22 Flughafen-Geheimnisse, die Sie bestimmt noch nicht kannten
Überraschende Fakten über Airports
Die Flughäfen der Welt sind nicht so banal, wie sie scheinen. Hinter den langen Warteschlangen an der Sicherheitskontrolle verbergen sich Geheimnisse und Mysterien – vom Umgang mit verlorenem Gepäck bis hin zur Frage, wie Prominente unbemerkt ins Flugzeug gelangen.
Lesen Sie hier mehr zu 22 wenig bekannten Fakten über Flughäfen ...
Adaptiert von Laura Puttkamer
Die Luft ist giftig
Wie Sie sich vorstellen können, stoßen der starke Flugverkehr und die verschiedenen Gefährte und Maschinen an Flughäfen alle möglichen schädlichen Chemikalien aus – einschließlich Kohlenmonoxid, Ozon und flüchtige organische Verbindungen.
London bleibt die europäische Stadt, die am stärksten von Luftverschmutzung durch die Luftfahrt betroffen ist. Die sechs Flughäfen der britischen Hauptstadt erzeugen die gleiche Menge an Luftverschmutzung wie 3,23 Millionen Autos.
Der Lärmpegel kann zu Herzkrankheiten führen
Eine Studie, die im Online-Journal „Occupational & Environmental Medicine“ veröffentlicht wurde, fand einen Zusammenhang zwischen Menschen, die in der Nähe eines Flughafens wohnen, und einem erhöhten Risiko für Herzerkrankungen.
Laut Forschern hatten Menschen, die insbesondere nachts den höchsten Lärmpegeln ausgesetzt waren, ein größeres Risiko, Bluthochdruck und Herzrhythmusstörungen zu entwickeln.
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Verlorene Gegenstände werden verkauft
Lassen Sie etwas am Flughafen liegen oder verlieren Sie einen Gegenstand, wandert dieser in einen Lagerbereich, wo Sie bis zu 90 Tage Zeit haben, ihn abzuholen. Das gilt auch für Gepäck, das von Fluggesellschaften verloren oder verlegt wurde.
Nach Ablauf dieser Frist spenden die meisten Flughäfen nicht abgeholte Gegenstände an Wohltätigkeitsorganisationen – oder verkaufen sie für Bargeld bei großen Auktionshäusern.
Landeslots sind ein großes Geschäft
Flughäfen verlangen von Fluggesellschaften hohe Gebühren für das Privileg, an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten auf ihren Landebahnen zu landen. Diese „Landeslots“ werden zwischen Fluggesellschaften in scharfem Wettkampf verkauft oder gehandelt.
Der Rekordpreis? Oman Air zahlte 56,3 Millionen US-Dollar (rund 64 Millionen Euro) an Air France-KLM für einen begehrten frühmorgendlichen Ankunftsslot in Heathrow. Doch der eskalierende Wert dieser Slots treibt auch die Passagierpreise in die Höhe – laut der britischen Zivilluftfahrtbehörde um bis zu 91 Pfund (rund 104 Euro).
Kostenlose Upgrades sind selten...
Sofern Sie keinen Vielfliegerstatus bei der Fluggesellschaft oder einen Premium-Tarif für Ihren Sitz bezahlt haben, sind Ihre Chancen auf ein Upgrade heutzutage praktisch nicht vorhanden. Und es hilft leider auch nicht, sich schick anzuziehen, zu erwähnen, dass Sie in den Flitterwochen sind oder höflich zu fragen.
Tatsächlich haben immer mehr Fluggesellschaften den Prozess monetarisiert und halten „Upgrade-Auktionen“ ab, bei denen Passagiere vor ihrem Flug auf Business- und First-Class-Upgrades bieten können.
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...und Sie bekommen auch nicht immer Lounge-Zugang
Wenn Sie zu den wenigen Glücklichen gehören, die ein Upgrade bekommen, oder wenn Sie Bonuspunkte oder Vielfliegermeilen nutzen, um von Economy in die Business Class zu wechseln, sollten Sie dennoch nicht die volle Luxuserfahrung erwarten. Bei dieser Art von Ticket haben Sie fast nie Zugang zur Business-Class-Lounge der Fluggesellschaft am Flughafen. Das bedeutet, dass es leider keinen Gratis-Champagner oder -Essen vor Ihrem Flug oder während des Zwischenstopps gibt.
Wenn Sie Ihren besseren Sitzplatz durch eine Upgrade-Option ergattern, sollten Sie allerdings auch Zugang zur Lounge erhalten. Im Grunde haben Sie für diesen Sitz bezahlt, wenn auch zu einem Bruchteil des regulären Preises.
Ihr Duty-free-Einkauf schafft es vielleicht nicht mit nach Hause
Haben Sie einen Anschlussflug? Prüfen Sie genau, ob Sie Ihre Duty-free-Alkohol- und Parfümkäufe beim Umsteigen mitnehmen dürfen, bevor Sie sich eindecken.
An den meisten Flughäfen müssen Sie erneut durch die Sicherheitskontrolle. Oftmals sind dann keine Flüssigkeiten über 100 Milliliter erlaubt, selbst wenn sie in versiegelten Tüten sind.
