29 Lost Places, die früher gut besucht waren
Verlassene Orte in Bildern
Einst waren sie beliebte Attraktionen und Besuchermagnete. Heute sind sie gespenstisch leere Orte. Weltweit gibt es zerstörte Hotels, marode Freizeitparks, überwucherte Ruinen oder zerfallene Vergnügungspiers, die nur noch ein Schatten ihrer selbst sind.
Von Berlin bis Florenz – begleiten Sie uns hier auf eine bildliche Reise zu Geisterorten weltweit ...
Adaptiert von Kerstin Findeisen
Haludovo Palace Hotel, Insel Krk, Kroatien
Das Haludovo Palace Hotel, einst ein beliebtes Strandhotel, ist heute eine zerfallene Ruine an der Nordwestküste der kroatischen Insel Krk. Es wurde Anfang der 1970er-Jahre im ehemaligen Jugoslawien erbaut und war für seine extravagante Ausstattung bekannt, hinter der Bob Guccione stand. Der Eigentümer des „Penthouse“-Magazins hatte in die Anlage investiert.
Der luxuriöse Hotelkomplex wurde nachträglich sogar mit einem Casino erweitert, um wohlhabende Gäste aus dem Ausland anzulocken. Doch als der Bürgerkrieg in den 1990er-Jahren begann, blieben die Touristen aus, und das einst florierende Resort verfiel komplett.
West Pier, Brighton, Großbritannien
Der West Pier im südenglischen Brighton wurde 1866 eröffnet, als Strandurlaube in der viktorianischen Ära boomten. Im Laufe der Jahre kamen ein Konzertsaal, ein Vergnügungspark und ein klassischer Tearoom hinzu und die Gäste ließen nicht auf sich warten: Der Pier war ein Erfolg.
In 1960er-Jahren geriet die Anlage allerdings in finanzielle Schwierigkeiten und wurde 1975 geschlossen. 2002 verursachten Stürme schwere Schäden und im darauffolgenden Jahr wurde das historische Bauwerk durch ein Feuer zerstört. 2013 stürzten weitere Überreste der denkmalgeschützten Konstruktion dann ins Meer. Es bleibt eine eindrucksvolle – und sehr fototaugliche Ruine – im Meer.
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Villa Epecuén, Provinz Buenos Aires, Argentinien
Villa Epecuén war einst ein lebhafter Kurort mit einem Mineralsee, der jährlich Tausende von Besucherinnen und Besucher anzog. 1985 ließen starke Regenfälle den See über die Dämme treten und die Stadt wurde unter zehn Meter tiefem Wasser begraben. Glücklicherweise konnten alle Einwohner rechtzeitig evakuiert werden, doch der Ort blieb fast 25 Jahre lang im See versunken.
Als sich die Wassermassen 2009 zurückzogen, enthüllten sie eine surreale Szenerie aus salzüberzogenen, konservierten Ruinen. Villa Epecuén ist damit heute zu einem einzigartigen Touristenziel geworden, in dessen Ruinen noch ein einziger Bewohner lebt, der in die alte Heimat zurückgekehrt ist.
Belvedere Hotel, Wallis, Schweiz
Das in den 1880er-Jahren erbaute Belvedere Hotel liegt spektakulär in einer Haarnadelkurve am schweizerischen Furka-Pass. Gäste schätzten die klare Alpenluft und ließen sich vor allem vom Anblick des beeindruckenden Rhonegletscher begeistern.
Doch mit dem Schwinden des Gletschers verschwanden auch die Urlauber und das Hotel musste 2016 schließen. Trotzdem kommen nach wie vor Menschen, die von der ungewöhnlichen Lage der Hotelruine fasziniert sind – und den Schauplatz der legendären Verfolgungsjagd im James-Bond-Film „Goldfinger“ sehen möchten.
Schloss Sammezzano bei Florenz, Italien
Das Schloss Sammezzano in der Nähe von Florenz war einst ein Jagdschloss, bevor es im 19. Jahrhundert von einem italienischen Marquis in einen wahren Prachtbau verwandelt wurde. Das Gebäude im arabesken Stil hat 365 Zimmern – eines für jeden Tag des Jahres.
