Hier liegen 21 der berühmtesten Schiffe der Weltgeschichte – auch in Deutschland
Wo Sie Legenden der Seefahrt zu sehen bekommen
Seit Tausenden von Jahren prägen Schiffe den Lauf der Geschichte. Sie trugen waghalsige Abenteurer übers Meer, führten mutige Entdecker zu neuen Horizonten und verwandelten Seereisen in glanzvolle Ereignisse. Diese schwimmenden Zeugen vergangener Epochen formten nicht nur die Weltgeschichte, sie revolutionierten auch unser Verständnis von Mobilität und Luxus.
Ob Galeonen der Entdeckungszeit oder Wikingerschiffe und die Ozeandampfer der Belle Époque – jedes dieser maritimen Meisterwerke erzählt seine eigene Geschichte und als Katalysatoren des Fortschritts haben sie unsere heutige Welt maßgeblich mitgestaltetet.
Sehen Sie hier 21 berühmte Schiffe in Bildern und finden Sie heraus, wo Sie sie besichtigen können. Ein Überblick in spannenden Bildern ...
Adaptiert von Rebecca Andel
„Alexander von Humboldt“, Bremen, Deutschland
Die „Alexander von Humboldt“ begann ihre Geschichte 1906 als stählernes Feuerschiff, das wie ein mobiler Leuchtturm den Seefahrern der Nordsee den Weg wies. Nach einer Versenkung und anschließenden Bergung in den 1950er-Jahren begann für sie ein neues Kapitel: Mit Masten, Segeln und einem frischen grünen Anstrich wurde sie 1988 zum Segelschulschiff umgebaut.
In ihrer zweiten Karriere eroberte die „Alexander von Humboldt“ die Weltmeere. Sie legte mehr als 300.000 Seemeilen zurück, überquerte zehnmal den Atlantik und umrundete zweimal Kap Hoorn, die stürmische Spitze Südamerikas.
„Alexander von Humboldt“, Bremen, Deutschland
In Deutschland verbinden viele die grünen Segel der „Alexander von Humboldt“ mit Beck's Bier, seit die Bremer Brauerei Ende der 1980er-Jahre begann, das Schiff für seine Werbekampagnen zu nutzen.
Im Jahr 2011 begann dann ein neues Kapitel in der Geschichte des Schiffs: Die „Alex“ kehrte in ihre Heimat Bremen zurück und verwandelte sich von einem stolzen Segler in ein schwimmendes Hotel mit 38 Kojen und einem Restaurant.
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HMS „Victory“, Portsmouth, England
Als ältestes im Dienst befindliche Kriegsschiff der Welt verkörpert die HMS „Victory“ den Höhepunkt britischer Seeherrschaft. Ihre größte Stunde schlug 1805: Unter dem Kommando des legendären Admirals Horatio Nelson fuhr sie als Flaggschiff in die Schlacht von Trafalgar und bezwang die vereinten Flotten Frankreichs und Spaniens.
Die 1765 zu Wasser gelassene „Victory“ erwies sich als außergewöhnlich langlebiges Meisterwerk des Schiffbaus. Ihre Karriere umspannte mehrere epochale Konflikte: vom amerikanischen Unabhängigkeitskrieg bis zu den französischen Revolutionskriegen.
HMS „Victory“, Portsmouth, England
1922 kam die HMS „Victory“ nach Jahrhunderten auf See zuerst ins Trockendock und öffnete dann 1928 ihre Decks für die Öffentlichkeit als Museum britischer Seefahrergeschichte.
Die Schicksalsschläge des Zweiten Weltkriegs trafen aber auch die „Victory“ – deutsche Bomben fügten dem Schiff schwere Schäden zu. Nach einer umfangreichen Restaurierung wurde sie dem Nationalen Marinemuseum übergeben. Heute thront die HMS „Victory“ im Historischen Dockyard von Portsmouth als einer der bedeutendsten maritimen Schätze der Welt und ist auch nach 250 Jahren weiterhin offiziell ein aktives Kriegsschiff der britischen Royal Navy.
„L'Hermione“, Rochefort, Frankreich
Die „L'Hermione“ verkörpert eine Verflechtung der Geschichte mehrerer Nationen. Mit der heutigen Rekonstruktion wird ihre berühmte Vorgängerin von 1779 gewürdigt, die ein Jahr später den französischen General Lafayette über den Atlantik brachte, als Hoffnungsträger einer ganzen Nation. Lafayettes Mission zur Unterstützung der amerikanischen Rebellen gegen die britische Krone machte ihn zu einem der engsten Vertrauten George Washingtons.
