So sahen diese 36 Wahrzeichen aus, bevor die Touristenmassen kamen
Sehenswürdigkeiten früher
Wir alle haben klare Bilder im Kopf, wenn wir an weltberühmte Sehenswürdigkeiten denken – das Kolosseum, die Golden Gate Bridge oder das Taj Mahal. Doch wie sahen diese Orte eigentlich aus, bevor sie zu Touristenmagneten wurden?
Hier zeigen wir Ihnen 36 der berühmtesten Attraktionen der Welt in historischen Aufnahmen aus der Zeit von 1800 bis 1992. Erkennen Sie sie wieder?
Adaptiert von Petra Loho, Ina Hieronimus und Sophie Weissensteiner
Freiheitsstatue, New York, USA (1878)
Die Freiheitsstatue stand nicht immer in New York. „Lady Liberty“ war nämlich zuerst im Jahr 1878 auf der Pariser Weltausstellung zu sehen (im Bild), bevor Frankreich die Statue acht Jahre später an die USA übergab. Das Geschenk Frankreichs sollte an das Bündnis zwischen den beiden Ländern während der Amerikanischen Revolution erinnern.
Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sich die Freiheitsstatue zu einem der bekanntesten Wahrzeichen von New York und der ganzen Welt.
Große Sphinx von Gizeh, Ägypten (1882)
Diese 4.500 Jahre alte Statue ist eines der bekanntesten Wahrzeichen der Welt und befindet sich auf dem Gizeh-Plateau am Westufer des Nils in Ägypten. Die Sphinx, eine mythologische Kreatur mit dem Körper eines Löwen und einem menschlichen Kopf, war Jahrhunderte lang bis zu den Schultern im Sand vergraben.
Zwar begann die Freilegung bereits Anfang des 19. Jahrhunderts, doch erst in den 1920er- und 1930er-Jahren wurde die Sphinx im Rahmen weiterer archäologischer Ausgrabungen vollständig vom Sand befreit. Auf dieser Aufnahme von 1882 ist die Sphinx umgeben von britischen Truppen nach der Schlacht von Tel-El-Kebir noch teilweise vergraben zu sehen.
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Eiffelturm, Paris, Frankreich (1889)
Das unvergleichliche Merkmal der Pariser Skyline wurde pünktlich zur Pariser Weltausstellung im Jahr 1889 fertiggestellt. Die vorwiegend aus Schmiedeeisen errichtete Konstruktion war ursprünglich nur als temporäres Bauwerk geplant – die Lizenzrechte waren auf lediglich 20 Jahre begrenzt.
1909 stand der Eiffelturm daher kurz vor dem Abriss. Glücklicherweise entschieden sich die Pariser Behörden, ihn zu erhalten, da sie seinen Wert als Funkturm erkannten. Der hier im Jahr 1889 abgebildete Turm zieht heute jedes Jahr Millionen von Besuchern an.
Pyramiden von Gizeh, Ägypten (1890)
Die Pyramiden von Gizeh sind das letzte noch erhaltene der sieben Weltwunder der Antike. Sie stammen aus der vierten Dynastie (ca. 2575 bis ca. 2465 v. Chr.) des altägyptischen Reichs. Die drei Pyramiden repräsentieren die drei Könige Cheops, Chephren und Mykerinos. Die Cheops-Pyramide, auch Große Pyramide genannt, ist mit einer ursprünglichen Höhe von etwa 147 Metern die größte der drei Pyramiden und war über 3.800 Jahre lang das höchste von Menschenhand errichtete Bauwerk.
Ab den 1970er-Jahren förderte die ägyptische Regierung den Tourismuszweig – seither stieg die Besucherzahl stetig an. Heute besuchen jedes Jahr Millionen von Menschen die Sehenswürdigkeit.
Auf diesem Bild aus dem Jahr 1890 sieht man die Pyramiden, lange bevor sie zu einem weltweiten Touristenmagneten wurden.
