Wo Europas schönste Orte noch unentdeckt geblieben sind
Europäische Länder, die eine Reise wert sind
Wenn wir an Urlaub in Europa denken, kommen uns vielleicht nicht gleich Länder wie Belgien, Bosnien und Herzegowina oder Estland in den Sinn – doch das sollte sich ändern! Europa bietet so vielfältige Reiseziele und manche Länder verdienen definitiv mehr Aufmerksamkeit.
Welche 15 unterschätzten europäischen Länder eine Reise wert sind, verraten wir Ihnen hier in unserem (subjektiven) Ranking.
Adaptiert von Sophie Weissensteiner
15. Andorra
Mit einer Bevölkerung von nur rund 80.000 Menschen ist Andorra eines der kleinsten Länder Europas. Aufgrund seiner Lage in den Pyrenäen zwischen Frankreich und Spanien wird es meist als Winterdestination wahrgenommen. Abgesehen von seinen 300 Kilometern Skipisten bietet Andorra aber nicht nur Wintersport-Fans den perfekten Urlaub. Das kleine Fürstentum hat einen ganz eigenen Charme: Malerische Bergdörfer, uralte Steinkirchen und mittelalterliche Denkmäler prägen die Landschaft.
Andorra la Vella ist die höchstgelegene Hauptstadt in Europa und beeindruckt mit spektakulärem Ausblick auf die umliegenden Hügel und Täler. In der Altstadt mit ihren Pflastersteinstraßen, dem Barri Antic, befindet sich die Casa de la Vall (siehe Bild) – ein imposantes Steingebäude aus dem 16. Jahrhundert, das einst als Parlament diente.
15. Andorra
Abseits der Hauptstadt fasziniert Andorra mit seiner rauen Natur und charmanten mittelalterlichen Dörfern wie Encamp, Pal und La Cortinada. Egal ob Sommer oder Winter – das Land vereint Pflastersteingassen und romanische Kirchen mit spektakulären Panoramablicken über die Pyrenäen.
In den wärmeren Monaten laden zahlreiche Wanderwege dazu ein, die Region und seine Natur kennenzulernen. Eine der schönsten Routen führt zu den Estanys de Tristaina (siehe Bild), drei Bergseen auf einer Höhe von bis zu 2.330 Metern.
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14. Luxemburg
Trotz seiner idealen Lage zwischen Belgien, Frankreich und Deutschland wird das Großherzogtum Luxemburg (670.000 Einwohner) oft übersehen. Es mag klein sein, verfügt aber über eine spannende Geschichte und abwechslungsreiche Landschaft mit imposanten Burgen auf schroffen Felsen genau wie dichten Wäldern und idyllischen Weinbergen.
Die Hauptstadt Luxemburg ist der perfekte Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise. Sie erstreckt sich über zwei Ebenen, wodurch sich fantastische Ausblicke vom Stadtzentrum auf die mittelalterliche Unterstadt (siehe Bild) bieten. Dieses als „Grund“ bekannte Viertel liegt wie ein Märchendorf im Tal des Flusses Alzette.
14. Luxemburg
Nur eine kurze Autofahrt entfernt, aber landschaftlich völlig anders, liegt die Region Müllerthal (siehe Bild), die auch als „Kleine Luxemburger Schweiz“ bekannt ist. Das Paradies für Wanderer und Naturliebhaber begeistert mit einer hügeligen Landschaft, beeindruckenden Sandsteinformationen, uralten Farnwäldern und Wasserfällen.
Weiter nördlich thront Schloss Vianden, eine der größten Burgen westlich des Rheins. Hoch über der gleichnamigen Stadt gelegen, bietet sie atemberaubende Ausblicke auf die umliegenden Wälder und ist laut dem US-Sender CNN eine der schönsten Burgen der Welt.
13. Slowakei
Die Slowakei im Osten Mitteleuropas wird oft vom benachbarten Tschechien in den Schatten gestellt. Zu Unrecht, denn das Land mit rund fünf Millionen Einwohnern hat einen einzigartigen Charakter und bietet eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Von märchenhaften Burgen und gepflasterten Altstädten bis hin zu majestätischen Gebirgszügen, spektakulären Wanderwegen und historischen Weinregionen – hier kommt jeder auf seine Kosten.
