26 einst beliebte Kreuzfahrtschiffe, die zu Schrott verkamen
Letzter Hafen: Abwrackwerft
Für die Kreuzfahrtbranche geht es nach den Rückschlägen der Corona-Pandemie wieder bergauf. Die Zahlen sprechen für sich: 2024 waren rund 35,7 Millionen Passagiere auf hoher See unterwegs, bis 2027 wird sogar ein Anstieg auf 39,4 Millionen erwartet. Trotz rosiger Aussichten wurden in den letzten Jahren so einige beliebte Luxusliner stillgelegt, verkauft oder verschrottet.
Sehen Sie hier, welche 26 Dampfer nie wieder in See stechen werden. Ein Überblick in Bildern ...
Adaptiert von Sandra Schröpfer, Jasmin Moore und Sophie Weissensteiner
„Monarch“
Dieses 1991 für Royal Caribbean gebaute Schiff bereiste die Ozeane als „Monarch of the Seas“. Zum Zeitpunkt ihrer Jungfernfahrt war die „Monarch“ das größte Kreuzfahrtschiff der Welt: Sie bot Platz für rund 2.744 Passagiere.
Zudem war sie das erste Schiff der Flotte, das mit Balkonen ausgestattet war. Ein Basketballplatz, Shuffleboard-Plätze und sogar eine Kletterwand, die 2003 hinzugefügt wurde, waren weitere bahnbrechende Neuerungen, die man zu der damaligen Zeit von Urlaubsschiffen noch nicht kannte.
„Monarch“
2007 schrieb die „Monarch“ Geschichte: Es ist das erste Kreuzfahrtschiff der Welt, das von einer Frau (Karin Stahre-Janson) gesteuert wurde. 2013 wurde es zu Pullmantur Cruises überstellt, der in Spanien ansässigen Tochter von Royal Caribbean.
Doch dann kam die Corona-Pandemie und mit ihr das vorläufige Ende der Kreuzfahrten. Im Juli 2020 wurde die „Monarch“ im türkischen Aliağa in der Nähe des Hafens von Izmir verschrottet.
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„Sovereign“
Die „Sovereign of the Seas“ stach im Januar 1988 als Teil von Royal Caribbean erstmals in See und bereiste die Karibik, Stopps auf Coco Cay (einst Little Stirrup Cay), der Privatinsel des Unternehmens, inklusive.
Das damals größte Kreuzfahrtschiff der Welt hatte als Erstes ein mehrstöckiges Atrium mit gläsernen Aufzügen und geschwungenen Treppenaufgängen.
„Sovereign“
2008 ging das Schiff an Pullmantur und wurde als MS „Sovereign“ Teil der Flotte. Infolge der Corona-Pandemie schlitterte das Unternehmen jedoch in die Pleite.
Wie ihr Schwesterschiff „Monarch“ landete die „Sovereign“ im türkischen Aliağa und wurde im Februar 2021 verschrottet.
„Carnival Fantasy“
Carnival Cruise Line befördert Passagiere auf der ganzen Welt und besitzt einige der spektakulärsten Kreuzfahrtschiffe. Doch das in Miami ansässige Unternehmen musste seit Beginn der Pandemie mehrere Schiffe verkaufen oder verschrotten. Eines der beliebtesten war die „Carnival Fantasy“.
Der Luxusliner war seit 1990 unterwegs gewesen und das erste von acht Schiffen in Carnivals Fantasy-Klasse. Das Interieur war revolutionär, vor allem das riesige Atrium.
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„Carnival Fantasy“
Obwohl das 70.367 Tonnen schwere und 260 Meter lange Schiff heute wohl nicht mehr mit den modernen Ozeanriesen mithalten könnte, hat es eine beachtliche 30-jährige Karriere hingelegt. Von Miami aus fuhr die „Carnival Fantasy“ durch die westliche Karibik und Mexiko, zuletzt auch von Mobile in Alabama aus.
Nach Beginn der Corona-Krise wurde die „Carnival Fantasy“, bis 2020 das älteste Schiff der Flotte, nach Curacao überstellt, wo ihre Einrichtung entfernt wurde. Das Schiff selbst wurde schließlich in der türkischen Abwrackwerft Aliağa verschrottet.
„Carnival Fascination“
Die „Carnival Fascination“ wurde in den frühen 1990er-Jahren gebaut und vom renommierten Schiffsarchitekten Joe Farcus entworfen. Sie war das vierte Schiff der Fantasy-Klasse und erinnerte an das goldene Zeitalter Hollywoods.