Central Park, New York, USA (1894)
Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1876 erfreut sich der Central Park großer Beliebtheit bei den New Yorkern. Besonders in den Anfangsjahren standen Aktivitäten auf dem See hoch im Kurs – etwa Gondelfahrten (wie im Bild zu sehen) oder Wettrennen mit Modellschiffen. Auch Kutschfahrten durch den Park waren sehr beliebt.
Heute zählt der 340 Hektar große Park weltweit zu einer der Top-Touristenattraktionen, die jährlich 42 Millionen Besucher anlockt.
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Schloss Versailles, Frankreich (1895)
Schloss Versailles wurde auf einer Fläche von 63.000 Quadratmetern erbaut und umfasst stolze 2.300 Zimmer. Es ist ein architektonisches Meisterwerk, das für Opulenz, Macht und letztlich auch Revolution steht. König Ludwig XIII. ließ den ersten Teil des Palastes Mitte des 17. Jahrhunderts als bescheidenes Jagdhaus errichten. Die Könige Ludwig XV. und Ludwig XVI. nahmen später umfangreiche Erweiterungen vor und formten daraus den Prachtbau, als den wir Schloss Versailles heute kennen.
Das Museum, das sich der französischen Geschichte widmet, wurde offiziell im Jahr 1837 eröffnet – ein Meilenstein, der zugleich den Beginn des Tourismus in Versailles markierte. Dieses Foto aus dem Jahr 1895 ist Beweis dafür, dass Versailles schon damals zahlreiche Besucher anzog.
Buckingham-Palast, London, England (1897)
Der Buckingham-Palast, hier zu sehen während des diamantenen Jubiläums von Königin Victoria im Jahr 1897, ist eines der berühmtesten Wahrzeichen Großbritanniens. Seit dem Jahr 1837 dient der Palast als offizielle Residenz der königlichen Familie und ist bis heute der Verwaltungssitz des Monarchen.
Der Palast mit 775 Zimmern befindet sich auf einem 15,8 Hektar großen Gelände. Seit dem Jahr 1993 werden jeden Sommer öffentliche Führungen angeboten. Auch der tägliche traditionelle Wachwechsel vor den Toren des Palastes wird gerne von Zuschauern besucht.
Erechtheion-Tempel der Akropolis, Athen, Griechenland (1897)
Die Akropolis in Athen, ein UNESCO-Weltkulturerbe, zählt zu den ältesten und bekanntesten archäologischen Stätten der Welt. Die ehemalige Wehranlage liegt auf einem Kalksteinhügel oberhalb der Stadt und war bereits in prähistorischer Zeit besiedelt. Sie gilt als Symbol der griechischen Hochkultur und Geschichte.
Auf diesem Foto aus dem Jahr 1897 ist der Erechtheion-Tempel zu sehen, der zwischen 421 und 406 v. Chr. erbaut wurde. Berühmt ist er für sein elegantes Design und die Karyatiden – Skulpturen in Form von Frauenfiguren, die statt Säulen als tragende Elemente dienen. Noch heute gilt diese architektonische Meisterleistung als Hommage an die antike Kunst und die goldene Ära Athens.
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Blaue Moschee, Istanbul, Türkei (1899)
Die Blaue Moschee in Istanbul wurde von 1609 bis 1616 gebaut. Sultan Ahmed I. wollte damit die Macht des Osmanischen Reiches nach dem Frieden von Zsitvatorok (1606) und den Verlusten in Kriegen mit Persien wieder bekräftigen. Mit sechs Minaretten, fünf Hauptkuppeln und acht kleineren Kuppeln ist sie eine der beeindruckendsten, heute noch bestehenden Moscheen aus der frühen Neuzeit und ein Prachtexemplar klassischer osmanischer Architektur.
Der Gebetsort zieht jedes Jahr rund viereinhalb Millionen Menschen an. Die Blaue Moschee war aber offensichtlich nicht immer so gut besucht – auf dieser Außenaufnahme aus dem Jahr 1899 sieht der Platz vor der Moschee gespenstisch leer aus.