Von der Nachkriegszeit bis 1990 beherbergte das Schloss in der malerischen toskanischen Landschaft ein Luxushotel. Die eleganten Fliesen und kunstvollen Mauerarbeiten sind immer noch beeindruckend, doch das Schloss ist dringend sanierungsbedürftig. Ein örtlicher Ausschuss versucht, das Schloss zu retten, doch momentan bleibt es verlassen.
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Sutro Baths, Kalifornien, USA
Die beeindruckenden Betonruinen der Sutro Baths liegen am nördlichen Ende des Ocean Beach in San Francisco, nur einen Katzensprung von der Golden Gate Bridge entfernt. Bereits 1894 ließ der aus Aachen stammende Selfmade-Millionär Adolph Sutro die Anlage als öffentlichen Indoor-Salzwasserpool erbauen.
Damals war es das größte Hallenbad weltweit, das Platz für bis zu 10.000 Menschen bot. Doch die Anlage war weit mehr als nur ein Schwimmbad. Auch Konzerte, Talentshows und Restaurants gehörten zum Unterhaltungsprogramm der Sutro Baths. Trotz des spektakulären Angebots blieb der wirtschaftliche Erfolg aus. Auch eine Umgestaltung der Anlage als Eislaufhalle scheiterte und am Ende wurde sie 1966 bei einem verheerenden Feuer zerstört.
Bierpinsel, Berlin, Deutschland
Dieses markante Gebäude im Berliner Stadtteil Steglitz, besser bekannt als „Bierpinsel“, fällt schon von Weitem durch sein futuristisches Design auf. Seinen Spitznamen bekam es bei der Eröffnungsfeier im Jahr 1976, bei der offensichtlich tief in die Gläser geschaut wurde. Seit 2006 steht der Bierpinsel jedoch leer, nachdem er weder als Restaurant noch als Nachtclub Erfolg hatte. Ein Versuch, das Gebäude 2010 als Kunstgalerie mit Café neu zu beleben, scheiterte ebenfalls.
Neue Eigentümer haben angeblich Renovierungspläne für den bunten Betonbau, der seit 2017 unter Denkmalschutz steht. Bisher wartet der Bierpinsel allerdings noch auf seine zweite Chance.
Big Bell Hotel, Western Australia, Australien
Die Ruinen des Big Bell Hotels erinnern an Szenen aus einem Horrorfilm. Sie gehören zu den wenigen Überbleibseln der verlassenen Minenstadt Big Bell im australischen Bundesstaat Western Australia, die 1936 in der Nähe einer Goldmine gegründet wurde.
Als das Hotel eröffnete, war es für seinen eleganten Art-Déco-Stil bekannt – und für die längste Bar Australiens. Doch als die Goldmine 1955 ihren Betrieb einstellte, wurde Big Bell zur Geisterstadt. Heute lassen die Überreste des Hotels kaum noch erahnen, wie glanzvoll die Zeiten hier einst waren.
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Tivoli Park, Cornwall, Großbritannien
Ducor Palace Hotel, Montserrado County, Liberia
Das heute zerfallene Ducor Palace Hotel wurde 1960 auf einem Hügel von Monrovia, der Hauptstadt Liberias, eröffnet und von der Hotelgruppe InterContinental Hotels betrieben. Es gehörte zu den ersten 5-Sterne-Hotels Afrikas und bot nicht nur Luxus, sondern auch einen spektakulären Blick auf den Atlantischen Ozean und Saint Paul River.
Mit dem Ausbruch des Liberianischen Bürgerkriegs 1989 musste das Hotel allerdings schließen. Es wurde geplündert und zeitweise von Vertriebenen besetzt. Ein im Jahr 2011 initiiertes Renovierungsprojekt konnte aufgrund politischer Spannungen und instabiler Verhältnisse nie realisiert werden. Heute steht das Hotel als verfallenes Denkmal für Liberias von Konflikten geprägte Geschichte.
Woodpecker Disco, Ravenna, Italien
Kaum zu glauben, aber hier tummelten sich einst zahlreiche Nachtschwärmer. Die Woodpecker Disco wurde 1952 in Milano Marittima eröffnet, einem italienischen Badeort an der Adria. Zu ihrer Blütezeit war sie der Inbegriff des glamourösen Nachtlebens.