Bratislava (siehe Bild), unweit der Grenzen zu Österreich und Ungarn, ist das Zentrum des Landes. Die Hauptstadt vereint kulturelles Erbe und beeindruckende Architektur mit einem lebendigen Nachtleben und einer angesagten Clubszene.
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13. Slowakei
Naturliebende sollten unbedingt eine Reise in die Hohe Tatra planen – ein Muss für alle Wander- und Kletterbegeisterten sowie Wintersportler. Ebenso faszinierend ist der Nationalpark Slowakisches Paradies (Slovenský raj) mit seinen dichten Wäldern, Flüssen und einer der größten Eishöhlen Europas.
Ein Highlight ist bestimmt auch Banská Štiavnica (siehe Bild), eine der schönsten mittelalterlichen Städte Mitteleuropas. Als älteste Siedlung für Gold- und Silberbergbau der Slowakei bietet sie nicht nur eine traumhafte Lage inmitten der Štiavnica-Berge, sondern auch eine bewegte Geschichte, die ihr den Status des UNESCO-Weltkulturerbes eingebracht hat.
12. Albanien
Mit seiner beeindruckenden Berglandschaft, Traumstränden, türkisblauem Meer und einzigartigen Kultur kann Albanien definitiv mit anderen Mittelmeer-Hotspots mithalten.
Bis ins 19. Jahrhundert war das Land über 400 Jahre lang unter osmanischer Herrschaft und weitgehend vom Westen abgeschnitten. Diese Vergangenheit spiegelt sich besonders eindrucksvoll in Gjirokastra wider, einer UNESCO-Weltkulturerbestadt mit dem Beinamen „Stadt der tausend Stufen“ (siehe Bild). Hunderte gut erhaltene osmanische Häuser prägen das Stadtbild. Auch die Altstadt von Korça mit ihrem historischen Bazar versetzt Besucher in vergangene Zeiten.
12. Albanien
Wer sich nach einem Strandurlaub sehnt, trifft mit Dhërmi (siehe Bild) genau die richtige Wahl. Dort warten idyllische Strände mit kristallklarem, türkisfarbenem Wasser, angesagten Strandbars und einem unglaublichen Ausblick auf die umliegenden Ceraunischen Berge.
Für aktive Reisende bieten die albanischen Alpen perfekte Wandermöglichkeiten. Eine der schönsten Routen ist die Strecke von Theth nach Valbona – eine 17 Kilometer lange Wanderung, die zwei malerische Bergdörfer miteinander verbindet. Sechs bis acht Stunden dauert die Tour, doch die spektakulären Ausblicke sind jede Anstrengung wert.
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11. Moldawien
Zwischen Rumänien und der Ukraine gehört Moldawien (2,5 Millionen Einwohner) zu den am wenigsten besuchten Ländern Europas. Dabei beeindruckt es mit unberührter Natur, historischen Sehenswürdigkeiten und einer traditionsreichen Weinbaukultur.
Nicht unerwähnt bleiben darf der archäologische Fundort Orheiul Vechi (siehe Bild). Die große Anlage ist vor allem für ihr Höhlenkloster bekannt und beherbergt zahlreiche Ruinen, die über 2.000 Jahre zurückreichen – bis in die Zeit der Daker. Zudem finden sich hier Spuren der mongolischen und tatarischen Invasionen des Mittelalters.
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11. Moldawien
Abgesehen von Weinexperten wissen viele nicht, dass Moldawien eine jahrtausendealte Weintradition pflegt. Obwohl es eines der kleinsten Weinbauländer der Welt ist, denkt es dennoch in großen Dimensionen: Das Weingut Milestii Mici hält mit rund 1,5 Millionen Flaschen in seinen unterirdischen Kellern den Guinness-Weltrekord für die größte Weinsammlung der Welt.
Nicht weniger beeindruckend ist der zweitgrößte Weinkeller der Welt in Cricova (siehe Bild). Rund 1,3 Millionen Flaschen lagern in einem gigantischen Komplex aus Kalksteintunneln, der sich über 121 Kilometer erstreckt und 79 Meter unter der Erde liegt. Beide Orte sind ein Paradies für alle, die Wein lieben.