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Schatzhaus al-Khazneh, Petra, Jordanien (1900)
Das Schatzhaus (al-Khazneh) ist direkt in den teils roten, rosafarbenen und blauen Sandstein der gewundenen Wüstenschlucht gehauen. Es gehört zur „verlorenen Stadt“ Petra.
Diese prähistorische Siedlung – hier eine Abbildung aus dem Jahr 1900 – war einst die Hauptstadt des Nabatäerreiches. Die Nabatäer herrschten über weite Teile des Nahen Ostens, bevor ihr Gebiet ein Vasallenstaat des Römischen Reiches wurde. Petra wurde im Jahr 1985 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt, seitdem ist der Tourismus dort auf dem Vormarsch.
Alhambra, Granada, Spanien (um 1900)
Die Alhambra thront auf einem Hügel mit Blick über Granada und ist ein beeindruckender Palast- und Festungskomplex aus dem 13. Jahrhundert. Erbaut während der islamischen Herrschaft in Spanien, gilt es heute als Prachtexemplar maurischer Architektur. Der Einfluss jener Epoche ist in den kunstvollen Stuckarbeiten, geometrischen Fliesenmustern und vielen Innenhöfen zu erkennen – wie dem berühmten Löwenhof (Patio de los Leones), der hier um 1900 zu sehen ist.
Als UNESCO-Weltkulturerbe zählt die Alhambra zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Spaniens. Jährlich strömen Millionen von Besucher herbei, um die feine Handwerkskunst der Burganlage zu bewundern, durch die Generalife-Gärten zu schlendern und den atemberaubenden Ausblick auf Granada und die Sierra Nevada zu genießen.
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Mont-Saint-Michel, Frankreich (um 1900)
Der Mont-Saint-Michel, ein malerisches Kloster auf einem Felsen vor der Küste der Normandie, ist eines der meistbesuchten Wahrzeichen Frankreichs.
Es wurde im 8. Jahrhundert erbaut und war von Anfang an ein beliebtes Reiseziel. Das Kloster zog eine große Anzahl von Pilgern aus ganz Europa an, die das prächtige Bauwerk unbedingt sehen wollten. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1900 sind zwei Fischer im Watt vor dem Kloster zu sehen.
Verbotene Stadt, Peking, China (1908)
Die Verbotene Stadt ist ein kaiserlicher Palastkomplex im Herzen von Peking, der von einer 3,5 Kilometer langen Festungsmauer umgeben ist und für Chinas reiche Geschichte steht. Dieses UNESCO-Weltkulturerbe wurde zwischen den Jahren 1406 und 1420 vom dritten Kaiser der Ming-Dynastie erbaut. In dem größten Ensemble klassisch-chinesischer Gebäude lebten über 500 Jahre 24 chinesische Kaiser.
Dieses Foto aus dem Jahr 1908 zeigt die Verbotene Stadt kurz vor dem Sturz der Qing-Dynastie und dem Ende ihrer Funktion als Regierungssitz. Heute ist sie als historischer Ort und Kulturschatz weltbekannt.
Angkor Wat, Siem Reap, Kambodscha (1910)
Mit einer Fläche von 162 Hektar und mehr als tausend Gebäuden gilt die Tempelanlage von Angkor Wat in Kambodscha als das größte religiöse Bauwerk der Welt.
Die im 12. Jahrhundert von König Suryavarman II. erbaute Stadt Angkor war ein Machtzentrum der Khmer-Dynastie, eine der größten und mächtigsten Dynastien in Südostasien. Heute ist die Tempelanlage die beliebteste Touristenattraktion in Kambodscha.
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Hollywood-Schriftzug, Los Angeles, USA (1925)
Wussten Sie, dass auf dem Hollywood-Schriftzug, der über Los Angeles thront, früher „Hollywoodland“ stand? Dieses Foto aus dem Jahr 1925 ist der Beweis.
