39 Küstenorte, die bald unter Wasser stehen könnten (auch in Deutschland)
Drohender Anstieg des Meeresspiegels
Der steigende Meeresspiegel bedroht, bedingt durch den Klimawandel, Küstenstädte rund um die Welt und könnte schon innerhalb der nächsten 30 Jahre riesige Gebiete überfluten. Das geht aus einer Studie der gemeinnützigen Agentur Climate Central hervor, die die potenziellen Gefahren mithilfe des digitalen Höhenmodells CoastalDEM berechnet hat. Werden keine Vorkehrungen gegen Hochwasser getroffen, versinken die folgenden 39 Orte demnach bis 2050 im Meer.
Nicht nur Metropolen wie Bangkok, New York und London sind vom steigenden Meeresspiegel betroffen, sondern auch Norddeutschland ...
Adaptiert von Sandra Schröpfer und Ina Hieronimus
Aquileia, Adriaküste, Italien
Am Mittelmeer wird der steigende Meeresspiegel der Studie zufolge eine Region besonders stark betreffen: die nördliche Adria in Italien. Die Lagunenstadt Venedig kämpft bekanntermaßen bereits seit Längerem gegen die Fluten, doch auch die Stadt Aquileia (im Bild) befindet sich in der roten Zone.
Die Stadt im äußersten Nordosten der Adria, deren Basilika zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt, war einst eine der größten und wichtigsten Städte des Römischen Reiches. Viele der Überreste wurden bis heute noch nicht archäologisch gesichtet.
Ravenna, Adriaküste, Italien
Eine weitere Stadt aus der Römerzeit an der Adriaküste, die durch den ansteigenden Meeresspiegel gefährdet ist, ist Ravenna.
Überschwemmungen könnten die byzantinischen Mosaike, hübschen Piazzas und die Basilika San Vitale (im Bild), für die die italienische Stadt bekannt ist, im Meer versinken lassen.
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Thessaloniki, Griechenland
Wasser spielte in der Geschichte von Thessaloniki, der zweitgrößten Stadt Griechenlands, schon seit ihrer Gründung im Jahr 315 vor Christus eine bedeutende Rolle. In ihren mächtigen Festungen, zahlreichen Kirchen und antiken Denkmälern lassen sich römische, christliche, byzantinische und venezianische Einflüsse erkennen.
Am nördlichen Rand des Thermaischen Golfs gelegen, gehört die Stadt heute zu den Risikogebieten des Mittelmeerraums. Nationalparks, Küstenorte und historische Stätten könnten in den nächsten drei Jahrzehnten unter den Wassermassen verloren gehen.
Cádiz, Spanien
Eine der ältesten Städte Westeuropas ist ebenfalls in Gefahr: Cádiz wird wie andere Teile Andalusiens voraussichtlich stark vom Klimawandel betroffen sein. Die Hafenstadt wurde vor über 3.000 Jahren von den Phöniziern gegründet, doch schon in 30 Jahren könnten die Gassen und Plazas der Altstadt ebenso wie die Stadtmauern unter Wasser stehen, wie die Studie nahelegt.
Auch dem Schwemmland entlang des Flusses Guadalquivir steht demnach die Überflutung bevor, was sich wiederum auf Teile von Sevilla auswirken würde.
Noirmoutier, Frankreich
Wenn wir so weitermachen wie bisher, könnten bis 2050 große Teile des französischen Départements Vendée im Meer versinken.
Climate Central prognostiziert, dass die Atlantikinsel Noirmoutier (im Bild) – bekannt für ihre Salzwassersümpfe, Meereskiefern, Küstenorte, Sumpfgebiete und labyrinthartigen Kanäle – überflutet werden könnte. Letztere sind auch als das „das grüne Venedig“ bekannt.
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Ribe, Dänemark
Vor einer ungewissen Zukunft steht der Studie zufolge auch die gesamte dänische Nordseeküste sowie Dänemarks älteste Stadt, Ribe. Sie wurde im 9. Jahrhundert von den Wikingern gegründet und entwickelte sich zu einer wichtigen Hafenstadt. Heute ist sie jedoch vor allem für ihre alten Gassen, Fachwerkhäuser und mittelalterlichen Kirchen bekannt.