Lafayette erwies sich so als Schlüsselfigur der französisch-amerikanischen Beziehungen. Seine Ankunft besiegelte die Allianz beider Nationen, was schließlich den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zugunsten der Revolutionäre entschied. Das Ende der britischen Kolonialherrschaft und die Geburt der USA waren die Folge.
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„L'Hermione“, Rochefort, Frankreich
Die „L'Hermione“ endete 1793 an den tückischen Felsen von Le Croisic nahe Nantes. In den 1990er-Jahren begann ein Rekonstruktionsprojekt, bei dem 2.000 Eichen für den originalgetreuen Nachbau des 44 Meter langen Rumpfes und der drei Masten gefällt wurden.
Im Jahr 2015 überquerte die neue „L'Hermione“ auf den Spuren ihrer berühmten Vorgängerin den Atlantik. Gegenwärtig liegt das Schiff jedoch im Trockendock von Bayonne, wo es einer gründlichen Überholung unterzogen wird. Nach Abschluss der Restaurierung wird die „L'Hermione“ in ihren Geburtshafen Rochefort zurückkehren, wo im 18. Jahrhundert ihre Geschichte begann.
„Vasa“, Stockholm, Schweden
Dieses schwedische Kriegsschiff aus dem 17. Jahrhundert scheiterte an seinen eigenen Ambitionen. Trotz all seiner Verzierungen und seiner Größe erwies sich die „Vasa“ als Fehlschlag und sank bei ihrer Jungfernfahrt im Jahr 1628 nach nur wenigen Minuten, noch bevor sie den Stockholmer Hafen verlassen hatte.
1961 wurde das Schiff nach mehr als drei Jahrhunderten auf dem Meeresgrund mit erstaunlich gut erhaltenem Rumpf geborgen. Heute bildet die „Vasa“ das Herzstück des gleichnamigen Museums, einer der bedeutendsten Touristenattraktionen Schwedens.
„Vasa“, Stockholm, Schweden
Das Vasa-Museum thront majestätisch in Stockholms königlichem Stadtpark auf der Insel Djurgården und zieht seit der Bergung des Schiffs jährlich über eine Million Besucher in seinen Bann.
Ein besonderes Merkmal des Museums sind die originalgetreuen Masten, die sich aus dem Gebäude erheben und zu einem charakteristischen Element der Stockholmer Stadtsilhouette geworden sind.
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„Cap San Diego“, Hamburg, Deutschland
Das elegante Frachtschiff „Cap San Diego“ war als „Der weiße Schwan des Südatlantiks“ bekannt und lief 1961 als größtes und letztes Exemplar einer sechsteiligen Reihe Hamburger Fracht- und Passagierschiffe vom Stapel. Auf seinen Routen zwischen Deutschland und Südamerika transportierte es gewaltige Ladungen – von Kaffee und Kakao bis zu Baumwolle, Rindfleisch und Speiseöl.
Obwohl die „Cap San Diego“ neben den heutigen Containerriesen bescheiden wirkt, war sie zu ihrer Zeit ein Meilenstein maritimer Ingenieurskunst. Als die Ära der klassischen Frachtschiffe in den 1980er-Jahren zu Ende ging, entging sie dem Schicksal der Verschrottung und ist heute ein Museumsschiff.
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„Cap San Diego“, Hamburg, Deutschland
Seit über 40 Jahren prägt die „Cap San Diego“ das Panorama des Hamburger Hafens und sticht als größtes fahrtüchtiges Museumsschiff der Welt auch regelmäßig in See.
Besucher können in dem schwimmenden Museum die historischen Mannschaftsquartiere, die Ladedecks und den Maschinenraum erkunden. Man kann sogar in den Kapitänsquartieren übernachten, die Seefahrerromantik mit modernem Komfort vereinen. Auch Comedy-Abende oder ein Hochseilgarten machen die „Cap San Diego“ zu einer beliebten Attraktion.
„Mayflower II“, Plymouth, USA
Ein unscheinbares Handelsschiff schrieb im 17. Jahrhundert Weltgeschichte: Die „Mayflower“ wurde zum Symbol amerikanischer Identität, als sie 1620 die ersten Pilger von England über den Atlantik in die Neue Welt brachte. Ursprünglich war geplant, dass die „Mayflower“ die gefährliche Atlantiküberquerung gemeinsam mit der kleineren „Speedwell“ antreten würde. Die Schiffe trafen sich dafür in Southampton, nachdem die „Mayflower“ in London gestartet war.