10. Polen
Polen besticht nicht nur durch seine beeindruckende Natur, sondern auch durch großartige Städte, die gleichermaßen historisch und modern sind.
Warschau gehört zu den dynamischsten Hauptstädten Europas. Die Altstadt wurde nach ihrer Zerstörung durch die Nazis während des Warschauer Aufstands 1944 aufwendig und weitgehend originalgetreu wiederaufgebaut. Die im Bild zu sehende zweitgrößte Stadt des Landes, Krakau, begeistert mit vielen Sehenswürdigkeiten, darunter dem größten mittelalterlichen Marktplatz Europas und einem lebhaften Nachtleben mit vielen coolen Bars.
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10. Polen
Naturbegeisterte kommen in Polen auch nicht zu kurz. Das Land bietet alles – von goldenen Sandstränden an der Ostsee über schneebedeckte Gipfel und unzähligen Seen bis hin zu 23 Nationalparks.
Besonders sehenswert ist der Białowieża-Nationalpark (siehe Bild), der als letzter Tiefland-Urwald Europas gilt. Wer hier spazieren geht, hat gute Chancen, eines der rund 800 Europäischen Bisons zu sehen. Das größte Landsäugetier Europas ist Polens Nationalsymbol.
9. Liechtenstein
Mit weniger als 40.000 Einwohnern zählt Liechtenstein zu den kleinsten Ländern Europas und als Reiseziel wird es oft übersehen. Doch das Fürstentum zwischen der Schweiz und Österreich mit dem Rhein an seiner Westgrenze hält eine Mischung aus märchenhaften, mittelalterlichen Dörfern und einer spektakulären Alpenkulisse bereit.
Die Hauptstadt Vaduz (siehe Bild) beeindruckt mit ihrem historischen Stadtkern und einer traumhaften Berglandschaft. Über der Stadt thront das imposante Schloss Vaduz, der Wohnsitz des liechtensteinischen Fürsten. Zwar ist das Schloss für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, doch am 15. August, dem Nationalfeiertag, erhalten Besucher und Besucherinnen einen seltenen Einblick in die Schlossanlagen.
9. Liechtenstein
Außerhalb der Hauptstadt gibt es auch einiges zu sehen. Die alpinen Orte, wie Malbun, locken mit schönem Blick auf die Berge, besonderen Wanderwegen und Skigebieten im Winter. Triesenberg hingegen, mit seinen Holzhäusern und der markanten Zwiebelturm-Kirche, ist eine der wenigen übriggebliebenen Walsersiedlungen, wo mit dem Walserdeutsch sogar ein eigener Dialekt gesprochen wird.
Liechtenstein ist zudem das kleinste Weinbauland der Welt, in dem schon seit fast 2.000 Jahren Reben gedeihen – dank sonniger Hänge, kalkhaltiger Böden und warmer Winde. Nach einem Spaziergang durch die historischen Weinberge rund um Vaduz, vorbei am berühmten Roten Haus (siehe Bild), lässt sich der Tag mit einem Glas Chardonnay oder Pinot Noir aus der Region gut ausklingen.
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8. Nordmazedonien
Als ein Land, das sowohl vom Balkan als auch vom Mittelmeerraum geprägt ist, verspricht Nordmazedonien viele neue Eindrücke. Vor dem Hintergrund seiner bewegten Geschichte sind byzantinische, osmanische, römische und griechische Einflüsse sichtbar. In der Hauptstadt Skopje lassen sich zahlreiche byzantinische und osmanische Bauwerke im charmanten, hügeligen Čaršija-Viertel entdecken, das über die Steinbrücke Kameni Most aus dem 15. Jahrhundert erreichbar ist.
Die deutlich modernere Art Bridge (siehe Bild) wurde 2014 im Rahmen einer umstrittenen Umgestaltung der Stadt errichtet. Im Zuge dieses Projekts entstanden auch neue Museen, Regierungsgebäude und ein umgebautes Nationaltheater. Die Brücke selbst ist mit 29 Statuen bedeutender mazedonischer Persönlichkeiten aus Musik, Literatur und bildender Kunst geschmückt.
