Auf diesen 25 Fotos sehen Sie die Geburtsstunde der Archäologie
Archivbilder früher Ausgrabungen
Vieles, was wir heute über die Antike und noch weiter zurückliegende Zeiten wissen, lag jahrhundertelang unter der Erde verborgen. Die Geheimnisse der alten Griechen und Römer und anderer vergangener Hochkulturen wie den Maya und Inka wurden erst mit einer Reihe systematischer Ausgrabungen im 19. und frühen 20. Jahrhundert enthüllt.
Klicken Sie sich hier durch unsere ausgewählten Archivfotos und tauchen Sie ein in die spektakuläre Schwarz-Weiß-Welt früher archäologischer Ausgrabungen …
Adaptiert von Barbara Geier
1853: Pompeji
Die römische Stadt in der Nähe des heutigen Neapel war einer der ersten Orte, an denen die moderne Archäologie, wie wir sie heute kennen, in Aktion trat.
Nach dem Ausbruch des Vesuv im Jahr 79 n. Chr. lag die Stadt für Jahrhunderte konserviert unter einer dicken Schicht Vulkanasche. Erst mehr als 1.500 Jahre später stieß der italienische Architekt Domenico Fontana bei Bauarbeiten Ende des 16. Jahrhunderts zufällig auf die Stätte. Die ersten Ausgrabungen starteten allerdings erst 1748 und wurden in der gesamten westlichen Welt mit großem Interesse aufgenommen.
Diese Aufnahme entstand 1853, als der französische Fotograf Firmin-Eugene Le Dien den Ausgrabungsort besuchte.
1870er-Jahre: Pompeji
Mehr als hundert Jahre nach dem Start der frühen Ausgrabungen begann die Phase der wissenschaftlichen Erforschung Pompejis.
Der italienische Archäologe Giuseppe Fiorelli, der 1860 zum Leiter der Ausgrabungen in Pompeji ernannt worden war, entwickelte die damals revolutionäre Methode, Gipsabgüsse der Toten anzufertigen. Dabei wurden Hohlräume, die von den schon lange verwesten Körpern der Opfer im erhärteten Gestein hinterlassen worden waren, mit Gips ausgefüllt. Im getrockneten Zustand verwandelte sich dies in faszinierende Nachbildungen: Menschen, die sich im Angesicht des Todes umarmten, oder zusammengekauerte Familien, die vergeblich vor der heißen Lawine aus Gasen, Asche, Gestein und Lavafragmenten Schutz suchten.
Fiorelli legte sogar Brote frei, die an jenem schicksalhaften Morgen im Backprozess waren – und erst 1.800 Jahre später aus dem Ofen kamen. Unser Bild, das um das Jahr 1875 aufgenommen wurde, zeigt das Haus des Bäckers.
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1881: Pompeji
Nachdem die früheren Ausgrabungen im 18. Jahrhundert bereits einige Straßen und Villen Pompejis sowie Sehenswürdigkeiten wie das Forum und das Amphitheater freigelegt hatten, führte Fiorelli eine neue Systematik ein, um die unter der Asche begrabenen Artefakte auszugraben, zu katalogisieren und zu konservieren.
Nach diesem Ansatz wurde jeder Sektor genau kartiert und jede Ablagerungsschicht durchsucht – ein Prozess, der auf diesem Bild aus dem Jahr 1881 zu sehen ist.
1929: Herculaneum
Pompeji war nicht der einzige Ort, der unter der Asche begraben wurde. Auch die nahe gelegene Stadt Herculaneum wurde 79 n. Chr. beim Vesuv-Ausbruch verschüttet.
Ein Arbeiter, der einen Brunnen baute, entdeckte sie 1709, als er beim Bohren auf feinen italienischen Marmor stieß. Die Entdeckungen im bekannteren Pompeji waren zu dem Zeitpunkt für die Öffentlichkeit allerdings interessanter und stahlen Herculaneum die Show.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurden dann in der Stadt Resina (heute: Ercolano), die im Mittelalter auf den Ruinen von Herculaneum errichtet worden war, Slums geräumt. Das führte in den 1920er- und 1930er-Jahren zu einer weiteren Welle von Ausgrabungen unter der Leitung des Archäologen Amedeo Maiuri.