Ursprünglich stach das Kreuzfahrtschiff von New York aus in See, doch den größten Teil seiner Karriere über war sein Heimathafen San Juan in Puerto Rico.
„Carnival Fascination“
Im Juli 2020 gab Carnival ihren Ausstieg aus der Flotte bekannt, das Schiff wurde verkauft und in „Century Harmony“ umbenannt. Trotz der Pläne, aus dem Schiff ein schwimmendes Hotel zu machen, wurde es an eine Handelsgesellschaft in Singapur verkauft, die es wiederum als Schrott verkaufte.
Im Februar 2022 erreichte das Schiff die Abwrackwerft Gadani in Pakistan, wo es von Arbeitern zerlegt wurde.
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„Carnival Imagination“
Die „Carnival Imagination“ trat Mitte der 1990er-Jahre ihren Dienst an und bot Platz für 2.594 Passagiere. Das klassische Interieur mit mythologischem Flair, unter anderem mit venezianischem Glas und Medusa-Köpfen, geht ebenfalls auf Joe Farcus zurück.
Später wurden ein Wasserpark und ein Golfplatz hinzugefügt. Die „Carnival Imagination“ war zudem das erste Carnival-Schiff mit einer Pizzeria, die rund um die Uhr geöffnet hatte.
„Carnival Imagination“
Doch auch die „Carnival Imagination“ fiel der Pandemie zum Opfer. Im Juli 2020 wurde sie ohne weitere Pläne stillgelegt.
Schließlich wurde sie 2023 in der türkischen Abwrackwerft Aliağa verschrottet und ist somit eines von sechs Fantasy-Schiffen, das von der Carnival-Flotte verabschiedet wurde.
„Carnival Inspiration“
Ihre etwas jüngere Schwester „Carnival Inspiration“ absolvierte 1996 ihre Jungfernfahrt und bestach ebenfalls mit einem Design von Joe Farcus. Zuletzt lag sie vor Long Beach in den USA vor Anker.
Ein Highlight des Schiffes war das Atrium, wo sich die Passagiere unter die Leute mischen konnten. Auch die Bibliothek im gotischen Stil, die einer Kapelle ähnelte, war ein echter Hingucker.
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„Carnival Inspiration“
Leider überlebte auch die „Carnival Inspiration“ die Corona-Krise nicht. Sie war das letzte Schiff der Flotte, das aufgegeben wurde.
Wie ihre Schwesterschiffe landete sie im August 2020 in der Türkei und wurde im April 2021 nach ganzen 25 Jahren im Einsatz verschrottet.
„Astor“
Die 1987 gebaute „Astor“ bot 650 Passagieren Platz und war ein traditionell gestaltetes Schiff mit Teakholzdecks. Der Kreuzer hatte insbesondere in Europa, Südafrika und Australien viele treue Fans.
2013 fuhr die „Astor“ für Cruise & Maritime Voyages (CMV) Charter in Australien, bevor sie ein Jahr später fester Bestandteil der Flotte wurde.
„Astor“
Das Schiff sollte laut Plan in „Jules Verne“ umbenannt werden und ab April 2021 Kreuzfahrten durch Nordeuropa von Frankreich aus durchführen. Doch Cruise & Maritime Voyages musste im Juli 2020 Insolvenz anmelden – und so wurde die „Astor“ für nur 1,5 Millionen Euro verkauft.
Ab November 2020 lag sie vor Anker in der Türkei, bevor sie innerhalb weniger Monate vollständig verschrottet wurde.
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„Black Watch“
Die „Black Watch“, die ihre Jungfernfahrt Anfang der 1970er-Jahre absolvierte, war ursprünglich Teil der Royal Viking Line. Mit Platz für 804 Passagiere bot sie ein großzügiges Promenadendeck und viele offene Bereiche – nicht umsonst galt sie einst als eines der luxuriösesten Schiffe der Welt.
Nachdem das Schiff in den 1980er-Jahren kurzzeitig für Kloster Cruises im Einsatz war, ging es in den 1990er-Jahren an Norwegian Cruise Line (NCL) über und war fortan in New York stationiert.
„Black Watch“
NCL verkaufte das Schiff 1996 an die Reederei Fred Olsen, die es zu Ehren eines Infanteriebataillons des schottischen Militärs in „Black Watch“ umbenannte. Im August 2020 wurde es verkauft und sollte zu einer Unterkunft für Arbeiter umgebaut werden – doch die Pläne wurden nie in die Tat umgesetzt.