Direkt vor der Haustür liegt das Wattenmeer, das sich über die Küsten Dänemarks, Deutschlands und der Niederlande erstreckt. Es handelt sich um die größte Wattlandschaft der Welt. Als UNESCO-Weltnaturerbe steht es wegen seines einzigartigen Lebensraums und seiner Biodiversität unter Schutz.
Brügge, Belgien
Belgiens Nordseeküste liegt nur knapp über dem Meeresspiegel, weshalb das Land besonders gefährdet ist. Für die UNESCO-Weltkulturerbestätte Brügge im Nordwesten des Landes (zwei Meter ü. d. M.) könnte das dramatische Folgen haben.
Überschwemmungen würden der mittelalterlichen Altstadt, ihren zahlreichen Kanälen, alten Backsteingebäuden und dem bekannten Glockenturm schwer zusetzen.
Delft, Niederlande
Auch weite Teile der Niederlande liegen in dem von Climate Central berechneten Risikogebiet. Die Stadt Delft – mit ihrem mittelalterlichen Stadtkern, ihrer eindrucksvollen Architektur und wertvollen Kunstwerken – gilt ebenso wie Rotterdam und Teile Amsterdams bis zum Jahr 2050 als gefährdet durch den Anstieg des Meeresspiegels.
Der Geburtsort von Barockkünstler Johannes Vermeer kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die mittelalterliche Altstadt, zu deren Wahrzeichen das alte Rathaus am Markt zählt, wäre bei einem Anstieg der Nordsee ohne Vorkehrungen zum Hochwasserschutz den Fluten ausgesetzt.
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Hamburg, Deutschland
Ein Stück weiter die Nordseeküste entlang bleibt auch Norddeutschland der Studie zufolge nicht vom steigenden Meeresspiegel verschont. Nicht nur stünden in weniger als 30 Jahren demnach große Gebiete der schleswig-holsteinischen und niedersächsischen Nordseeküste – inklusive der Inseln Sylt und Föhr in Nordfriesland sowie Borkum und Norderney in Ostfriesland – unter Wasser, auch für Hamburg und Bremen sieht es schlecht aus.
Teile des Zentrums der Hansestädte an Elbe und Weser wären regelmäßig von Überschwemmungen betroffen, in Hamburg etwa die HafenCity mit ihrem Wahrzeichen, der Elbphilharmonie (im Bild).
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London, Großbritannien
Durch die Erderwärmung könnten der Studie von Climate Central zufolge große Gebiete Großbritanniens überschwemmt werden, darunter auch London. Ohne massive Maßnahmen im Küstenschutz werden in 30 Jahren demnach weite Teile der britischen Hauptstadt unter Wasser stehen.
Besonders gefährdet sind dabei die Stadtteile entlang der Themse und damit auch viele Touristenattraktionen der Metropole: So befinden sich etwa der Tower of London und der Sitz des britischen Parlaments im Westminster-Palast im Risikogebiet. Auch das Museum Tate Modern und das Globe-Theater liegen direkt am Flussufer.
East Anglia, Großbritannien
Durch den steigenden Meeresspiegel könnte ein Großteil der tief gelegenen Region East Anglia an der englischen Ostküste bald unter Wasser stehen. Davon wären auch das Naturschutzgebiet North Norfolk und der Nationalpark Norfolk Broads bedroht. Eine Flut könnte die Moor- und Marschlandschaft der Fens überschwemmen.
Selbst der historische Ort Ely, der auf einer Insel im Marschland erbaut wurde, könnte betroffen sein – samt seiner mittelalterlichen Kathedrale, die als eine der schönsten des Landes gilt (im Bild). Auch die Universitätsstadt Cambridge würde es voraussichtlich treffen.
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Somerset, Großbritannien
Die Grafschaft Somerset im Südwesten von England liegt ebenfalls in dem von Climate Central berechneten Risikogebiet. Von der historischen Marktstadt Bridgwater bis zu den Küstengemeinden Burnham-on-Sea, Brean und dem Ferienort Weston-super-Mare (im Bild) werden voraussichtlich Naturreservate, Wohnwagenparks, Museen und kilometerlange lebenswichtige Infrastrukturen überschwemmt werden.