Aufgrund von Lärmbeschwerden verlegte man den Club 1962 in ein Sumpfgebiet im Landesinneren bei Cervia. Die neue Location bot Platz für ein modernes Design, das von einer markanten Fiberglas-Kuppel geprägt war. Nach einem Brand im Jahr 1975 musste der Club seine Pforten schließen.
Heute steht nur noch die auffällige Kuppel als Relikt der einstigen Partyszene. Der Ort wird noch gelegentlich für Events genutzt. Auch Werke des berühmten italienischen Street-Art-Künstlers Blu haben dort ihren Platz gefunden.
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Hôtel Du Lac, Tunis, Tunesien
Das Hôtel Du Lac ist ein imposantes Gebäude im brutalistischen Stil und mit markant aufsteigenden Flanken, das seit den 1970er-Jahren nach der Unabhängigkeit Tunesiens das Stadtbild der Hauptstadt Tunis prägt.
Das von dem italienischen Architekten Raffaele Contigiani entworfene Hotel wurde 1973 mit großen Erwartungen eröffnet, da der Tourismus im Land wuchs. Nach einigen Jahren als angesagte Unterkunft wurde es 2000 geschlossen und begann zunehmend zu verfallen. Abrisspläne scheitern immer wieder am Widerstand der Bevölkerung: Für viele ist das Hotel ein bedeutendes architektonisches Erbe der Stadt.
Macassar Beach Pavilion, Kapstadt, Südafrika
Das 800 Hektar große Naturschutzgebiet der Macassar-Dünen in Kapstadt beeindruckt mit seinen Wanderdünen und der Vielfalt an Wildtieren. Am Rande des Reservats verstecken sich zwischen dem Sand die verfallenen Überreste eines ehemaligen Wasserparks:
Der Macassar Beach Pavilion wurde in den 1990er-Jahren eröffnet und war einst ein beliebtes Ausflugsziel für Familien. Seit der Schließung wegen finanzieller Schwierigkeiten bieten die leeren Rutschen, Pavillons und Wege, die langsam von den Wanderdünen verschlungen werden, einen gespenstischen Anblick.
Ho Thuy Tien nahe Hue, Vietnam
Ho Thuy Tien war ein groß angelegtes Wasserparkprojekt wenige Kilometer südlich der Stadt Hue in Zentralvietnam, das 2004 eröffnet wurde. Vollständig fertiggestellt wurde es jedoch nie. Für die geplanten Fahrgeschäfte, Aquarien und andere Unterhaltungsmöglichkeiten fehlte letztendlich das Geld und die Anlage wurde schnell wieder geschlossen.
Seither zieht der verlassene Freizeitpark Touristen an, die von den überwucherten Rutschen, den leeren Pools und vor allem der unheimlichen Stimmung fasziniert sind. Wiederbelegungsversuche für das Projekt sind bisher gescheitert und Ho Thuy Tien samt dem hier zu sehenden drachenförmigen Aquarium verfällt weiter.
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Maya Hotel, Hyogo, Japan
Hoch oben auf dem Mount Maya thront über der japanischen Stadt Kobe das verlassene Maya Kanko Hotel aus dem Jahr 1929. Die einstige Luxus-Unterkunft wurde während des Zweiten Weltkriegs geschlossen, als die Seilbahn außer Betrieb war. Nach der Wiedereröffnung wurde das Hotel in den Folgejahrzehnten von Naturkatastrophen wie einem Taifun und 1995 von einem Erdbeben heimgesucht und wurde schließlich aufgegeben.
Heute gibt es Bemühungen, den unter Kulturschutz stehenden Ort zu erhalten. Betreten darf man die Hotelruine nicht, neugierige Reisende werden jedoch weiterhin von der gespenstischen Szenerie angezogen.
Puente del Inca, Mendoza, Argentinien
Das Puente del Inca Hotel wurde 1925 in der Nähe der gleichnamigen Felsformation und den heißen Quellen in den argentinischen Anden in der Region Mendoza als Luxusresort erbaut. Jede Suite verfügte über ihr eigenes Thermalbad mit Wasser aus den natürlichen heißen Quellen der Gegend.