Ursprünglich war das Zeichen nur als temporäre Reklame für eine Wohnsiedlung gedacht. Aber im Jahr 1949 entschied man sich dafür, das Wort „Land“ wegzulassen, um für das gesamte Gebiet zu werben. Bis heute ist der Schriftzug ein bei Touristen beliebtes Fotomotiv.
Brandenburger Tor, Berlin, Deutschland (um 1928)
Was wäre die deutsche Hauptstadt ohne das Brandenburger Tor? Seit seiner Fertigstellung im Jahr 1791 prägt es das Stadtbild von Berlin und markiert das westliche Ende der Prachtstraße Unter den Linden. Der Entwurf für das einstige Stadttor der damaligen preußischen Hauptstadt – das einzige erhaltene von ursprünglich 18 – stammt vom Architekten Carl Gotthard Langhans.
Heute gilt das Brandenburger Tor als Symbol für die Einheit Deutschlands – und darüber hinaus Europas. Im Laufe der Geschichte wurde es Zeuge zentraler historischer Ereignisse: vom Einmarsch Napoleons über seine Rolle als Grenzmarkierung während des Kalten Krieges bis zur Wiedervereinigung. Heute gehört das Tor zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten des Landes und zieht jedes Jahr Millionen von Besuchern an.
Arc de Triomphe, Paris, Frankreich (1920er-Jahre)
Dieses Foto aus den 1920er-Jahren zeigt eine Gruppe von Männern, die neben dem Triumphbogen in Paris Turnübungen im Freien machen – heutzutage wäre das in der Hochsaison wegen der Massen an Touristen wohl kaum mehr möglich.
Napoleon I. gab das markante Bauwerk im Jahr 1806 in Auftrag, um die Siege der französischen Armee in der Schlacht bei Austerlitz (1805) zu feiern. Der Bau dauerte 30 Jahre.
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Empire State Building, New York, USA (1931)
Der Bau des Empire State Building in New York dauerte nur ein Jahr und 45 Tage. Dieses Foto aus dem Jahr 1931 zeigt die Konstruktion im Bauzustand. Das Wahrzeichen der New Yorker Skyline galt bis in die 1970er-Jahre als das höchste Gebäude der Welt, bevor ihm das World Trade Center den Rang ablief.
Heutzutage besuchen jedes Jahr mehr als vier Millionen Menschen die beiden Aussichtsplattformen im 86. und 102. Stock des Gebäudes, um den Blick auf den „Big Apple“ von hoch oben zu genießen.
Kölner Dom, Deutschland (1935)
Er ist nicht nur das Wahrzeichen Kölns, sondern auch UNESCO-Weltkulturerbe und weltweit als Meisterwerk gotischer Architektur bekannt: der Kölner Dom. Der Bau, der bereits im Jahr 1248 begann, zog sich über mehr als 600 Jahre hin, bis er 1880 vollendet wurde.
Obwohl Köln im Zweiten Weltkrieg schwer bombardiert wurde, blieb der Kölner Dom nahezu unversehrt. Diese Widerstandskraft hat seine symbolische Bedeutung noch verstärkt. Bis heute besuchen jedes Jahr Millionen von Touristen sowie Gläubigen das imposante Bauwerk und seine Aussichtsplattform, von der man einen einzigartigen Blick über die Dächer Kölns hat.
Golden Gate Bridge, San Francisco, USA (1937)
Seit dem Jahr 1937 überspannt die rostrote Golden Gate Bridge die gleichnamige Meerenge in Kalifornien. Damals war das architektonische Meisterstück die längste und höchste Hängebrücke der Welt.
Hier im Bild ist eine kleine Anzahl von Journalisten zu sehen, die die Brücke am 24. Mai 1937, wenige Tage vor der offiziellen Eröffnung, überqueren durften. Heute passieren durchschnittlich 110.000 Fahrzeuge pro Tag die berühmte Brücke.