Verspätete Flüge müssen zahlen
Eine Ankündigung gibt es nur selten bei verspäteten Flügen – aber wenn eine EU-basierte Fluggesellschaft (dazu gehören Ryanair, EasyJet und British Airways) ihr Ziel drei oder mehr Stunden zu spät erreicht, schuldet sie Ihnen Geld.
Die Regeln besagen 250 Euro für Flüge unter 1.500 Kilometer, aber Zahlungen können bis zu 600 Euro für Flüge über 3.500 Kilometer erreichen. Allerdings ist dies nicht zahlbar unter „außergewöhnlichen Umständen“, zu denen alles von Krieg, Naturkatastrophen, extremem Wetter bis hin zu Einschränkungen der Flugsicherung gehören kann.
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Geldwechselkurse sind schrecklich
Sie bekommen am Terminal nie einen guten Kurs, weil Wechselstuben genau auf die verzweifelten Reisenden abzielen, die alles auf den letzten Drücker erledigen.
Wenn Sie vergessen haben, Ihre Währung im Voraus zu kaufen, erhalten Sie weitaus bessere Kurse, indem Sie sie online zur Abholung am Flughafen bestellen. Travelex beispielsweise benötigt nur vier Stunden Vorlauf für Bestellungen. Oder Sie gehen zu einem Geldautomaten an Ihrem Zielort.
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Duty-free ist nicht immer günstiger
Die Auswahl ist oft sehr groß und die Displays äußerst verlockend für einen gelangweilten Passagier vor dem Flug. Aber die Wahrheit ist, dass Duty-free trotz spezieller Flaschen und großer Formate, die anderswo nicht erhältlich sind, gerade bei alltäglichen Produkten nicht immer günstiger ist.
Für Spirituosen zahlen Sie oft weniger in Supermärkten. Und Luxusmarken wie Dior oder Chanel verlangen höchstwahrscheinlich denselben Preis wie in ihren eigenen Boutiquen.
Duty-free könnte Ihre Handgepäck-Grenze überschreiten
Die meisten Fluggesellschaften erlauben eine Kabinentasche plus einen persönlichen Gegenstand wie eine Handtasche oder Laptoptasche – und das war’s. Aber zunehmend erlauben einige Fluggesellschaften (einschließlich Ryanair) nur eine einzelne Tasche mit einem Gewicht von bis zu zehn Kilogramm. Was auch immer Sie also bei Duty-free kaufen, muss in Ihre einzige Tasche passen. Alternativ müssen Sie Ihre Tasche möglicherweise am Gate gegen eine zusätzliche Gebühr aufgeben.
Sie könnten versuchen, die Einkäufe in Ihre Jacke zu stecken, aber am Gate geht es ziemlich gnadenlos zu.
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Prominente steigen separat ein und aus
Sie haben vielleicht eine berühmte Person an Bord, aber bemerken werden Sie es wahrscheinlich nicht. Größere Flughäfen haben separate – manchmal mit rotem Teppich ausgelegte – Check-ins und Sicherheitskontrollen, und Prominente werden oft direkt durch eine geheime Tür an der Fluggastbrücke ins Flugzeug gebracht.
Darüber hinaus bringen viele Fluggesellschaften VIPs direkt auf dem Rollfeld weg von neugierigen Blicken – am Flughafen Zürich zum Beispiel in einem Lexus. Natürlich ist diese Art von Luxus nicht billig.
Taxis berechnen mehr für Flughafen-Abholungen
In den meisten Städten zahlen Sie einen Aufpreis, wenn Sie vom Flughafen von einem Stadttaxi abgeholt werden. In London verlangen schwarze Taxis zusätzliche 1,60 Pfund (etwa 1,80 Euro) für Fahrten, die in Heathrow beginnen, und zusätzliche sechs Pfund (knapp sieben Euro), um die Terminal-Absetzgebühr zu decken, wenn Sie zu einem Flug aufbrechen.
In US-Städten sind es typischerweise nur ein paar US-Dollar. Aber wenn Sie ein Taxi im Voraus bestellen, fragen Sie unbedingt nach ihrer Gebührenregelung bei Verspätungen, oder Sie könnten am Ende Ihrer Reise eine sehr böse Überraschung erleben.
Preisfehler passieren ständig
Die computergestützten Buchungssysteme der Fluggesellschaften werfen oft Preisstörungen auf, die bis zu dem Zeitpunkt buchbar sind, an dem sie von der Fluggesellschaft entdeckt und korrigiert werden.
Adleräugige Online-Shopper schnappen sich die besten Preise. Websites wie secretflying.com widmen sich der Verbreitung dieser Angebote, was bedeutet, dass Sie sich attraktive Schnäppchen sichern können, wenn Sie schnell genug sind.
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Ankunftszeiten ändern sich, damit Fluggesellschaften pünktlicher wirken
Laut Eurocontrol, Europas Flugsicherheitsorganisation, kamen 2024 nur 72,5 Prozent der Flüge pünktlich an. Einer der schlimmsten Übeltäter war EgyptAir – nur 41,6 Prozent ihrer Flüge landeten innerhalb von 15 Minuten nach ihrer geplanten Ankunftszeit.