Das Hotel liegt inmitten einer Felswand, was ihm zum Verhängnis wurde. Aufgrund wiederholter Erdrutsche, die auch die Eisenbahnverbindung unterbrachen, musste das Haus 1965 endgültig geschlossen werden. Glück im Unglück, denn eine verheerende Lawine zerstörte noch im gleichen Jahr später große Teile der Anlage. Nur eine kleine Kapelle blieb erhalten. Heute lockt der verlassene Ort immer noch Besucherinnen und Besucher aus aller Welt an.
Hotel Belvedere, Dubrovnik-Neretva, Kroatien
Das Hotel Belvedere thront über dem Meer mit Blick auf Dubrovnik und die Insel Lokrum im Süden Kroatiens. Die Überreste der Anlage lassen erahnen, wie Urlauber hier an der kroatischen Küste einst Erholung suchten. Doch seit Jahrzehnten steht es nun leer, nachdem es während des Kroatienkriegs schließen musste und 1991 durch serbische Truppen schwer beschädigt wurde.
In der vierten Staffel von „Game of Thrones“ ist der verlassene Ort als Schauplatz für das Duell zwischen Prinz Oberyn Martell, der „roten Viper“, und Ritter Gregor Clegane, dem „Berg“, zu sehen. Da es bislang keine konkreten Abrisspläne gibt, zieht die Anlage weiterhin Lost-Places-Fans an.
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Atlantis Marine Park nahe Perth, Australien
Wie unschwer zu erkennen ist, handelt es sich bei dieser imposanten Statue von König Neptun nicht um eine historische Ausgrabung. Sie gehörte einst zum Atlantis Wasserpark, der 1981 nördlich von Perth mit dem Ziel eröffnet wurde, mehr Touristen in die Region zu locken.
Der Park wurde nach dem Vorbild eines römischen Amphitheaters entworfen, doch die Pools und Delfin-Shows konnten nicht das erhoffte Publikum anziehen. 1990 musste Atlantis schon wieder schließen. Heute sind nur noch zerfallene Skulpturen, mit Graffiti besprühte Gebäude und die 2015 restaurierte Kalksteinskulptur von König Neptun übrig.
Bombay Beach, Kalifornien, USA
Bombay Beach wurde in den 1950er-Jahren als aufstrebender Ferienort am kalifornischen Saltonsee konzipiert, der allerdings letztendlich innerhalb nur weniger Jahrzehnte zu einer Geisterstadt wurde. Umweltverschmutzung, Naturkatastrophen wie ein verheerender Hurrikan im Jahr 1976 und das abschreckende heiße Klima trugen zum Niedergang bei. Heute gibt es nur noch verlassene Motels, verfallene Diners und leere Bootsanleger, die dem Ort eine surreale, beinahe apokalyptische Atmosphäre verleihen.
Seit 2015 haucht das Kunstfestival Bombay Beach Biennale dem Ort neues Leben ein: Als Freiluftgalerie zieht es Künstler und Neugierige an, die zwischen den Ruinen kreative Installationen und Performances erkunden.
Gagra, Abchasien, Georgien
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Skigebiet Chacaltaya nahe La Paz, Bolivien
Chacaltaya in Bolivien war mit einer Höhe von 5.375 Metern einst das höchste Skigebiet der Welt. Ab den 1930er-Jahren lockte es Skifahrer vor allem wegen der weltweit höchstgelegenen Skiliftanlage und einem spektakulären Panoramarestaurant an. Doch dann machte sich der Klimawandel bemerkbar und der Gletscher schrumpfte rapide, bis er 2009 vollständig verschwunden war.
Das letzte Skirennen hatte bereits 2001 stattgefunden, offiziell geschlossen wurde das Skigebiet dann 2006. Heute sind die verfallenen Gebäude, darunter die verlassene Skiliftstation und die Berghütte, traurige Zeugen einer vergangenen Ära.
Crystal Palace, London, Großbritannien
Grossinger’s Catskill Resort Hotel, Bundesstaat New York, USA
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Yongma Land, Seoul, Südkorea
Als kleiner Freizeitpark eröffnete Yongma Land in Seoul 1980 seine Tore. Nach 30 Jahren Spaß und Unterhaltung musst er 2011 wegen finanzieller Probleme und der Konkurrenz durch größere Parks schließen.