Laut den Daten sollen die Fluten bis in die benachbarte Grafschaft Gloucestershire reichen. Auch Teile von Wales, einschließlich der Hauptstadt Cardiff, sind in großer Gefahr.
Alexandria, Ägypten
Im altägyptischen Seehafen Alexandria sind weitere Kulturerbestätten gefährdet. Die Metropole wurde um 330 vor Christus von Alexander dem Großen gegründet, könnte allerdings im Jahr 2050 unter Wasser stehen.
Zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt zählen die Qaitbay-Zitadelle, die auf den Ruinen des antiken Pharos-Leuchtturms errichtet wurde, die Pompeius-Säule und die Ruinen des Serapeum-Tempels. Auch die Bibliotheca Alexandrina ist in Gefahr, eine moderne Bibliothek, die zum Gedenken an die antike Bibliothek der Stadt erbaut wurde.
Mosambik
Mosambik verfügt über eine der längsten und schönsten Küsten Afrikas – und wird daher voraussichtlich zu den am stärksten vom Meeresspiegelanstieg betroffenen Ländern des Kontinents zählen.
Regelmäßige Überschwemmungen könnten das Leben von Millionen Menschen bedrohen und sowohl die Infrastruktur als auch empfindliche Ökosysteme wie Korallenriffe und Seegraswiesen zerstören. Das ostafrikanische Land ist bereits jetzt anfällig für Küstenüberschwemmungen, aber bis 2050 werden dem Bericht zufolge große Teile des Landes vollständig unter Wasser stehen.
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Mosambikinsel
Auch der Maputo-Nationalpark und das Maputo-Reservat, in dem Elefanten und Giraffen durch Mangrovenwälder streifen, werden den Daten zufolge bis 2050 zum Teil unter Wasser stehen. Die Mosambikinsel in der Provinz Nampula wird bis dahin fast vollständig überflutet werden.
Die sichelförmige Koralleninsel, auf der es eine große Festung gibt, war einst Hauptstadt und Handelszentrum des portugiesischen Ostafrikas und steht heute unter dem Schutz der UNESCO.
Tabasco, Mexiko
Im mexikanischen Bundesstaat Tabasco, ein flaches Gebiet am Golf von Mexiko, kommt es schon jetzt immer wieder zu Überschwemmungen – und eines Tages könnte es komplett unter Wasser stehen.
Der steigende Meeresspiegel bedroht die Feuchtgebiete und Wälder in der ländlichen Region sowie die vielen Kolonialstädte und die Maya-Ruinen von Malpasito und Comalcalco. Teile der Halbinsel Yucatán und des Bundesstaats Baja California zählen ebenfalls zum Risikogebiet.
Panama-Stadt, Panama
Auch die Viertel Casco Viejo und Costa del Este in Panama-Stadt könnten bis zum Jahr 2050 im Meer versunken sein. Panamas Hauptstadt wurde 1519 vom spanischen Eroberer Pedro Arias de Ávila gegründet und war die erste europäische Siedlung entlang der Pazifikküste.
Wie aus den Daten von Climate Central hervorgeht, sind auch die Festungen aus dem 17. und 18. Jahrhundert an der Karibikküste Panamas gefährdet. Die Bauwerke stehen wegen Umweltfaktoren, darunter dem Meeresspiegelanstieg, bereits seit 2012 auf der Liste des gefährdeten Welterbes der UNESCO.
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Bahamas, Karibik
Für kleine Inselstaaten wie die Bahamas wird der Anstieg des Meeresspiegels voraussichtlich katastrophale Folgen haben. Die Inselgruppe in der Karibik hatte 2019 bereits mit den Auswirkungen des Hurrikans Dorian zu kämpfen.
Den Daten von Climate Central zufolge werden die Inseln Grand Bahama und Andros – teilweise aber auch New Providence – in 30 Jahren unter Wasser stehen.
Bangkok, Thailand
Auch Thailands Hauptstadt, in der schätzungsweise elf Millionen Menschen leben, versinkt allmählich im Meer. Sie wird voraussichtlich eine der Städte sein, die der Anstieg des Meeresspiegels am stärksten betrifft, wie aus den Daten von Climate Central hervorgeht.