8. Nordmazedonien
Klöster, Moscheen und jahrhundertealte Märkte zählen zu den Sehenswürdigkeiten, die Nordmazedonien zu bieten hat. Die Bunte Moschee von Tetovo (siehe Bild) ist besonders beeindruckend. Sie wurde ursprünglich im 15. Jahrhundert errichtet und zwei Jahrhunderte später durch ein verheerendes Feuer zerstört, das auch weite Teile der Stadt verwüstete.
Die heutige Moschee stammt aus dem 19. Jahrhundert. Ihre Fassade ist mit kunstvollen rechteckigen Fresken geschmückt, während das Innere mit geometrischen und arabesken Ornamenten in knalligen Farben verziert ist.
7. Belgien
Belgien wird oft zu Unrecht unterschätzt. Das kleine Land ist eine der spannendsten und vielseitigsten Destinationen in Europa. Es vereint eine kulturelle Vielfalt mit bewegter Geschichte und abwechslungsreicher Landschaft – von den historischen Schlachtfeldern Flanderns bis zu den dichten Wäldern und lieblichen Hügeln der Ardennen.
Zudem gibt es zahlreiche malerische Städte mit jeder Menge Charakter und einzigartigen Traditionen. Ein absolutes Muss ist Gent (im Bild) mit seiner entspannten Atmosphäre, den historischen Häusern und tollen Museen.
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7. Belgien
Als Hauptstadt Europas ist Brüssel eine lebendige Großstadt – mit faszinierender Architektur und aufregendem Nachtleben inklusive. Doch auch das nahegelegene Antwerpen steht ihr in nichts nach, nicht zuletzt wegen der spektakulären Sammlungen des frisch restaurierten Königlichen Museums der Schönen Künste (KMSKA).
Schöne, und vor allem gut erhaltene, mittelalterliche Städte gibt es in ganz Belgien. Eine davon ist Brügge (siehe Bild). Mit verwinkelten Gassen, idyllischen Kanälen und alten Kirchen kann man dort in eine längst vergangene Zeit eintauchen. Nur wenige Kilometer entfernt bietet die belgische Küste eine wunderbare Gelegenheit, regionale Spezialitäten zu probieren. Von Muscheln mit Pommes bis zu knusprigen Garnelenkroketten – Genießer sind hier am richtigen Ort. Danach bietet sich eine Fahrt mit der Kusttram an, der längsten Straßenbahnlinie der Welt.
6. Rumänien
Auch wenn Transsilvanien (Siebenbürgen) mit seinen gotischen Schlössern, bewaldeten Tälern und mit Nebel bedeckten Bergen dank Bram Stokers „Dracula“ vielen ein Begriff ist, bleibt Rumänien darüber hinaus ein weniger bekanntes Reiseziel. Das Land befindet sich an der Schnittstelle zwischen Mittel-, Ost- und Südosteuropa und punktet mit seiner vielfältigen Landschaft, urigen Dörfern und abwechslungsreichen Städten.
Die Verbindung zwischen Schloss Bran (siehe Bild) und Dracula ist zwar mehr als lose, aber es lässt sich nicht leugnen, dass es perfekt in die Legende passt. Kein Besuch in Rumänien wäre vollständig ohne eine Tour durch diese spektakuläre Festung, die sich dramatisch auf einem Felsen in Transsilvanien erhebt. Das Land hat aber weit mehr zu bieten als nur sagenumwobene Vampire ...
6. Rumänien
Rumänien besitzt ein reiches kulturelles und architektonisches Erbe, das Jahrhunderte überdauert hat. Von Bukarest mit seiner Stadtkulisse aus der Belle Époque über die gotischen Türme und mittelalterlichen Stadttore von Brașov bis hin zu den malerischen Dörfern und kunstvollen Holzkirchen der Maramureș-Region gibt es hier vieles zu sehen.
