erste Siedler Geschichte schrieben …
Adaptiert von Alina Halbe
Amerikas erstes Homestead in Nebraska, 1863
1862 schlug die Geburtsstunde der großen Siedlerbewegung: Präsident Abraham Lincoln setzte den sogenannten „Homestead Act“ in Kraft. Für eine Gebühr von nur 18 US-Dollar – das entspricht heute rund 560 US-Dollar (480 Euro) – konnte jeder ab 21 Jahren Anspruch auf 160 Acres, also gut 65 Hektar, staatlich vermessenes Land – genannt „Homestead“ – erheben. Möglich war das in insgesamt 30 Bundesstaaten, die größtenteils im Westen und Mittleren Westen lagen.
Daniel Freeman, ein Veteran des Bürgerkriegs, war am 1. Januar 1863 zur Eröffnung des Programms der erste, der offiziell einen Antrag stellte. Er errichtete dieses Haus auf einem Grundstück in Beatrice im US-Bundesstaat Nebraska. Das Gebäude auf Amerikas erstem Homestead brannte zwar 1916 nieder, doch der Ort wurde später zu einem „National Monument“ erklärt und ist heute als „Homestead National Historical Park“ bekannt.
Pioniere auf dem Western Trail, Ende des 19. Jahrhunderts
Solange die Siedler ein Haus bauten, ihr Grundstück bewirtschafteten und dort ununterbrochen fünf Jahre lebten, ging das Land offiziell in ihren Besitz über. Eine Sonderregel galt für Soldaten, die im Amerikanischen Bürgerkrieg von 1861 bis 1865 gekämpft hatten: Wer der Union angehörte – also den Nordstaaten –, konnte die im Krieg abgeleistete Dienstzeit von dieser Frist abziehen. Wer jedoch für die Konföderierten – also die Südstaaten – gekämpft hatte, war von dem Programm ausgeschlossen.
So brachen die ersten Pioniere in Planwagen gen Westen auf. Auch wenn das aus heutiger Sicht für viele vielleicht nach Lagerfeuerromantik klingt – damals war das Leben der Siedler von Entbehrungen und Gefahren geprägt …
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Planwagen in Colorado, 1870
Die Strapazen der Reise sind diesen Gesichtern deutlich abzulesen. Solche Planwagen-Karawanen wurden immer wieder von Krankheiten wie Typhus und Cholera heimgesucht. Erkrankte Familien wurden oft zurückgelassen, um die übrigen Mitreisenden zu schützen.
Auch das Wetter auf den Great Plains – einem Gebiet östlich der Rocky Mountains, das sich über zehn US-Bundesstaaten zieht – war eine ständige Bedrohung. Die Siedler mussten mit allem rechnen, von Gewitter- und Sandstürmen bis zu Überschwemmungen und Dürren.
Zudem traf der Homestead Act die indigenen Völker besonders hart, sodass es immer wieder zu Angriffen auf Wagenzüge kam, die ihr Land durchquerten. Nachts stellten die Reisenden daher ihre Wagen im Kreis auf, um so eine Art provisorisches Lager zu bilden und auch ihr Vieh vor Überfällen zu schützen.
Mormonenfamilie in Utah, 1870
Diese Mormonenfamilie ließ sich 1870 vor ihrer kleinen Blockhütte im Great-Salt-Lake-Tal im US-Bundesstaat Utah ablichten. Solche einfachen Hütten waren für Siedler damals typisch – auch wenn man sich kaum vorstellen kann, wie all die Menschen auf dem Foto in so einer bescheidenen Behausung Platz hatten.
Die Dächer dieser Hütten bestanden meist aus Holzstangen, die mit Stroh und Zweigen bedeckt und anschließend mit einer Schicht Erde beschwert wurden.
Indigener Landwirt in Kansas, 1877
Ein Großteil des Landes, das im Homestead Act als vermeintlich „leer“ ausgegeben wurde, war in Wahrheit seit Jahrhunderten die Heimat indigener Völker – insbesondere in Oklahoma und den Dakota-Territorien. In deren Kultur gehörte das Land nicht Einzelpersonen, sondern der Gemeinschaft. Mit der Ausbreitung der Siedler nach Westen wurden sie systematisch von ihren Gebieten verdrängt und in Reservate gezwungen. Jagdgründe gingen verloren, die Bisonherden – zentrale Lebensgrundlage vieler Stämme – wurden nahezu ausgerottet, Wasserquellen umgeleitet.
Hinzu kam, dass indigene Menschen Land nur dann nach dem Homestead Act beantragen konnten, wenn sie ihre Stammeszugehörigkeit aufgaben – eine Politik, die ihre Identität und Kultur gezielt untergrub. Dieses Foto zeigt Pisehedwin, einen Potawatomi, vermutlich mit Freunden, Familienangehörigen und Arbeitern auf seiner Farm in Kansas.