Das Schiff wechselte mehrmals den Besitzer, bis es schließlich 2022 im indischen Alang vor Anker ging und verschrottet wurde.
„Boudicca“
Auch die „Boudicca“, das Schwesterschiff der „Black Watch“, begann ihre Karriere 1973 bei der Royal Viking Line. In den frühen 1990er-Jahren kaufte die Norwegian Cruise Line (NCL) das Schiff und ein paar Jahre später wurde es an Princess Cruises verchartert, wo es mit dem Namen „Golden Princess“ unterwegs war.
Es folgten weitere Eigentümerwechsel, bevor die „Boudicca“ 2005 an Fred Olsen ging.
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„Boudicca“
2018 wurden die Inneneinrichtung und die Passagierkabinen grundlegend modernisiert. Doch leider traf die „Boudicca“ dasselbe Schicksal wie ihr Schwesterschiff. 2020 wurde sie als Unterkunftsschiff verkauft und ein Jahr später in Aliağa verschrottet.
Fans bleibt der Liner wegen seines Unterhaltungsprogramms und seiner saisonalen Landgänge in Erinnerung, darunter etwa das Blumenfest auf der portugiesischen Insel Madeira, das auf diesem Bild zu sehen ist. Dazu gab es auch einige emotionale Fahrten, etwa ein eintägiges Special für D-Day-Veteranen des Zweiten Weltkriegs im Juni 2019.
„Columbus“
Die „Columbus“, ein weiteres klassisches Schiff aus den 1990er-Jahren, war das vierte der Flotte von Cruise & Maritime Voyages (CMV). Der traditionell gestaltete Kreuzer bot 775 Passagieren Platz und hatte eine Reihe von Eigentümern, einschließlich P&O, bevor er 2017 von CMV für den britischen Markt gekauft wurde.
Dieses Bild zeigt das im Juli 2020 im südenglischen Hafen von Tilbury angedockte Schiff.
„Columbus“
Der Luxusliner bot überwiegend Reisen für Erwachsene an und war bekannt für seine Restaurants, den freundlichen Service und seine weltweiten Routen. Nach der Pleite von CMV im Juli 2020 wurde die „Columbus“ von einer griechischen Fährgesellschaft für eine unbekannte Summe ersteigert.
Danach wechselte das Schiff erneut den Besitzer, bevor es 2021 auf einem Schrottplatz im indischen Alang seine letzte Station fand.
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„Costa Victoria“
Markant gestaltet mit Fensterreihen an der Vorderseite und einer mehrstöckigen Aussichtsplattform wurde die „Costa Victoria“ ab 1996 in einer Rekordzeit von 29 Monaten gebaut.
Während seiner Dienstzeit transportierte das Schiff pro Fahrt bis zu 2.394 Passagiere und verbrachte die meiste Zeit in Asien. 2013 wurde es mit italienischem Einschlag renoviert.
„Costa Victoria“
Wegen finanzieller Schwierigkeiten wurde die „Costa Victoria“ im Dezember 2020 als Arbeiterunterkunft verkauft, dann aber zur Verschrottung in die Türkei überstellt. Dieses Bild zeigt das Schiff in besseren Zeiten im Hafen von Osaka in Japan.
„Karnika“
Das einzige Schiff von Jalesh Cruise Lines, die „Karnika“, war noch nicht einmal ein Jahr auf See, bevor die in Indien ansässige Kreuzfahrtgesellschaft wegen der Corona-Krise pleite ging.
Der Kreuzer war 1990 ursprünglich als „Crown Princess“ gebaut worden, fuhr später aber auch als „AIDAblu“ und „Ocean Village Two“.
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„Karnika“
Die „Karnika“ war bis 2019 vor allem als „Pacific Jewel“ bekannt, als sie für die Reederei P&O Australia fuhr. Hier ist sie in ihren besten Zeiten im Jahr 2014 zwischen der Sydney Harbour Bridge und der Oper von Sydney abgebildet.
Das Schiff wurde schließlich für eine nicht genannte Summe als Schrott verkauft und im November 2020 in die Anlage im indischen Alang überstellt.
„Magellan“
Die „Magellan“ der britischen Reederei Cruise & Maritime Voyages (CMV) startete ihre Karriere Mitte der 1980er-Jahre als MS „Holiday“ der Carnival Cruise Lines. Sie war ein kleines, vor allem bei Briten beliebtes Schiff, das von Tilbury nahe London aus zahlreiche erschwingliche Routen anbot.