Die Megacity im Delta des Flusses Chao Phraya hatte bereits in den vergangenen Jahren immer wieder mit Überschwemmungen zu kämpfen – teils kam es dabei sogar zu Erosionen an Gebäuden. Schon bald könnten die alten Tempel, Schreine und Paläste Bangkoks vollständig unter Wasser stehen.
Ho-Chi-Minh-Stadt, Vietnam
Wenn der Meeresspiegel weiter ansteigt und keine Vorkehrungen zum Küstenschutz getroffen werden, wird ein Großteil von Vietnams Wirtschaftszentrum Ho-Chi-Minh-Stadt ebenso wie die bevölkerungsreiche Küstenregion südlich der Metropole unter Wasser stehen.
Im ehemaligen Saigon leben rund neun Millionen Menschen und die Stadt ist Standort wichtiger historischer und kultureller Wahrzeichen des Landes.
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Hué, Vietnam
Auch Zentralvietnam, einschließlich der Provinz Thừa Thiên-Hué, ist durch den Klimawandel gefährdet. Nicht nur der Meeresspiegel steigt, auch der Niederschlag wird mehr, wodurch in der Folge die tief liegenden Ebenen der Provinz zu überfluten drohen.
Besonders stark betroffen ist die Kaiserstadt Hué am Ufer des Song Huong (des sogenannten Parfümflusses). Als bedeutendes Zentrum für Politik, Kultur und Religion während der Nguyen-Dynastie umfasst Hué eine Vielzahl historischer Anlagen, darunter Paläste und Tempel, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählen.
Nagoya, Japan
Nagoya, eine der führenden Industriestädte Japans, liegt versteckt an der Mündung der Ise-Bucht auf der Insel Honshu. Genauso wie Osaka und Okayama ist auch diese Großstadt in den nächsten 30 Jahren vom Meeresanstieg bedroht und könnte zu großen Teilen überflutet werden.
Climate Central geht davon aus, dass das Wasseraufbereitungsmuseum und Teile des Meijo-Parks unter Wasser stehen werden, die Burg Nagoya (im Bild) aber wohl verschont bleiben dürfte.
Kuching, Malaysia
Kuching, die pittoreske Hauptstadt der malaysischen Provinz Sarawak auf Borneo, befindet sich den Daten zufolge ebenfalls im Hochwasser-Risikogebiet.
Die Uferpromenade entlang des Flusses Sarawak und das gut erhaltene Chinatown-Viertel zählen ebenso wie das alte Gerichtsgebäude aus dem 19. Jahrhundert, das heute ein Kulturzentrum ist, zu den gefährdeten Touristenattraktionen der Stadt. Der gesamte Vorort Petra Jaya wird der Studie nach in 30 Jahren ebenfalls komplett unter Wasser stehen.
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Mumbai, Indien
Die Prognosen von Climate Central sehen Indiens Finanzhauptstadt Mumbai, eine der größten Städte der Welt, ebenfalls in der Risikozone. Sie wurde auf mehreren Inseln erbaut, wobei insbesondere der historische Stadtkern als gefährdet gilt.
Damit könnten der Steinbogen „Gateway of India“, der die Uferpromenade des Hafens überragt, sowie der alte Höhlenkomplex auf Elephanta Island bald schon vom Arabischen Meer verschlungen werden.
Kolkata, Indien
Das tief liegende und dicht besiedelte Kolkata (früher: Kalkutta) ist eine weitere indische Küstenstadt, die 2050 überschwemmt sein könnte. Die Metropole befindet sich am Ostufer des Flusses Hugli (ein Mündungsarm des Ganges), der hier in den Golf von Bengalen mündet (dieser steigt mehr als dreimal so schnell an wie das Arabische Meer).
Indiens Kulturhauptstadt beheimatet zahlreiche historische Sehenswürdigkeiten wie alte Hindu-Tempel, Herrenhäuser aus der britischen Kolonialzeit, das einzige Chinatown des Landes sowie die Grabstätte von Mutter Teresa.
Shanghai, China
Shanghai bedeutet übersetzt „Stadt am Meer“, allerdings könnte die chinesische Metropole schon bald vom Meer verschlungen werden: Sie befindet sich den Daten von Climate Central nach in einem der am stärksten gefährdeten Gebiete Chinas.