1860er-Jahre: Angkor
Kambodschas berühmteste Sehenswürdigkeit liegt nahe der Stadt Siem Reap und war einst eine blühende Region mit (geschätzt) rund 750.000 Einwohnern. Angkor war vom 9. bis zum 15. Jahrhundert das Zentrum des historischen Khmer-Reiches und auf dem riesigen Gelände von 400 Quadratkilometern wurden von den aufeinanderfolgenden Khmer-Herrschern mehr als 1.000 Tempel und Heiligtümer erbaut.
Warum der Ort verlassen wurde, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Eine Theorie besagt, dass eine Periode von langanhaltenden Dürren und anschließender extremer Regenfälle im 14. und 15. Jahrhundert das komplexe Wassermanagementsystem der Stadt überfordert habe. In Vergessenheit geriet der Ort nie – die lokale Bevölkerung nutzte die Tempelanlagen weiter. Aus westlicher Sicht „entdeckt“ wurde Angkor im Jahr 1860, als der französische Naturforscher Henri Mouhot die Tempelanlagen durch seine Reiseberichte bekannt machte.
Im Bild ist Angkor Wat, die heute bekannteste Tempelanlage, mit ihren charakteristischen, nach Lotusblüten geformten Türmen zu sehen.
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1860er-Jahre: Angkor
Als die westliche Welt in den 1860er-Jahren auf Angkor aufmerksam wurde, waren die Bauten nach vier Jahrhunderten vom Dschungel erobert worden und überwuchert. Die imposante Größe und kunstvollen Steinschnitzereien waren dennoch zu erkennen und die Ruinen gelten heute als die beeindruckendsten Beispiele der Khmer-Architektur. Zu den Highlights zählen kunstvolle Reliefs (Bild) in Tempeln, von denen einige noch Farbreste aufweisen und Szenen aus hinduistischen Texten darstellen.
Die Tempel von Angkor waren zunächst hinduistischen Gottheiten wie Vishnu und Shiva geweiht. Nachdem ab dem 12. Jahrhundert der Buddhismus Einzug gehalten hatte, entstanden bedeutende buddhistische Tempel und viele ältere Heiligtümer wurden buddhistisch umgedeutet.
1870er-Jahre: Troja
Die Geschichte von Troja wurde in Homers Epos „Ilias“ verewigt und seitdem unzählige Male neu erzählt. In dem Epos geht es um die Belagerung der Stadt durch den griechischen König Agamemnon, nachdem der trojanische Prinz Paris die Schwägerin des Königs entführt hatte – die sprichwörtliche „schöne Helena“.
Dieser Mythos wurde in der Geschichte über die Jahrhunderte von einer Generation zur nächsten getragen. Erst 1870 gelang es aber dem deutschen Kaufmann Heinrich Schliemann, eine Stätte im heutigen Nordwesten der Türkei als Troja zu identifizieren und zu beweisen, dass die Stadt tatsächlich existiert hat. Schliemann hatte 1864 das Geschäftsleben hinter sich gelassen und als „Schatzsucher“ neu durchgestartet.
1870er-Jahre: Troja
Die in der „Ilias“ beschrieben mythischen Ereignisse waren nur ein Bruchteil der Geschichte Trojas. Die Ausgrabungen ergaben, dass der Ort an den Dardanellen seit den frühesten Tagen der Bronzezeit – um 3000 v. Chr. – besiedelt war. Die Schichten aus jeder Phase der Stadtentwicklung wurden mit Troja I bis Troja IX bezeichnet.