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Bauernfamilie vor ihrer Windmühle in Nebraska, 1885
Auf den Great Plains gab es nur wenige Bäume, also mussten die Siedler erfinderisch werden. Viele errichteten einfache Behausungen aus Grassoden, die zu Ziegeln geformt wurden. Deshalb sprossen dort dann nicht selten Gras und Pflanzen aus Dächern und Wänden.
Diese Familie in Coburg im US-Bundesstaat Nebraska schien mit ihrem neuen Leben vergleichsweise gut zurechtzukommen: Ihr Haus hatte bereits ein festes Dach und sie besaßen sogar eine Windmühle. Die war damals eine noch recht neue Erfindung, um mit Windkraft Wasser aus dem Boden zu pumpen.
Farmertöchter in Nebraska, 1886
Viele Siedler waren Einwanderer aus Europa – und ihre Herkunft prägte oft, wie sie ihre neuen Häuser bauten. Manche Behausungen erinnerten zum Beispiel stark an die Grassodenhäuser Irlands.
Die vier Töchter des Farmers Joseph M. Chrisman wurden hier vor dem Familienhaus im Custer County im US-Bundesstaat Nebraska fotografiert.
Siedler unterwegs in Nebraska, 1886
Diese Familie ließ sich auf dem Weg zu ihrem neuen Stück Land im Loup Valley im US-Bundesstaat Nebraska neben ihrem Wagen und den Pferden fotografieren.
Pferde waren im noch unerschlossenen Westen unverzichtbar, denn der nächste Nachbar oder die nächste Stadt lag oft Stunden oder sogar Tage entfernt. Die Rösser zogen nicht nur Wagen, Baumstämme und Pflüge oder halfen beim Viehtrieb, sondern lieferten mit ihrem Mist auch gleich noch Dünger für die Felder.
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Zeltunterkunft in Nebraska, 1886
Diese Familie erwarb ein Stück Land, das ein anderer Siedler aufgegeben hatte. Viele lebten zunächst in Zelten, während sie ihr Haus bauten – alternativ konnte man auch fertige Hütten kaufen.
Um die Bedingungen des Homestead Act zu erfüllen, mussten die Neusiedler ein „gutes Bretterhaus“ mit den Maßen „12 mal 14“ bauen. Kurios: Welche Maßeinheit gemeint war, wurde dabei nicht angegeben. Zwar musste man davon ausgehen, dass in dem Fall „foot“ (Fuß) gemeint waren, was umgerechnet 3,6 auf 4,2 Meter sind. Doch einige bauten auch winzige Modellhäuschen aus Pappe, die gerade einmal 30 mal 36 Zentimeter groß waren – oder „12 mal 14 Zoll“ („inch“).
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Junge Familie in Nebraska, 1886
Fotografen machten damals nicht nur Aufnahmen von Siedlern, sondern verwandelten die Bilder für einen Penny auch in Postkarten – perfekt, um sie an die Familie in der alten Heimat zu schicken.
Die Hausbesitzer ließen sich dabei gern mit ihrem wertvollsten Besitz ablichten, um zu zeigen, was sie erreicht hatten. So entstanden teils ungewöhnliche Kompositionen – wie dieses Foto von J.D. und Lillie Semler, die vor ihrem Haus nahe Woods Park im Custer County im US-Bundesstaat Nebraska mit ihrem Esel posieren.
Provisorische Hütte in Oklahoma, 1889
Dank des Civil Rights Act von 1866 konnten auch Afroamerikaner Land im Rahmen des Homestead Acts beantragen. Das Bürgerrechtsgesetz legte fest, dass alle in den USA geborenen Menschen die Staatsbürgerschaft erhielten und machte so auch ehemals versklavte Menschen zu gleichberechtigten Bürgerinnen und Bürgern – zumindest auf dem Papier. Rund 3.500 von ihnen erhielten tatsächlich eine Landurkunde. Zusammen mit ihren Familien lebten so bis zu 15.000 Menschen auf etwa 263.000 Hektar Prärie.
Diese vierköpfige Familie ließ sich vor ihrer provisorischen Hütte auf einem Stück Land bei Guthrie im US-Bundesstaat Oklahoma fotografieren.
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Mähdrescher mit Pferdestärke in Nebraska, 1890
Auf großen Höfen kamen riesige Mähdrescher zum Einsatz, die noch von Pferden gezogen wurden. Diese Art von Maschinen wurde 1835 erfunden. Sie konnten das Getreide in einem Arbeitsgang mähen, dreschen und sieben. Das sparte zwar Zeit, doch für ein Modell mit Maßen von etwa fünf mal fünf Metern brauchte man ein Gespann von 20 Pferden, damit sich überhaupt etwas bewegte.