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Big Ben, London, England (um 1940)
Dieses Bild zeigt den ikonischen Uhrenturm Big Ben während des Zweiten Weltkriegs: Vor dem Londoner Wahrzeichen und den benachbarten Houses of Parliament rollen Militärfahrzeuge und eine alte Straßenbahn über die Westminster Bridge. Im Hintergrund sind militärische Sperrballons am Himmel zu sehen, die eingesetzt wurden, um den Angriff durch feindliche Flugzeuge zu verhindern.
Der Bau des Uhrenturms begann 1843. Heute ist das 96 Meter hohe Gebäude eines der größten Wahrzeichen Londons und wird jährlich von rund 4,5 Millionen Menschen besucht.
Kolosseum, Rom, Italien (1944)
Das Kolosseum ist ein großes steinernes Amphitheater in Rom, das zwischen 70 und 72 n. Chr. erbaut wurde. Das Amphitheater diente als Veranstaltungsort für Gladiatorenkämpfe und andere Formen der öffentlichen Unterhaltung.
Rom wurde Mitte des 19. Jahrhunderts immer beliebter bei Touristen. Allerdings verzeichnete man ab den 1870er-Jahren einen Rückgang der Zahlen. Grund dafür waren politische Umwälzungen, die bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs anhielten. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1944 sieht die Stadt fast leer aus. Durch Filmhits wie „Ein Herz und eine Krone“ und „Das süße Leben“, beide in Rom in den 1950er-Jahren gedreht, blühte der Tourismus wieder auf.
Sagrada Família, Barcelona, Spanien (1940er-Jahre)
Die vom renommierten Architekten Antoni Gaudí entworfene Kathedrale Sagrada Família im Herzen Barcelonas ist eine architektonische Meisterleistung mit gigantischen Ausmaßen. Der Bau begann im Jahr 1882, doch bis zu Gaudís Tod im Jahr 1926 war nur ein Viertel der Kathedrale fertiggestellt. Die Bauarbeiten wurden aufgrund des spanischen Bürgerkriegs (1936-1939) eingestellt und erst in den 1950er-Jahren wieder aufgenommen.
Bis heute sind die Arbeiten nicht abgeschlossen: Das aktuelle Architektenteam rechnet mit einer Fertigstellung 2026. Auf diesem Foto ist die neoklassizistische Kathedrale in den 1940er-Jahren zu sehen.
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Grand Canyon, USA (1940er-Jahre)
Mit seinem riesigen Netz von Schluchten, die sich in den rostbraunen Felsen gefräst haben, ist der Grand Canyon einer der größten und prächtigsten der Welt. Das Gebiet feierte im Jahr 2019 sein hundertjähriges Bestehen als amerikanischer Nationalpark.
Die riesige Schlucht fällt an ihrer tiefsten Stelle auf etwa 1.829 Meter ab und ist gespickt mit malerischen Aussichtspunkten. Dazu zählen etwa der berühmte gläserne Skywalk am westlichen Rand und Mather Point im Süden. Auf dem Bild ist ein Paar zu sehen, das den Grand Canyon in den 1940er-Jahren besuchte.
Zillertalbahn, Tirol, Österreich (1952)
Die Zillertalbahn ist eine historische Schmalspurbahn in Tirol, die seit ihrer Eröffnung im Jahr 1902 auf der 32 Kilometer langen Strecke zwischen Jenbach und Mayrhofen fährt.
Doch die Zillertalbahn ist heute weit mehr als nur ein bequemes Verkehrsmittel – sie hat sich zu einer beliebten Touristenattraktion entwickelt. Neben dem regulären Fahrplan werden auch Sonderfahrten mit dem sogenannten Nostalgiezug angeboten, einer historischen Dampflok. So lässt sich die beeindruckende Alpenkulisse wie damals erleben.
Mount Everest, Himalaya, Nepal (1955)
Der Mount Everest fasziniert die Menschheit schon seit Jahrtausenden. Umso mehr verwundert es, dass der Gipfel des höchsten Bergs der Welt erst im Jahr 1953 erfolgreich von dem neuseeländischen Bergsteiger Edmund Hillary und dem nepalesischen Sherpa Tenzing Norgay erklommen wurde. Auf diesem Foto aus dem Jahr 1955 blickt ein Bergsteiger von einem der umliegenden Pfade zum Gipfel des Mount Everest.