Als beliebter Lost Place hat Yongma Land heute eine ganz neue Anziehungskraft. Urban Explorer, Fotografen und Filmemacher streifen zwischen den verwitterten Karussells und nostalgischen Attraktionen umher. Gegen eine kleine Gebühr können Besucherinnen und Besucher den morbiden Charme des einstigen Freizeitparks hautnah erleben – und tragen so dazu bei, den Park in seinem jetzigen Zustand zu bewahren.
Lake Shawnee Amusement Park, West Virginia, USA
Mit seinem rostigen Riesenrad, den verlassenen Ticketständen und den unheimlichen Schaukeln, die im Wind quietschen, ist der Lake Shawnee Amusement Park im US-Bundesstaat West Virginia die perfekte Kulisse für einen Horrorfilm.
Die Geschichte des Parks ist ebenfalls nichts für schwache Nerven. Im 18. Jahrhundert kämpften indigene Völker und weiße Siedler um das Land und es kam zu grausamen Szenen. Nach der Eröffnung des Parks im Jahr 1926 war er Schauplatz mehrerer tragischer Unfälle. In den 1960er-Jahren wurde der Park schließlich geschlossen, das alljährliche Event „Dark Carnival“ macht sich die unheimliche Atmosphäre allerdings noch heute zunutze.
Herne Bay Pier, Kent, Großbritannien
Der Pier der südenglischen Stadt Herne Bay an der Küste von Kent war einst einer der längsten des Landes und diente als Anlegestelle für Passagierschiffe. Er wurde 1899 mit einem eigenen Tram-System und einem prächtigen Pavillon eröffnet.
Während des Zweiten Weltkriegs wurden Teile des Piers zum Schutz vor feindlichen Landungen gesprengt, was das Bauwerk instabil machte. 1968 wurde er aus Sicherheitsgründen geschlossen, zehn Jahre später stürzte sein Kern nach einem Sturm dann auch noch ein.
Heute stehen die Überbleibsel des Pavillons auf einigen wenigen Pfählen einsam im Wasser. An seinem Küstenende wurde der Pier restauriert. Dort gibt es heute zahlreiche Cafés und Geschäfte und der Kontrast zu dem hier zu sehenden Geisterort im Meer könnte nicht größer sein.
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Hotel Monte Palace, São Miguel, Portugal
Das Hotel Monte Palace wurde in den frühen 1990er-Jahren auf der größten Insel der Azoren – São Miguel – eröffnet, um Touristen auf die damals noch wenig besuchte Inseln zu locken. Doch nach nur wenigen Jahren musste der Betrieb eingestellt werden und seitdem ist das einstige Ferienparadies dem Verfall überlassen.
Als Lost-Places-Attraktion zieht es aber weiterhin Menschen an und die zerfallene Fassade, die verwaisten Zimmer und der atemberaubende Ausblick auf den Sete Cidades See sind beliebte Fotomotive. Das verwahrloste fünfstöckige Gebäude wurde 2018 sogar von einer Immobiliengesellschaft gekauft, die bis 2021 ein neues Resort daraus machen wollte. Doch bis jetzt ist nichts passiert ...
Old Club Med, Hawaii, USA
Über den malerischen Wanderweg „Old Club Med Trail“ erreicht man auf Hawaii diese geheimnisvollen Ruinen eines einst luxuriösen Resorts. Die verbliebenen Mauern und Bögen sind kaum noch zu erkennen, doch sie erzählen von der Pracht des Old Club Med, einem exklusiven Resort der 1960er- und 1970er-Jahre. Als seine Beliebtheit abnahm, wurde es seinem Schicksal – oder genauer gesagt der Natur –überlassen.
Boblo Island Amusement Park, Ontario, Kanada
Der Boblo Island Amusement Park liegt auf der Bois Blanc Insel im Detroit River, nahe der Grenze zwischen den USA und Kanada. Ende des 19. Jahrhunderts war er ein beliebtes Ausflugsziel von nahegelegenen Städten in Ontario und Michigan. Besucherströme kamen sogar mit Fähren aus Detroit, Gibraltar und Amherstburg, um die Highlights des Freizeitparks zu erkunden.
Doch nach Jahren des Erfolgs schloss der Park samt seiner vielen Bahnen im Jahr 1993. Heute sind nur noch vereinzelte verfallene Attraktionen und verlassene Gebäude zu finden, die dem Park eine mystische, fast unheimliche Atmosphäre verleihen.
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