Das ist vor allem der Lage im Jangtse-Delta geschuldet, das – ebenso wie das Perlflussdelta mit der Metropole Guangzhou – besonders anfällig für Überschwemmungen ist. Das tief liegende Gebiet ist dicht besiedelt.
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Manila, Philippinen
Eine weitere asiatische Megastadt, die vom steigenden Meeresspiegel bedroht ist, ist Manila, wo rund 15 Millionen Menschen leben. Wie aus den Daten von Climate Central hervorgeht, wird das Gebiet rund um die philippinische Hauptstadt und dessen Hafen zusammen mit anderen Teilen des Inselstaats bis 2050 im Pazifischen Ozean versinken.
In der Metropolregion ist der Meeresspiegel in den vergangenen Jahren Berichten zufolge fast dreimal so schnell gestiegen wie im globalen Durchschnitt.
Vereinigte Arabische Emirate
Bis zum Jahr 2050 wird es in den Vereinigten Arabischen Emiraten kein einziges Emirat geben, das nicht zumindest teilweise unter Wasser stehen wird, so die Daten von Climate Central. Das auch als Natur-Emirat bezeichnete Ra’s al-Chaima im Norden wird seine Mangroven, alten Perlendörfer und Luxusresorts an die Fluten verlieren. Weite Teile von Schardscha und Dubai (im Bild) werden ebenfalls im Persischen Golf versinken.
Abu Dhabi ist besonders gefährdet: Das Stadtzentrum könnte noch glimpflich davonkommen, aber für den Rest des Emirats muss mit dem Schlimmsten gerechnet werden.
Port Douglas, Australien
Australien bekommt die Auswirkungen des Klimawandels schon jetzt in allen Facetten zu spüren – Dürre, Buschbrände und Überschwemmungen. Hinzu wird der Studie zufolge auch der Anstieg des Meeresspiegels kommen und demnach einen Großteil der Ostküste und damit viele Touristenattraktionen im Bundesstaat Queensland gefährden.
Dem beliebten Ferienort Port Douglas unweit des Great Barrier Reefs droht eine Überflutung – ebenso wie Teilen des Daintree-Nationalparks, in dem der älteste tropische Regenwald der Welt liegt. Auch das sensible Ökosystem des Great Barrier Reefs ist dadurch in Gefahr.
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Westaustralien, Australien
Auch die Küste des Bundesstaats Westaustralien wird die Auswirkungen des Meeresspiegelanstiegs zu spüren bekommen. Teile der Coral Coast sowie die Regionen Pilbara und Kimberley sind besonders von Überflutungen bedroht.
Innerhalb von drei Jahrzehnten könnten das Tauchparadies Ningaloo (berühmt für Walhaie), der Cape-Range-Nationalpark und unzählige Inseln durch den Anstieg des Meeresspiegels teilweise oder sogar vollständig zerstört werden. Auch Port Hedland, eine der größten Städte in Westaustralien, und der rund 220 Kilometer lange Eighty Mile Beach (im Bild), der sich von dort bis nach Broome erstreckt, werden laut der Studie im Indischen Ozean verschwinden.
Tuvalu, Pazifik
Seit der Veröffentlichung der Daten von Climate Central sind weitere besorgniserregende Berichte zu Überflutungen durch den Klimawandel veröffentlicht worden. Neuen Erkenntnissen des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen der Vereinten Nationen zufolge wird der Meeresspiegel bis 2050 voraussichtlich um 15 bis 25 Zentimeter ansteigen.
Dies bedroht vor allem kleine Pazifiknationen wie Tuvalu (im Bild). Die neun tief liegenden Inseln zwischen Australien und Hawaii befinden sich nur bis zu fünf Meter über dem Meeresspiegel.
Churchill, Kanada
Der Küste der kanadischen Provinz Manitoba steht eine katastrophale Zukunft bevor, wie die Studie nahelegt. Churchill, die sogenannte Eisbärenhauptstadt am Südwestufer der Hudson Bay, spürt bereits die Auswirkungen des Klimawandels: Im Frühjahr treten immer häufiger Überschwemmungen auf.
Schon bald könnten ganze Landstriche im Meer versinken – darunter auch Wahrzeichen wie die Inuksuit, figürliche Steingebilde, die von den Inuit errichtet wurden, sowie das Prince of Wales Fort aus dem 18. Jahrhundert. Teile des Wapusk-Nationalparks, in dem Eisbären ihre Jungen zur Welt bringen, wären dann ebenfalls verschwunden.