Die „Speedwell“ erwies sich jedoch als seeuntüchtig und ein nicht zu behebendes Leck machte die gemeinsame Überfahrt unmöglich. Im Hafen von Plymouth nahm die „Mayflower“ die gestrandeten Passagiere auf und stach allein in See. Nachdem die Siedler die Küste von Massachusetts erreicht hatten, errichteten sie dort die nach ihrem Aufbruchshafen benannte Kolonie Plymouth als zweite permanente europäische Siedlung auf amerikanischem Boden.
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„Mayflower II“, Plymouth, USA
Die „Mayflower“ fiel dem Zahn der Zeit zum Opfer – nach jahrelangem Dienst endete sie im 17. Jahrhundert vermutlich als Altholz. Doch ihr Vermächtnis segelte weiter: in Gestalt der „Mayflower II“, einer historisch präzisen Rekonstruktion.
Im Jahr 1957 wiederholte diese im englischen Brixham gebaute Nachbildung die historische Atlantiküberquerung ihrer berühmten Vorgängerin und landete in Plymouth im US-Bundesstaat Massachusetts. Anlässlich der 400-Jahr-Feierlichkeiten im Jahr 2020 wurde das Schiff grundlegend restauriert und ist heute ein Highlight des dortigen Plimoth Patuxet Living History Museum.
HMS „Belfast“, London, England
Die HMS „Belfast“, ein imposanter Zeuge des Zweiten Weltkriegs, hat in der britischen Hauptstadt zwischen London Bridge und Tower Bridge ihren letzten Ankerplatz auf der Themse gefunden.
Der 1938 fertiggestellte leichte Kreuzer der Town-Klasse blickt auf eine 25-jährige Dienstzeit in der Royal Navy zurück, während der er besonders im Zweiten Weltkrieg entscheidende Einsätze absolvierte. Seit ihrer Ausmusterung 1971 ist die HMS „Belfast“ als schwimmendes Museum eine beliebte Besucherattraktion.
HMS „Belfast“, London, England
An Bord der HMS „Belfast“, die Teil des Londoner Imperial War Museums ist, können Besucher alle neun authentisch erhaltenen Decks erkunden. Ausstellungsstücke vermitteln ein lebendiges Bild vom Leben an Bord und interaktive Stationen und multisensorische Erlebnisbereiche machen Geschichte auch für kleine Gäste spielerisch erfahrbar.
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RRS „Discovery“, Dundee, Schottland
Die RRS „Discovery“ wurde 1901 speziell für wissenschaftliche Expeditionen in die extremsten Regionen der Erde konzipiert und ruht heute an ihrem historischen Geburtsort im schottischen Dundee.
Das letzte in Großbritannien gebaute hölzerne Dreimastschiff startete 1902 mit einer zukunftsweisenden Kombination aus Dampf- und Segelantrieb zu einer Antarktisexpedition, die von den später legendären Polarforschern Robert Scott und Ernest Shackleton geleitet wurde.
RRS „Discovery“, Dundee, Schottland
An Bord der RRS „Discovery“ öffnet sich heute ein Fenster in die Epoche der großen Polarexpeditionen. Besucher können dort entdecken, wie Scott und sein Team in den extremsten Gegenden der Erde lebten und überlebten.
Die RRS „Discovery“ ist in das Discovery Point Visitor Centre in Dundee eingebettet, wo die historischen Entdeckungsreisen anhand von mehr als 150 Exponaten, Filmvorführungen und Galerien lebendig werden. Aktuell wird das Schiff restauriert, ist aber weiter geöffnet, sodass Besuchern traditionelle Restaurierungstechniken aus nächster Nähe miterleben können.
„Mikasa“, Yokosuka, Japan
Die „Mikasa“, zwischen 1899 und 1900 in den britischen Werften von Barrow-in-Furness gebaut, verkörpert einen entscheidenden Moment der Marinegeschichte. Als Flaggschiff der kaiserlichen japanischen Marine prägte sie maßgeblich den Ausgang des Russisch-Japanischen Krieges.
Die Einführung der revolutionären HMS „Dreadnought“ im Jahr 1906 läutete das Ende der klassischen Schlachtschiffära ein und die „Mikasa“ ist heute der einzige Vertreter des alten Schiffstyps. Sie dokumentiert nicht nur einen technologischen Umbruch in der Kriegsschifffahrt, sondern auch Japans Aufstieg zur maritimen Großmacht.