„Magellan“
Als CMV Konkurs anmeldete, hätte die „Magellan“ ursprünglich zum Unterkunftsschiff umfunktioniert werden sollen.
Nach dem Erwerb bei einer Auktion im Jahr 2020 wurde sie jedoch Berichten zufolge weiterverkauft und schließlich zur Verschrottung ins indische Alang überführt, da sich kein neuer Käufer fand.
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„Marco Polo“
Die „Marco Polo“ wurde in den 1960er-Jahren für die Baltic Shipping Company der Sowjetunion gebaut und stach zunächst als „Aleksandra Puschkin“ in See. Sie war einer der letzten Ozeandampfer, die für Transatlantiküberquerungen gebaut wurden.
Da sie konstruiert wurde, um Eisbrocken standhalten zu können, unternahm sie in ihren späteren Jahren regelmäßig Touren in die Antarktis.
„Marco Polo“
Zuletzt fuhr die „Marco Polo“ für das britische Kreuzfahrtunternehmen Cruise & Maritime Voyages (CMV). Im November 2020 wurde sie für rund 2,3 Millionen Euro versteigert und im März 2021 in Alang verschrottet.
Das Ende einer Ära, denn sie war eines der letzten Schiffe, die bereits seit den 1960er-Jahren in Betrieb waren.
„Ocean Dream“
Die „Ocean Dream“ absolvierte 1982 als MS „Tropicale“ ihre Jungfernfahrt bei Carnival. Mit ihrem geflügelten Trichter und dem Interieur von Joe Farcus war sie das „Testschiff“ für die spätere Flotte von Carnival.
Im Jahr 2000 ging sie an Costa Cruises und fuhr unter dem Namen „Costa Tropicale“.
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„Ocean Dream“
Außerdem war sie für P&O Australia und Pullmantur Cruises unterwegs, bevor sie 2012 zur Peace-Boat-Flotte in Japan stieß und für Bildungs- und nachhaltige Reisen genutzt wurde. Das Schiff war bis 2020 als „Ocean Dream“ im Einsatz.
Im Januar 2021 landete auch dieses Kreuzfahrtschiff auf dem Schrottplatz im indischen Alang.
„Astoria“
Die „Astoria“ wurde in den 1940er-Jahren als Transatlantikkreuzer für die Swedish American Line gebaut und hieß ursprünglich MV „Stockholm“. 1960 wurde sie von der DDR-Staatsreederei DSR erworben und stach 25 Jahre lang als „Völkerfreundschaft“ in See.
Nach einer Reihe von Eigentümerwechseln und umfassenden Renovierungsarbeiten landete das Kreuzfahrtschiff 2015 bei Cruise & Maritime Voyages (CMV) und eroberte sich aufgrund ihres Vintage-Designs schnell eine treue Fangemeinde.
„Astoria“
Nachdem CMV 2020 in den Konkurs geschlittert war, wurde die „Astoria“ im Februar 2021 versteigert – und alles deutete darauf hin, dass sie nie wieder in See stechen würde. Hoffnung keimte kurzzeitig auf, als sich ein Krypto-Milliardär für den Kauf interessierte. Doch die Übernahme kam schließlich nicht zustande.
Zuletzt rostete das Schiff im niederländischen Rotterdam vor sich hin, bis es im Juni 2025 Berichten zufolge zwangsversteigert wurde. Wie es mit dem historischen Kreuzer weitergeht, ist noch ungewiss.
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„Horizon“
Die „Horizon“ begann ihre Karriere 1990 als Teil der Celebrity-Cruises-Flotte und verfügte über 721 Kabinen, eine theaterähnliche Lounge, die an den Broadway erinnerte, sowie zwei Swimmingpools.
2005 ging sie an Island Cruises und wurde in „Island Star“ umbenannt. Danach wurde das Schiff Teil von Royal Caribbean, bevor es 2008 zu deren spanischer Tochtergesellschaft Pullmantur wechselte.
„Horizon“
Nach dem Kollaps von Pullmantur im Juni 2020 kündigte Royal Caribbean die Verschrottung der „Horizon“ an. Das Schiff lag zwei Jahre lang in Griechenland vor Anker, bevor es sich 2022 im türkischen Aliağa seinem Schicksal ergab.