Schliemann fand auch eine große Anzahl von Gold- und Silbergegenständen, die er nach dem mythischen trojanischen König als „Schatz des Priamos“ benannte. Nach heutigem Forschungsstand ist dies allerdings irreführend, denn die Objekte wurden archäologisch etwa 1.000 Jahre früher datiert als das mythische Troja der „Ilias“.
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1900: Knossos
Der Palast von Knossos im Norden Kretas ist das bedeutendste Zeugnis der minoischen Kultur, eine der frühesten Hochkulturen Europas. Seine Entdeckung wird oft dem britischen Archäologen Arthur Evans zugeschrieben. Dieses Archivbild zeigt Teile des Palastes, der auf 2000 v. Chr. zurückgeht, kurz nach den Ausgrabungen im Jahr 1900.
Es war jedoch der einheimische Geschäftsmann Minos Kalokairinos, der bereits 1878 auf der Suche nach dem Labyrinth des mythischen Minotaurus auf die ersten Spuren dieses bronzezeitlichen Bauwerks stieß.
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1900: Knossos
Kalokairinos’ Rolle wird heute in Geschichtsbüchern zwar gewürdigt und am Eingang der Stätte wird er durch eine Büste geehrt. Doch die Entdeckung des Palasts des mythischen Königs Minos bleibt untrennbar mit Evans verbunden, der damals Direktor des Ashmolean Museum in Oxford war.
Der britische Archäologe, der inspiriert von Schliemanns Entdeckungen 1894 nach Griechenland gereist war, kam zu einer politischen instabilen Zeit nach Kreta: Die Insel stand damals unter osmanisch-türkischer Herrschaft und zum Ende des Jahrhunderts kam es zu offenen Konflikten mit griechisch‑orthodoxen Rebellen. Da jegliche freigelegte Artefakte von den osmanischen Behörden hätten beschlagnahmt werden können, startete Evans seine Ausgrabungen erst, nachdem die Osmanen 1898 abgezogen waren.
1849: Gizeh
Wie hat die berühmte Große Sphinx von Gizeh ihre Nase verloren? Laut einem beliebten Gerücht waren es Soldaten von Napoleon Bonaparte, die bei Artillerieübungen die Nase zerstört haben. Kupferstiche, die vor dem französischen Ägyptenfeldzug im Jahr 1798 entstanden sind, widerlegen diese Geschichte allerdings, denn sie zeigen eine bereits nasenlose Sphinx. Hier im Bild ist sie 1849 zu sehen, als sie noch zum Teil unter Sand begraben lag.
Abgesehen von der berühmten Sphinx ist die archäologische Stätte von Gizeh für ihre drei großen Pyramiden bekannt. Daneben gibt es auf dem Gizeh-Plateau südwestlich der Stadt Gizeh auch zahlreiche weitere Gräber, Tempel und andere Strukturen, die die Bedeutung der Stätte verdeutlichen.
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1850er-Jahre: Gizeh
Im Gegensatz zu vielen anderen Funden auf dieser Liste waren die Pyramiden von Gizeh nie unter Sand begraben und vergessen. Sie stehen seit mehr als 4.500 Jahren stolz und sichtbar am Ufer des Nils.
Der Ort war dennoch im Zentrum der archäologischen „Welle“ des 19. Jahrhunderts, als er von angehenden (und auch selbsternannten) Ägyptologen erforscht wurde. Zu ihnen gehörte der britische Abgeordnete Howard Vyse, der im Jahr 1837 Graffiti entdeckte, die in den Stein der Großen Pyramide geritzt waren und die er mit dem Pharao Cheops in Verbindung brachte. Dafür hatte er sich allerdings gewaltsam mit Dynamit Zugang verschafft und dabei irreparable Schäden verursacht.
Dieses Foto zeigt die Pyramiden in den 1850er-Jahren.