Selbst wenn Ihr Flug 15 Minuten kürzer war als erwartet, haben Sie vermutlich keine Zeit auf der Strecke aufgeholt. Es ist wahrscheinlicher, dass die Ankunftszeit angepasst wurde, um Verspätungen zu berücksichtigen und Fluggesellschaften pünktlicher aussehen zu lassen, als sie es tatsächlich sind.
An Wochentagen ist das Fliegen am günstigsten
Untersuchungen zeigen, dass Dienstage und Donnerstage typischerweise die günstigsten Wochentage zum Fliegen sind. Und die teuersten? Wenig überraschend sind es Freitag, Samstag und Sonntag.
Wenn Sie also flexibel sind, suchen Sie lieber nach Optionen unter der Woche, um zu sparen.
Sie können Ihr Gepäck zuerst bekommen, wenn Sie geschickt sind
Wenn Sie Ihr Gepäck spät einchecken, besteht eine sehr gute Chance, dass Ihre Tasche eine der ersten ist, die am anderen Ende auf dem Gepäckband erscheint.
Die letzten Taschen, die für einen Flug in den Frachtraum geladen werden, sind typischerweise die ersten, die herauskommen. Entsprechend kann Ihre Tasche zusammen mit dem Gepäck der Business-Class auf dem Band landen, sodass Sie zufrieden als Erster in der Taxischlange anstehen können.
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Fluglotse zu sein ist weniger stressig als gedacht
Fluglotse zu werden, ist kompliziert, wie ein Profi aus Großbritannien in einem Interview mit der Zeitung „The Telegraph“ verriet. Es gibt drei Phasen im Auswahlverfahren, bevor erfolgreiche Kandidaten sich am Ausbildungszentrum der National Air Traffic Services einschreiben. Danach folgt eine praktische Ausbildung vor einer nervenaufreibenden Abschlussprüfung. Auch hierzulande ist das Auswahlverfahren anspruchsvoll, gefolgt von einer mindestens dreijährigen Ausbildung.
Aber entgegen der landläufigen Meinung ist es kein stressiger Arbeitsplatz. Die Leute seien immer überrascht, wenn sie in den Tower kommen und sehen, wie ruhig es ist.
Die Sicherheitsscanner sind nicht immer effektiv
Einige eklatante Schwachstellen wurden in Sicherheitsscannern von Forschern der University of California und der University of Michigan entdeckt, wie ein Artikel auf der Website „Wired“ berichtet. Sie fanden heraus, dass Waffen mit Klebeband versteckt werden konnten und Plastiksprengstoff, der um den Körper einer Person geformt wurde, auf den Bildern der Maschine nicht vom Menschen zu unterscheiden war.
Beruhigender ist jedoch, dass die Forschung an Rapiscan-Secure-1.000-Maschinen durchgeführt wurde, die nicht mehr auf Flughäfen verwendet werden. Hoffen wir also, dass sie bei der Prüfung der neuen gründlicher waren.
Flughäfen sind so konzipiert, dass Sie sich nicht verlaufen
Flughafen-Layouts sind bewusst konzipiert, um den Fluss der Reisenden zu gewährleisten. Der Schlüssel zu erfolgreichem Flughafendesign ist einfache Navigation. Dies wird durch subtile, aber effektive Designhinweise erreicht, die Menschen helfen, ihren Weg von der Sicherheitskontrolle zum Gate zu finden.
Eine Möglichkeit ist durch Beschilderung – viele Terminals haben unterschiedliche Farben und Schriftarten, damit Sie wissen, ob Sie zu weit gewandert sind. In zahlreichen Flughäfen ist das Rollfeld sichtbar, sobald Sie die Sicherheitskontrolle passiert haben, was den Reisenden eine sofortige Orientierung ermöglichen soll.
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Sie werden gezielt zum Geldausgeben motiviert
Flughafenreisende sind erstklassige Kunden für Einzelhändler: ein gefangenes Publikum, das in der Stimmung ist, sich zu verwöhnen – so ein Bericht der Consultingfirma InterVISTAS. Deshalb gibt es reichlich Sitzgelegenheiten und „Verweilraum“ in den Einzelhandelsbereichen.
Dies wird als „revenue seating“ (Sitzplätze für Umsatz) bezeichnet und ist darauf ausgelegt, Passagiere während der sogenannten „goldenen Stunde“ in Geschäfte zu locken. Das sind die ersten 60 Minuten nach Passieren der Sicherheitskontrolle.
Der Buchstabe X im Flughafencode hat keine Bedeutung
Flughafen-Enthusiasten wissen vielleicht bereits, dass Flughafencodes von der International Air Transport Association (IATA) vergeben werden. Aber wussten Sie auch, dass nicht alle Buchstaben eine Bedeutung haben?
Los Angeles fügte beispielsweise einfach ein „X“ hinzu, als die Codes nach den 1930er-Jahren von zwei auf drei Buchstaben geändert wurden. Portland tat dasselbe, um PDX zu bilden.
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