„Marella Celebration“
Die 1984 als MS „Noordam“ von der Holland America Line gebaute „Marella Celebration“ wurde 2004 von Thomson gekauft und war fortan als „Thomson Celebration“ unterwegs. Viele der ursprünglichen Merkmale des Schiffes wurden beibehalten, darunter Teakdecks und Kunstwerke aus dem 16. Jahrhundert.
Als das Unternehmen 2017 unter dem Namen Marella Cruises einen Neustart wagte, wurde das Schiff für 1.250 Passagiere in „Marella Celebration“ umbenannt. Viel Grund zum Feiern gab es allerdings nicht – bereits im April 2020 wurde es ausgemustert. 2022 wurde schließlich bestätigt, dass es endgültig zur Verschrottung bereit war.
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„Marella Dream“
Ein ähnliches Schicksal erwartete die „Marella Dream“, die 1986 als das letzte Schiff der inzwischen insolventen italienischen Kreuzfahrtreederei Home Lines gebaut wurde. Zwei Jahre später ging sie an die Holland America Line und wurde zur MS „Westerdam“. 1997 wurde sie kurzzeitig durch die Komödie „Tango gefällig?“ zum Filmstar.
2002 ging das Schiff an Costa Cruises und 2010 an Thomson, bevor es 2017 in „Marella Dream“ umbenannt wurde. Im Oktober 2020 wurde es außer Dienst gestellt und lag zwei Jahre lang in Griechenland vor Anker, bevor es in Aliağa in der Türkei verschrottet wurde.
„Grand Celebration“
Die „Grand Celebration“ wurde 1987 als drittes Schiff der Holiday Class von Carnival Cruise Line gebaut.
Nach Zwischenstopps bei Iberocruceros und Costa Cruises wurde sie 2014 an die Bahamas Paradise Cruise Line verkauft und begann, kurze Routen von West Palm Beach nach Freeport, beides in Florida, zu fahren.
„Grand Celebration“
Die „Grand Celebration“ war nicht nur ein Urlaubskreuzer für 1.500 Passagiere, sondern auch während des Hurrikans „Dorian“ 2019 auf den Bahamas als Rettungsschiff im Einsatz.
Doch infolge der Corona-Krise wurde das Schiff aussortiert. Letzte Station war Ende 2020 der Schrottplatz im indischen Alang.
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„easyCruise One“
Mit der „easyCruise One“ wollte easyJet-Gründer Stelios Haji-Ioannou im Jahr 2005 den Markt für Billig-Kreuzfahrten erobern. Das Schiff wurde ursprünglich für Renaissance Cruises gebaut und war mehrere Jahre als heruntergekommenes Casino-Schiff in asiatischen Gewässern im Einsatz.
Nach einer umfassenden Renovierung bot das Schiff simple Kabinen für günstige Mittelmeerkreuzfahrten.
„easyCruise One“
Doch bereits nach drei Jahren wurde die „easyCruise One“ durch ein größeres Schiff ersetzt. Nach dem Verkauf im Jahr 2008 erhielt sie den Namen „Cruise One“. Ursprünglich war geplant, sie in Dubai zu einer luxuriösen Superyacht umzubauen – doch dieses Vorhaben scheiterte an der Weltfinanzkrise 2008/2009.
Nach jahrelangem Aufliegen im Hafen vor Dubai wurde das Schiff schließlich 2022 verschrottet.
„Celestyal Olympia“
Ursprünglich lief die „Celestyal Olympia“ 1982 als „Song of America“ vom Stapel – im Dienst der Reederei Royal Caribbean und als eines der größten Kreuzfahrtschiffe seiner Zeit. An Bord der Jungfernfahrt befanden sich unter anderem der ehemalige US-Präsident Jimmy Carter und seine Frau Rosalynn.
Im Laufe der Jahre war das Schiff für 1.402 Passagiere unter verschiedenen Namen und Charterverträgen im Einsatz, zuletzt für Celestyal Cruises mit Fahrten rund um die griechischen Inseln.
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„Celestyal Olympia“
Die „Celestyal Olympia“ zählt zur zweiten Generation moderner Kreuzfahrtschiffe und blieb über die Jahre nahezu unverändert erhalten. Doch nach stolzen vier Jahrzehnten auf See fand auch ihre Fahrt 2023 ein Ende.
Im Februar 2025 wurde sie im indischen Alang endgültig verschrottet.