1850er-Jahre: Gizeh
Von 1842 bis 1845 führte der deutsche Archäologe und Ägyptologe Karl Richard Lepsius im Auftrag des Königs von Preußen eine wissenschaftliche Expedition nach Ägypten und Äthiopien durch. Das Team aus Architekten, Gipsformern, Zeichnern und Malern produzierte Gemälde und Abgüsse von Inschriften, die gemeinsam mit den wissenschaftlichen Forschungsergebnissen in ein monumentales zwölfbändiges Werk namens „Denkmäler aus Aegypten und Aethiopien“ einflossen, aus dem die hier zu sehende Skizze stammt.
Im Laufe des Jahrhunderts folgten weitere westliche Gelehrte, darunter der britische Ägyptologe Flinders Petrie, dessen akkurate Vermessung der Pyramiden in den 1880er-Jahren noch ein Jahrhundert später verwendet wurden.
Um 1900: Gizeh
Der britische Reiseunternehmer Thomas Cook und Erfinder moderner Pauschalreisen machte sich die Archäologie-Begeisterung der Zeit zunutze und organisierte ab 1869 geführte Touren nach Ägypten und Palästina.
Die hier zu sehenden Reisenden waren keineswegs die ersten, die die Wunder der Antike bestaunten, aber sie beförderten einen Reisetrend, der bis heute anhält.
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1850er-Jahre: Tal der Könige
Während die frühen Pharaonen hoch aufragende Pyramiden als ihre persönlichen Grabkammern bauten, bevorzugten die Herrscher der als Neues Reich bekannten Epoche ab dem 16. Jahrhundert v. Chr. unterirdische Gräber.
Die Gräber im Tal der Könige, das Teil der antiken Stadt Theben ist, waren schon in der Antike kein Geheimnis, und die meisten von ihnen wurden noch vor dem Ende der Pharaonenzeit 30 v. Chr. mit der Annexion Ägyptens durch das Römische Reich geplündert.
Dieses Foto zeigt das Tal in den 1850er-Jahren – Jahrzehnte, bevor es dort zu einer spektakulären Entdeckung kam …
1922: Grab des Tutanchamun
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts glaubten viele, dass es im Tal der Könige keine weiteren Schätze zu bergen gäbe. Der britische Ägyptologe Howard Carter (rechts im Bild) war allerdings anderer Meinung. Mit finanzieller Hilfe des Aristokraten George Herbert (links im Bild) – oder Lord Carnarvon – machte er sich an neue Grabungen.
Erste Versuche wurden durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs unterbrochen. Aber das Team ließ sich nicht aufhalten, kehrte 1917 zurück und die darauf folgenden Entdeckungen änderten die Ägyptologie grundlegend.
1922: Grab des Tutanchamun
Zu dem Meilenstein der Archäologie wäre es fast nicht gekommen, denn nach fünf erfolglosen Jahren wollte der adlige Finanzier die Aktion abbrechen. Carter konnte Carnarvon allerdings überreden, es weiter zu versuchen.
Am 4. November 1922 traf Carter an der Ausgrabungsstätte ein und sah, dass lokale Arbeiter eine versunkene Treppe freigelegt hatten, die zu einer mit einem intakten königlichen Siegel versehenen Tür führte.
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1922: Grab des Tutanchamun
Nachdem der Archäologe brav auf seinen Gönner gewartet hatte, machten Carter und Carnarvon offiziell gemeinsam den bedeutendsten Fund der Ägyptologie.
In den Kammern waren mehr als 5.000 Artefakte gelagert, darunter die Räder eines goldenen Streitwagens, ein vergoldeter Thron, feine Alabastervasen, aus massivem Ebenholz geschnitzten Statuen und vieles mehr. Erst nach fast einem Jahrzehnt waren alle Fundstücke katalogisiert.
1924: Grab des Tutanchamun
Es dauerte Tage, manchmal Wochen, um die einzelnen empfindlichen Objekte aus dem Grab zu bergen. Am aufwendigsten war aber die Konservierung des Pharao-Sarkophags, der im Zentrum einer reich verzierten Grabkammer stand.