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St. Augustine, USA
Überschwemmungen bedrohen die älteste Stadt der USA schon lange – und das wird auch in Zukunft so bleiben, stuft Climate Central St. Augustine an der Ostküste Floridas doch als besonders gefährdet ein. Das Risiko einer mindestens 1,20 Meter hohen Überschwemmung liegt für die Region demnach bis 2050 bei 64 Prozent.
2016 war die Stadt, deren Festung Castillo de San Marcos 1672 von den Spaniern erbaut wurde, bereits durch den Hurrikan Matthew überschwemmt worden. Im Oktober 2024 kam es durch den Hurrikan Milton erneut zu erheblichen Überschwemmungen.
Everglades, USA
Der allmählich ansteigende Meeresspiegel wirkt sich bereits auf den südlichen Teil der Everglades aus, einem riesigen tropischen Feuchtgebiet in Florida mit einer einmaligen Tier- und Pflanzenwelt. Wird nichts gegen Hochwasser unternommen, drückt das Salzwasser immer weiter ins Landesinnere, wodurch sich Süßwassersümpfe verkleinern und Küstenmangroven landeinwärts ausbreiten.
In dem Nationalpark leben bedrohte Arten wie die Seekuh, das amerikanische Krokodil und der Florida-Puma.
Florida Keys, USA
Ein Großteil der Küste Südfloridas wird der Studie zufolge bis 2050 überschwemmt sein, einschließlich des Korallen-Archipels Florida Keys. Key West wird voraussichtlich zu den ersten US-Städten gehören, die unter Wasser stehen.
Schätzungen zufolge werden bis 2060 über 60 Prozent des bewohnbaren Landes der Keys überflutet sein. Bis 2100 sollen es sogar 95 Prozent sein.
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New Orleans, USA
Da ein Großteil von New Orleans unterhalb des Meeresspiegels liegt, ist die Stadt in Louisiana besonders hochwassergefährdet. Die Zukunft der historischen Gebäude ist also ungewiss. Nach der Verwüstung durch den Hurrikan Katrina im Jahr 2005 wurden zum Schutz für mehrere Milliarden US-Dollar Deiche errichtet.
Doch steigt der Meeresspiegel weiter, könnten die Vororte im Meer versinken. Laut Climate Central liegt das Risiko mindestens einer Überschwemmung von über 1,80 Meter bis 2050 in der Region bei 89 Prozent.
Charleston, USA
Charleston in South Carolina ist der Studie zufolge eine riskante Stadt zum Leben. Demnach liegt die Wahrscheinlichkeit, dass es im Charleston County bis zum Jahr 2050 zu mindestens einer Überschwemmung von über 1,50 Metern kommt, bei 34 Prozent.
Vor allem die tiefliegenden historischen Gebäude in der Altstadt sind gefährdet. Sturmfluten entlang des Hafens werden voraussichtlich häufiger und schwerer.
San Francisco, USA
Die Bucht von San Francisco ist eine der durch den steigenden Meeresspiegel am stärksten gefährdeten Orte an der Westküste der USA. Die Karte von Climate Central zeigt rund um die Bucht extreme Überschwemmungen, die Teile von San Francisco, Fremont und Foster City betreffen.
Unter Wasser wird demnach auch das Sumpfgebiet San Pablo Bay stehen, ebenso wie die Feuchtgebiete im Sonoma County. Die Fluten erreichen sogar die Städte Napa und Sacramento.
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New York, USA
Eine ungewisse Zukunft steht voraussichtlich auch der Millionenmetropole New York bevor – Teile des Bundesstaats New York und des angrenzenden New Jersey gelten laut Studie ebenfalls als gefährdet. Demnach liegt das Risiko für mindestens eine Überschwemmung von 1,80 Metern Höhe bis zum Jahr 2050 bei 68 Prozent.
Alle am Wasser gelegenen Stadtteile könnten dabei unvorstellbare Schäden davontragen. 2012 waren durch den Hurrikan Sandy bereits die Stadtteile Lower Manhattan, Red Hook und die Halbinsel Rockaway überflutet worden.
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