„Star Pisces“
Die „Star Pisces“ wurde ursprünglich Anfang der 1990er-Jahre für die finnische Viking Line als Kreuzfahrtfähre „Kalypso“ gebaut. Nach dem Verkauf an Star Cruises im Jahr 1993 war sie drei Jahrzehnte lang in Asien im Einsatz – unter anderem mit zweitägigen Touren von Hongkong aus. Das Schiff bot Platz für bis zu 1.090 Passagiere.
Zu den Highlights an Bord zählten das Entertainmentcenter, ein Spa und private Karaoke-Lounges.
„Star Pisces“
Besonders beliebt war die „Star Pisces“ für ihre Casino-Kreuzfahrten. Doch mit der Insolvenz der Muttergesellschaft Genting Hong Kong im Jahr 2022 stellte auch Star Cruises den Betrieb ein. Die „Star Pisces“ wurde daraufhin gemeinsam mit den Schwesterschiffen „SuperStar Aquarius“ und „SuperStar Gemini“ zur Verschrottung verkauft.
Ihre letzte Reise führte im Juli 2022 zur Abwrackwerft im indischen Alang.
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„SuperStar Aquarius“
Die „SuperStar Aquarius“ ist vor allem unter ihrem früheren Namen „Norwegian Wind“ der Norwegian Cruise Line bekannt. Ihre Jungfernfahrt absolvierte sie 1993 als „Windward“, ehe sie fünf Jahre später an der Nordsee in Bremerhaven aufwendig verlängert wurde – damals das größte Projekt dieser Art. Das Ergebnis waren mehr Kabinen sowie ein neues Bordrestaurant, Bars und Lounges.
2007 ging das Schiff dann an Star Cruises über.
„SuperStar Aquarius“
Mit Platz für rund 1.500 Passagiere war die „SuperStar Aquarius“ in Hongkong beheimatet und auf den asiatischen Markt ausgerichtet. Auch sie wurde von der Corona-Pandemie eingeholt und im Mai 2020 von der Regierung Singapurs übernommen, um Wanderarbeiter an Bord unterzubringen.
Nachdem das Unternehmen Genting Hong Kong Insolvenz angemeldet hatte, wurde das Schiff aber im November 2022 verschrottet.
„SuperStar Gemini“
Die „SuperStar Gemini“ wurde 1992 als Typschiff der Dreamward-Klasse von Norwegian Cruise Line gebaut und lief zunächst als „Dreamward“ vom Stapel. Genau wie ihr Schwesterschiff, die „SuperStar Aquarius“, wurde auch sie verlängert.
Der Umbau umfasste sogar einen einklappbaren Schornstein und Mast, damit das Schiff den Nord-Ostsee-Kanal passieren konnte – eine Fahrt, die sie als „Norwegian Dream“ bis 2008 regelmäßig absolvierte.
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„SuperStar Gemini“
In die Schlagzeilen geriet der damals noch „Norwegian Dream“ genannte Dampfer 1999 durch eine Kollision mit einem Frachter im Ärmelkanal. 2012 wechselte das Schiff schließlich den Besitzer und wurde unter Star Cruises in „SuperStar Gemini“ umbenannt.
Auch der „SuperStar Gemini“ machte die Corona-Pandemie einen Strich durch die Rechnung: Zwar wurde sie während der Krise kurzzeitig als Unterkunft für Wanderarbeiter in Singapur eingesetzt, doch im Mai 2022 wurde sie zur Verschrottung verkauft. Wie viele andere Kreuzfahrtschiffe strandete sie schließlich im indischen Alang.
„Ocean Diamond“
Die „Ocean Diamond“ war lange für Quark Expeditions in Betrieb und besonders für ihre Fahrten in die Polarregionen bekannt.
Das 1973 erbaute Schiff diente in den letzten zwölf Jahren als Expeditionsschiff und galt als eines der schnellsten und komfortabelsten Dampfer in der Antarktis. Zudem war sie das erste klimaneutral betriebene Schiff der Region.
„Ocean Diamond“
Auf diesem Bild aus dem Jahr 2014 ist das Schiff mit Touristen in der Antarktis zu sehen. Anfang 2024 verkaufte SunStone Ships es an die kanadische Bridgeman Services Group, die es in „Diamond XI“ umbenannte. Geplant war, es als Unterkunft für Arbeitskräfte einzusetzen – ob es tatsächlich dazu kam, ist allerdings unklar.
Im August 2024 endete die Reise schließlich im türkischen Aliağa, einer der größten Abwrackwerften der Welt.
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