Erst im Februar 1924 hob Carter vor einem gespannten Publikum aus VIPs den schweren Deckel – und fand eine Reihe kleinerer Särge, die zu einem 110 Kilogramm schweren Hauptsarg aus massivem Gold und der goldenen Totenmaske führten. Diese Maske Tutanchamuns zählt heute zu den bedeutendsten Kunstschätzen des alten Ägyptens.
1874: Petra
Jordaniens berühmtestes Wahrzeichen war in der westlichen Welt unbekannt, bis der 27-jährige Schweizer Forscher Johann Ludwig Burckhardt am 22. August 1812 während einer Reise zufällig auf Petra stieß. Aber auch hier gilt: Für die Einheimischen war diese im 3. Jahrhundert v. Chr. gebaute antike Hauptstadt des Volks der Nabatäer keine Neuentdeckung, sondern gehörte zum Alltag.
Petra ist heute vor allem für seine monumentalen Grabtempel bekannt, deren Fassaden direkt aus dem Fels gemeißelt wurden. Einer davon, Khazne al-Firaun, ist hier in einer Aufnahme von 1874 zu sehen.
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1874: Petra
Die jordanischen Felsruinen, die sich deutlich von denen in Italien, Griechenland oder Ägypten unterscheiden, beflügelte Ende des 19. Jahrhunderts die Fantasie vieler Menschen. Zahlreiche Forscher besuchten und dokumentierten die Stätte.
Archäologische Untersuchungen begannen erst um die Jahrhundertwende und die früheste wissenschaftliche Expedition veröffentlichte ihre Ergebnisse 1907. Selbst heute sind nur etwa 15 Prozent der Stadt freigelegt.
1911: Machu Picchu
Als die Inka-Stadt Machu Picchu im 15. Jahrhundert erbaut wurde, konnten ihre Bewohner nicht ahnen, dass der riesige Komplex aus Tempeln und Palästen nur etwas mehr als ein Jahrhundert später bereits verlassen inmitten des Dschungels liegen würde.
Entdeckt wurde die Stätte erst wieder 1902 von dem peruanischen Landwirt Agustín Lizárraga. Er war von seinem Fund so begeistert, dass er seinen Namen und das Datum in diesen hier in einer Aufnahme von 1911 zu sehenden Tempel einritzte.
1912: Machu Picchu
Es ist allerdings nicht Lizárraga, sondern Hiram Bingham, dessen Name häufiger mit der „Entdeckung“ von Machu Picchu in Verbindung gebracht wird. Der Yale-Professor und Forschungsreisende soll angeblich die Inspiration für den Indiana-Jones-Charakter gewesen sein. Im Jahr 1911 war er auf der Suche nach zwei anderen Inka-Städten mit einer Yale-Expedition im Dschungel unterwegs, als er auf einen weitaus spannenderen Ort stieß, der heute zu Perus größten Sehenswürdigkeiten gehört.
Unser Bild zeigt Bingham im Jahr 1912, als er begann, die überwucherte Stadt freizulegen.
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1912: Machu Picchu
Die Weltöffentlichkeit war von der „verlorenen Stadt“ fasziniert und 1913 widmete das amerikanische Magazin „National Geographic“ der Stätte eine ganze Ausgabe.
Bingham und sein Team legten derweil ein Netz architektonisch komplexer Gebäude mit präzise behauenen Steinen frei, die Erdbeben standhalten konnten. Auch Häuser, Terrassenfelder für den Anbau von Nutzpflanzen und eine Reihe von Höhlenfriedhöfen wurden gefunden.
1912: Machu Picchu
Innerhalb eines Jahres nach seiner „Entdeckung“ leitete Bingham ein Team von Archäologen auf einer weiteren Expedition, die von der Yale-Universität und der National Geographic Society gesponsert wurde.
Das Projekt war zwar wichtig für die Freilegung der Stätte und die Katalogisierung der wichtigsten Artefakte, die Gruppe nahm aber auch Tausende wertvoller Objekte – darunter menschliche Überreste – für Untersuchungen mit nach Yale. Erst 2012 wurden diese alle wieder zurückgegeben.
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