In den vergangenen Jahren gab es jedoch einen Massenandrang von Bergsteigern, der unter anderem von Billigangeboten nepalesischer Trekkingunternehmen angeheizt wurde. Dadurch wuchsen die Sicherheitsbedenken für Expeditionsteilnehmer. Nicht zu Unrecht – mit 17 Todesfällen war die Saison 2023 die tödlichste seit Beginn der Aufzeichnungen.
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Machu Picchu, Peru (um 1955)
Die gut erhaltene Ruinenstadt Machu Picchu aus dem Inkareich, das im 15. und 16. Jahrhundert über das westliche Südamerika herrschte, liegt etwa 80 Kilometer nordwestlich von Cusco zwischen den Gipfeln des gleichnamigen Berges Machu Picchu und des Berges Huayna Picchu.
Nachdem der amerikanische Archäologe Hiram Bingham und sein Team im Jahr 1911 dort mit Ausgrabungen begonnen hatten, wurde die Stadt auch in der westlichen Welt bekannt. Das von Bingham veröffentlichte Buch „Die verlorene Stadt der Inkas“ lockte zahlreiche Touristen auf den Inka-Pfad.
Stonehenge, England (1956)
Es ist eines der berühmtesten prähistorischen Denkmäler der Welt: Stonehenge auf der Salisbury-Ebene in Südengland, errichtet vor etwa 5.000 Jahren in der Mittelsteinzeit. Die Sehenswürdigkeit besteht aus großen Sarsensteinen, die aus der Nähe stammen, sowie aus kleineren sogenannten „Blausteinen“, die aus den Preseli Hills in Wales stammen – rund 320 Kilometer entfernt von Stonehenge.
Im Jahr 1986 wurde das Denkmal von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt und damit auch zu einem beliebten Reiseziel. Auf dem Bild ist zu sehen, wie Druiden zur Sommersonnenwende 1956 eine Zeremonie im Morgengrauen durchführen, um den längsten Tag des Jahres zu feiern.
Christusstatue, Rio de Janeiro, Brasilien (1950er-Jahre)
Die 30 Meter hohe Christusstatue Cristo Redentor („Christus, der Erlöser“) steht auf dem Gipfel des Corcovado-Berges. Sie ist weltweit die größte Statue im Art-déco-Stil und ein nicht zu übersehendes Wahrzeichen der Skyline von Rio de Janeiro.
Allerdings ließ die Errichtung des Wahrzeichens mehr als 70 Jahre auf sich warten. Die Idee entstand schon Mitte der 1850er-Jahre, doch zum Baubeginn kam es erst im Jahr 1922.
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Matterhorn, Schweizer Alpen (1950er-Jahre)
Dieser wegen seiner dreieckigen Form bekannte Berg in den Schweizer Alpen liegt etwa zehn Kilometer südwestlich von Zermatt. Das Matterhorn erlangte weltweite Berühmtheit, als sein Gipfel am 14. Juli 1865 erstmals vom Briten Edward Whymper bestiegen wurde. Während des Abstiegs stürzten tragischerweise vier seiner Kameraden in den Tod.
Im Jahr 1871 veröffentlichte Whymper „Matterhorn: Der lange Weg auf den Gipfel“, ein Buch über seine dramatischen Erlebnisse beim Besteigen des Berges. Das Werk wurde zu einem weltweiten Bestseller, was zur Folge hatte, dass massenweise Touristen zum Matterhorn strömten. Dieses Foto zeigt Urlauber auf einem Aussichtspunkt auf der italienischen Seite des Berges in den 1950er-Jahren.
Taj Mahal, Indien (1960)
Das Taj Mahal wurde im Jahr 1632 vom Großmogul Shah Jahan als Grabmal für seine Frau in Auftrag gegeben. Das beeindruckende Gebäude am rechten Ufer des Flusses Yamuna im indischen Agra vereint indische, persische und islamische Einflüsse in seiner Architektur.