Die Familie dieses Bauern posiert stolz auf dem gewaltigen Gerät. Wer solch eine Maschine besaß, konnte sich als wirklich erfolgreich bezeichnen, denn selbst wenn man es für ein oder zwei Tage mieten wollte, musste man dafür viel zahlen.
Afroamerikanische Gemeinde in Kansas, 1890
Rund 70 Prozent der afroamerikanischen Siedler ließen sich gemeinsam mit anderen Familien nieder. Diese Familie lebte in Nicodemus im Graham County im US-Bundesstaat Kansas – einer florierenden Gemeinde, die ab Herbst 1877 befreite ehemalige Sklaven aus dem Süden anzog. Noch heute bewirtschaften Nachkommen der ersten Siedler dort ihre Felder.
Laut Angela Bates, einer Lokalhistorikerin und Nachfahrin der frühen Siedler von Nicodemus, konnten sich die Menschen dort ein neues Leben in Freiheit und Selbstverwaltung aufbauen.
Haus aus Teerpappe in Minnesota, 1890
Zum Fototermin dieser großen Siedlerfamilie in Minnesota sind alle fein herausgeputzt. Den Hintergrund bildet ihr Haus aus Teerpappe.
Die Pappe, die auf ein Holzgerüst genagelt wurde, hielt Wind, Regen und Schnee fern. Deshalb war sie damals in ländlichen Gegenden der USA und Kanadas ein beliebtes Baumaterial. In diesem Fall könnte man bei dem Muster, das die eingehauenen Nägel bilden, sogar von einer Art Volkskunst sprechen.
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Sammeln von Bison-Dung in Kansas, 1893
Auf diesem Bild ist die Fotografin Ada McColl zu sehen, deren Mutter hier eine Szene aus ihrem Alltag nahe Lakin City in Kearny County festgehalten hat: McColl schiebt eine Schubkarre voller sogenannter „Buffalo Chips“. Dieser getrocknete Bison-Dung wurde als Brennstoff verwendet. Auf der Kamerakiste sitzt ihr dreijähriger Bruder Burt.
McColl hatte das Fotografieren als Lehrling bei einem Fotografen in einem nahe gelegenen Ort gelernt. Laut ihrer Tochter, Erma Pryor, wollte sie das Siedlerleben ihrer Familie möglichst detailreich festhalten, um die Aufnahmen an Verwandte in Iowa zu schicken, die man nur sehr selten sah.
Überreichung einer Landurkunde in Kalifornien, 1895
Dieses Foto ist zwischen 1895 und 1905 entstanden und hält den Moment fest, in dem eine Siedlerin aus Kalifornien ihre staatliche Landurkunde erhält, die ihr das Eigentum an ihrem Grundstück bestätigt.
Rund vier Millionen Menschen versuchten damals, über den Homestead Act an Land zu kommen – doch nur 1,6 Millionen hielten am Ende auch wirklich eine Urkunde in der Hand. Das Leben der Pioniere war hart, viele gaben auf und verließen das Land, das sie ursprünglich beantragt hatten, wieder. Umso größer muss also die Freude für die Frau in diesem Augenblick gewesen sein.
Kind und Hund auf einer Ranch in Colorado, 1895
Dieses Bild mit kleinem Kind und Hund entstand gegen Ende des 19. Jahrhunderts auf der Allen Ranch in Colorado. Im Hintergrund steht eine Frau, vermutlich die Mutter, die ein Baby auf dem Arm hält.
Das Schild mit der Aufschrift „Photographs“, das auf dem Gebäude hinter dem Kind angebracht ist, lässt darauf schließen, dass die Menschen aus der Gegend hierherkamen, um sich fotografieren zu lassen.
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Norwegische Einwanderer in North Dakota, 1898
Auf diesem Bild sind John und Marget Bakken im Jahr 1898 mit ihren Kindern Tilda und Eddie vor ihrem Gras- und Lehmbau in Milton im US-Bundesstaat North Dakota zu sehen. Bakken war der Sohn norwegischer Einwanderer und hatte das Haus 1896 errichtet.
Die Szene wurde 1962 für die Gedenkbriefmarke zum Homestead Act verwendet. Weil in den USA keine lebenden Personen auf Marken erscheinen dürfen, wurden die Kinder auf dem Motiv hinter einem Heuhaufen versteckt. 1975 tauchte das Bild erneut auf – diesmal auf einer norwegischen Briefmarke zum 150. Jahrestag der norwegischen Migrationsgeschichte nach Amerika.