Zu den beeindruckendsten Sehenswürdigkeiten des Landes zählen die bemalten Klöster der Bukowina (siehe Bild), deren Innen- und Außenwände mit kunstvollen Fresken aus dem 15. und 16. Jahrhundert bedeckt sind. Die leuchtenden Farben und detaillierten Darstellungen dieser byzantinischen Meisterwerke machen sie zu einem absoluten Höhepunkt jeder Rumänien-Reise.
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5. Malta
Malta ist mit einer Bevölkerung von insgesamt 550.000 zwar klein, aber ziemlich dicht besiedelt. Die Insel steckt voller Überraschungen und bietet einen Mix aus Geschichte und Kultur. Neben den schönsten Stränden Europas begeistert Malta mit erstaunlicher Natur und einer ausgezeichneten Küche.
Ein besonderer Ort ist Mdina (siehe Bild), auch bekannt als die „Stille Stadt“. An diesem auf einem Hügel gelegenen Ort kann man völlig entschleunigen, durch die engen, gepflasterten Gässchen schlendern und alte Villen, Kirchen und Klöster bewundern. Mit nur wenigen Einwohnern und einem kompletten Autoverbot ist Mdina der ideale Ort für einen romantischen Spaziergang – besonders am Abend, wenn die meisten Touristen bereits verschwunden sind.
5. Malta
Der Hotspot der Insel ist Valetta, Europas kleinste Hauptstadt. Hier treffen farbenfrohe Barockkirchen und schmale Häusergassen auf üppige Gärten und trendige Bars. Die Hanglage der Stadt bietet zudem spektakuläre Ausblicke über den Grand Harbour und das tiefblaue Mittelmeer.
Wer es lieber etwas ruhiger mag, sollte die sogenannten Drei Städte besuchen: Bormla (Cospicua), L-Isla (Senglea) und Birgu (Vittoriosa, siehe Bild). Sie gehören zu den ältesten Siedlungen Maltas und bieten den Charme der Hauptstadt in einer kleineren Umgebung.
4. Bosnien und Herzegowina
Umgeben von Kroatien und Montenegro liegt Bosnien und Herzegowina an der Adriaküste. Das Land ist von sowohl östlichen als auch westlichen Einflüssen geprägt, die auf die osmanische und österreichisch-ungarische Vergangenheit zurückgehen. Trotz beeindruckender Architektur, majestätischen Bergen und spektakulären Wasserfällen zieht es jährlich weniger als zwei Millionen Touristen an, was möglicherweise mit den noch immer präsenten Erinnerungen an den Bürgerkrieg der 1990er-Jahre zusammenhängt.
Ein Symbol für den Wiederaufbau des Landes und den Blick in die Zukunft ist die Alte Brücke, Stari Most, in Mostar (im Bild). Sie wurde ursprünglich zwischen 1557 und 1566 errichtet und im Krieg zerstört, später jedoch mit traditionellen Bautechniken originalgetreu rekonstruiert. Heute zählt sie zum UNESCO-Weltkulturerbe.
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4. Bosnien und Herzegowina
Die Hauptstadt Sarajevo fällt mit ihrer architektonischen Vielfalt und lebendigen Straßen auf. Besonders sehenswert ist das Viertel Baščaršija mit einem geschäftigen Markt, den prächtigen osmanischen Moscheen und traditionellen Kaffeehäusern, die sich rund um den Sebilj-Brunnen befinden (im Bild).
Die Belagerung von Sarajevo wird eindrucksvoll in den Ausstellungen des Nationalmuseums von Bosnien und Herzegowina sowie im War Childhood Museum thematisiert. Letzteres erzählt anhand persönlicher Erinnerungen, wie Kinder den Krieg erlebten.
3. Lettland
Lettland mag mit weniger als zwei Millionen Einwohnern klein sein, doch an Vielfalt mangelt es dem Ostsee-Land nicht. Reisenden können dort eine Fülle historischer Schätze und beeindruckender Naturlandschaften entdecken.
Die Hauptstadt Riga (im Bild) ist berühmt für ihre einzigartige Mischung architektonischer Stile. In der Altstadt stehen gotische Bauwerke neben modernen Fassaden, während das Jugendstilviertel rund um die Albertastraße mit seinen kunstvollen Fassaden wahre Meisterwerke bietet. Nach dem ausgiebigen Stadtbummel wartet das lebhafte und erstaunlich erschwingliches Nachtleben.