Das Mausoleum ist eine der beliebtesten Touristenattraktionen Indiens, die jährlich von bis zu acht Millionen Menschen besucht wird. Dieses Foto aus dem Jahr 1960 zeigt die Anlage, als sie noch weitaus weniger überlaufen war.
Schiefer Turm von Pisa, Italien (1960er-Jahre)
Der Schiefe Turm von Pisa in der Toskana ist weltberühmt – doch nur wenige wissen, dass er sich jedes Jahr um wenige Zentimeter aufrichtet. Dank Restaurierungsarbeiten am Fundament in den 1990er-Jahren wird seine Neigung seither ganz langsam verringert.
Auf diesem Foto aus den 1960er-Jahren führen Forscher des Instituts für Geodäsie und Topograpfie der Universität Pisa eine jährliche Messung durch, um die Neigung des Turms zu überprüfen.
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Opernhaus von Sydney, Australien (1973)
Das Opernhaus ist seit seiner Eröffnung im Jahr 1973 ein Kultgebäude im Hafengebiet von Sydney. Im Laufe der Jahre traten auf seiner Bühne zahlreiche Weltstars auf.
Das Gebäude wurde vom dänischen Architekten Jørn Utzon entworfen. Aber Utzon gab die Baustelle nach der Hälfte der Bauzeit aufgrund widriger Umstände auf. In den Konflikt zwischen dem Architekten und dem Bauherrn war auch der damalige Minister für öffentliche Arbeiten, Davis Hughes, involviert. Das Opernhaus Sydney wurde am 20. Oktober 1973 von Königin Elizabeth II. offiziell eröffnet – hier sehen Sie das Gebäude bei seinem Debüt.
Chinesische Mauer, China (1970er-Jahre)
Schon dieses Bild aus den 1970er-Jahren zeigt, dass Menschenmengen auf der Chinesischen Mauer kein neues Phänomen sind. Das Wahrzeichen mit einer offiziellen Länge von 21.196 Kilometern wurde überwiegend während der Ming-Dynastie (1368–1644) errichtet.
2019 wurde für den beliebtesten Abschnitt, Badaling, eine Obergrenze von 65.000 Besuchern pro Tag eingeführt, um eine Überfüllung zu verhindern. Insgesamt wird die Chinesische Mauer im Durchschnitt von mehr als zehn Millionen Besuchern pro Jahr besucht.
Louvre-Pyramide, Paris, Frankreich (1987)
Das Louvre-Museum in Paris wurde ursprünglich im Jahr 1190 als Festung erbaut, bevor diese im 17. Jahrhundert als Palast rekonstruiert wurde.
Im Jahr 1793 wurde das Gebäude als Museum eröffnet. Nach nur drei Jahren musste es wegen baulicher Probleme schließen, bevor es Kaiser Napoleon als Musée Napoléon im Jahr 1801 wiedereröffnete. Die Umbenennung in „Louvre“ erfolgte im Jahr 1815. Dieses Foto aus dem Jahr 1987 zeigt die im Bau befindliche Glaspyramide, die 1989 fertiggestellt wurde und sich schnell zu einem Symbol des Museums entwickelte.
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Disneyland Paris, Frankreich (1992)
Das Disneyland Paris wurde früher Euro Disney genannt und öffnete seine Türen am 12. April 1992. Auf diesem Bild ist der Freizeitpark bei der Pressevorführung einen Tag vor der offiziellen Eröffnung zu sehen.
Die Attraktion in der französischen Hauptstadt hatte in den ersten Jahren mit Verlusten zu kämpfen und konnte nicht so viele Besucher anlocken wie seine amerikanischen Pendants. Den Umbruch läuteten Werbekampagnen Anfang der 2000er-Jahre ein, dank derer Disneyland Paris bis 2005 zum beliebtesten Touristenziel in Europa wurde und sogar mehr Eintrittskarten verkaufte, als der Louvre und der Eiffelturm.
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