Baumstamm-Haus in Washington, 1901
Als die Siedler im Nordwesten der USA ankamen, musste sie sich vor allem um die Nahrungsbeschaffung kümmern und Felder bestellen. Deshalb hausten manche zunächst sogar in ausgehöhlten Baumstümpfen, die von Holzfällern zurückgelassen worden waren.
Dieses Haus in einem Zedernstumpf stand in Edgecomb im US-Bundesstaat Washington. Ausgebaut hatten es die Schweden Gustav Lennstrom und Johan Westerlund. Drei Erwachsene und drei Kinder lebten darin, bis Lennstrom, seine Frau Brita und die Kinder sich in der Nähe ein richtiges Haus bauten. 1946 wurde das ungewöhnliche Bauwerk bei einem missglückten Umzugsversuch zerstört.
Blick in eine Hütte in South Dakota, 1905
Viele Siedler ließen sich vor ihren Häusern fotografieren – vermutlich, um ihre Häuser und das Stück Land herzuzeigen. Dadurch sind heute weit weniger Aufnahmen überliefert, die einen Blick ins Innere der Behausungen bieten.
Dieser Siedler in Quinn im US-Bundesstaat South Dakota hatte gerade genug Platz für ein Bett, einen kleinen Tisch und einen Stuhl. Immerhin konnte er mit Gardinen, einem weißen Tischtuch und ein paar Fotos an der Wand für etwas Gemütlichkeit sorgen. Seine gesamte Kleidung hing an Wandhaken: ein Nachthemd, ein Jackett und ein dicker Pelzmantel für den Winter.
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Blick in ein Bauernhaus in Oregon, 1906
Wer es als Siedler geschafft hatte, zog irgendwann aus der ersten, provisorischen Hütte in ein richtiges Bauernhaus. Die alten Blockhütten wurden dann oft als Abstellraum oder sogar als Stall weitergenutzt.
Auch wenn die Holzhäuser meist schlicht gebaut waren, gaben sich die Bewohner große Mühe, es gemütlich zu machen. Dieses ältere Ehepaar in Oregon hat sein Zuhause mit geblümter Tapete, einem gemusterten Teppich und einem gerahmten Foto geschmückt. Wer darauf zu sehen ist, lässt sich nur vermuten: Vielleicht ist es der Mann selbst in jungen Jahren oder ihr Sohn?
Familie auf ihrem Bauernhof im Westen der USA, 1910
Im Gesicht dieser Frau und ihrer Tochter mag ein leichtes Lächeln zu erkennen sein. Der Familienalltag auf den frühen Farmen im Westen der USA war allerdings alles andere als einfach. Undichte Dächer, offene Brunnen, Plumpsklos im Freien und Lehmböden, die sich kaum sauber halten ließen, machten Krankheiten und Tod allgegenwärtig – vor allem der Diphtherie fielen viele zum Opfer.
Dazu kam die ständige Geldknappheit. Läden gab es in weiter Umgebung keine, Besitz war daher rar: Manche Familien hatten kaum mehr als zwei Eimer und ein paar Teller. Frauen stellten ihre Kerzen und Seifen selbst her. Mit gerade einmal 38 Zentimetern Regen im Jahr war Wasser so knapp, dass sogar das Waschen zum Luxus wurde.
Prärie-Hütte in den Great Plains, 1910
Während viele Siedler für ihre Porträts ernst in die Kamera blickten, nahm es diese Gruppe offensichtlich lockerer – sie kletterte kurzerhand aufs Dach ihrer Hütte und ließ sich dort ablichten.
Das Häuschen selbst bestand aus Holz und Teerpappe. Manche bauten zusätzlich kleine Erdwälle um ihre Behausungen, um sie vor den berüchtigten Winden der Prärie zu schützen. Denn Stürme, Tornados und Böen, die schnell Waldbrände entfachten, gehörten zu den Gefahren, mit denen man ständig rechnen musste.
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Familienidylle in Washington, 1913
Das Leben als Siedler war hart, doch Millionen Menschen wagten den Aufbruch ins Ungewisse und schafften es. Für viele bedeutete es einen Neuanfang – von ehemaligen Versklavten über alleinstehende Frauen bis hin zu Einwandererfamilien. Um 1910 stammte fast die Hälfte der Siedler in den nördlichen Prärie-Staaten aus Großbritannien, Deutschland, Russland und Skandinavien.
Für die indigene Bevölkerung Nordamerikas hatte die Landvergabe allerdings verheerende Folgen. Sie wurden immer weiter von ihrem ursprünglichen Grund und Boden verdrängt und in minderwertige Reservate gezwungen, die teilweise bis heute bestehen. Trotzdem wurde der Homestead Act noch ausgeweitet und lief offiziell bis 1976. Die letzte Landurkunde wurde sogar erst 1988 in Alaska vergeben.
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