3. Lettland
Mit vier relativ großen Nationalparks bietet Lettland zahlreiche Möglichkeiten, unberührte Natur zu bestaunen. Besonders empfehlenswert für Erstbesucher ist der Gauja-Nationalpark, der nicht nur mit seiner Landschaft punktet, sondern auch mit einigen sehenswerten Burgen. Dazu gehören zum Beispiel die beiden, die gemeinsam als Burg Wenden bekannt sind.
Die ältere Burg (siehe Bild) wurde 1214 von livländischen Rittern gegründet und 1577 von Iwan dem Schrecklichen zerstört. Der neuere Teil in Form eines Herrenhauses aus dem 18. Jahrhundert beherbergt heute ein Museum mit originalen Möbeln aus der Jahrhundertwende. Eine Führung bei Kerzenschein nach Einbruch der Dunkelheit ist besonders empfehlenswert.
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2. Litauen
Von Barock bis Art Déco: Litauen hat mit historischen Gebäuden und atemberaubender Natur längst mehr Aufmerksamkeit verdient. Ein Spaziergang durch die Altstadt der Hauptstadt Vilnius führt vorbei an außergewöhnlichen barocken und gotischen Bauten sowie Renaissance-Bauwerken.
Für Art-Déco-Architektur ist Kaunas die beste Anlaufstelle. Wer ein wirkliches Erlebnis sucht, sollte die sogenannte „Experiential Tour“ im Art-Déco-Apartmentmuseum buchen für spannende Einblicke in das Leben früheren Bewohner und Bewohnerinnen dieser Wohnung.
2. Litauen
Die als „Sahara Litauens“ bekannte Kurische Nehrung ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und gehört zu den beeindruckendsten Naturwundern des Landes. Die langgestreckte Dünenhalbinsel erstreckt sich über 98 Kilometer und ist nie breiter als vier Kilometer. Sie ist bekannt für ihre einzigartige Landschaft und kulturellen Besonderheiten und somit ein lohnenswerter Ausflugsort.
Ein Besuch sollte unbedingt die Vecekrugas-Düne einschließen – mit 67,2 Metern ist sie die höchste der Halbinsel. Ein weiterer faszinierender Ort ist der Hexenhügel in Juodkrantė, einem Fischerdorf mit heidnischer Geschichte. Seit 1979 präsentieren hier einheimische Künstler Holzskulpturen aus der regionalen Folklore – darunter Hexen, Zwerge und Dämonen.
1. Estland
Estland belegt unseren Spitzenplatz und ist vielleicht Europas bestgehütetes Geheimnis. Das moderne Land liegt direkt gegenüber von Helsinki und vereint eine reiche Geschichte mit zahlreichen Naturwundern und einer hervorragenden Gastro-Szene. Vom Massentourismus bleibt es bisher relativ unberührt.
Die mittelalterliche Altstadt von Tallinn (im Bild) verzaubert mit ihren gepflasterten Gassen und dem historischen Rathausplatz. Wer eine andere Seite der Hauptstadt entdecken möchte, sollte nach Telliskivi Creative City fahren. Dieses alternative Viertel mit kreativen Shops, Street-Art und trendigen Cafés zieht sowohl Hipster als auch Familien an.
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1. Estland
Für Naturliebhaber hält Estland, das an Lettland und Russland grenzt, einige außergewöhnliche Erlebnisse bereit. Soomaa – was übersetzt „Land der Moore“ bedeutet – ist eine unberührte Wildnis aus Torfmooren und Auwäldern, in denen Braunbären, Wölfe, Luchse und Elche leben. Am besten erkundet man das Gebiet wie die Einheimischen: mit dem Kajak auf den fünf Flüssen, die sich durch diese Landschaft schlängeln.
Das Wandern auf Bohlenwegen durch die Moore zählt zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten des Landes. Besonders empfehlenswert sind das Viru-Moor (im Bild) und das Riisa-Moor in den Nationalparks Lahemaa und Soomaa. Wer die Natur ungestört genießen will, sollte früh morgens aufbrechen.
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