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„Mikasa“, Yokosuka, Japan
Die 1923 außer Dienst gestellte „Mikasa“ ist heute ein Museumsschiff im Hafen von Yokosuka in der Präfektur Kanagawa. Besucher können die original erhaltenen Funkräumen, die Hauptartillerie und die Admiralsquartiere auf der Brücke erkunden und haben auch Zugang zum Oberdeck und Hauptdeck des historischen Schiffs.
SS „Great Britain“, Bristol, England
Die SS „Great Britain“, ein Meisterwerk viktorianischen Ingenieurwesens, wurde von dem visionären britschen Ingenieur Isambard Kingdom Brunel entworfen und 1843 vom Stapel gelassen. Dieser Passagierdampfer, der die Transatlantikroute zwischen Bristol und New York bediente, setzte neue Maßstäbe in der modernen Schifffahrt und wurde als „das größte Experiment seit der Schöpfung“ gefeiert. Mit innovativem Design und fortschrittlicher Technik prägte die SS „Great Britain“ die Zukunft des Reisens für Generationen.
SS „Great Britain“, Bristol, England
Nach einer wechselvollen Geschichte, die sie von einem prestigeträchtigen Passagierschiff zu einem Frachter und schließlich zu einem Lagerschiff werden ließ, schien das Schicksal der SS „Great Britain“ besiegelt. Doch 1970, nach Jahrzehnten des Verfalls, kam das Schiff zurück ins Trockendock.
Heute liegt die SS „Great Britain“ als Museum im historischen Hafen Bristols. Besucher können die aufwendig restaurierten Passagierkabinen und Speisesäle erkunden, die den Glanz und Komfort der viktorianischen Ära eindrucksvoll widerspiegeln.
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USS „Wisconsin“, Norfolk, USA
Das Schlachtschiff USS „Wisconsin“ wurde im Jahr 1941 als eines der letzten und größten seiner Art von der US-Marine in Dienst gestellt. Mit seiner imposanten Erscheinung und überlegenen Feuerkraft prägte es entscheidende Kapitel der Militärgeschichte. Für ihre Einsätze im Zweiten Weltkrieg und im Koreakrieg wurde die USS „Wisconsin“ mit höchsten militärischen Ehren gewürdigt.
Im Nauticus Maritime Museum von Norfolk – der Heimat des weltweit größten Marinestützpunkts an der Südostküste des US-Bundesstaats Virginia – steht das Schiff heute Besuchern offen.
USS „Wisconsin“, Norfolk, USA
Das Schlachtschiff bietet außergewöhnliche Entdeckungstouren: Von der Kombüse bis zur Schiffsbibliothek können Besucher zentrale Bereiche erkunden. Besonders interessant sind die geführten Touren ehemaliger Offiziere und Veteranen, die mit persönlichen Geschichten und Anekdoten die Geschichte des Schiffes lebendig werden lassen.
Wer möchte, kann auch eine Nacht an Bord verbringen, um Norfolk, Virginias zweitgrößter Stadt, besser kennenzulernen: Das Chrysler Museum of Art beeindruckt mit seiner Sammlung von mehr als 30.000 Kunstwerken, während der Virginia Zoo am Flussufer Erholung in grüner Umgebung bietet.
Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, Lauenburg, Deutschland
Der Schaufelraddampfer „Kaiser Wilhelm“ wurde 1900 in Dresden gebaut und gleitet als dienstältester noch aktiver Raddampfer auch 125 Jahre später weiterhin majestätisch über die Elbe.
In der Frühjahrs- und Sommersaison werden regelmäßig Flusskreuzfahrten angeboten. Diesen Sommer wird der 125-jährige Geburtstag zudem mit einer Jubiläumsreise von Dresden nach Lauenburg gefeiert.
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Raddampfer „Kaiser Wilhelm“, Lauenburg, Deutschland
Die „Kaiser Wilhelm“ wird von einem Freiwilligen-Team betrieben und bietet auf zwei Decks Platz für 270 Passagiere. Modernisierungen wie die zeitgemäße Bordgastronomie ergänzen den historischen Charme, während der Steinkohleantrieb das ursprüngliche Dampfererlebnis bewahrt. Der Heimathafen des Raddampfers ist in Lauenburg, wo es auch ein Schifffahrtsmuseum zu besichtigen gibt.
„Queen Elisabeth 2“, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Die „Queen Elizabeth 2“ – oder kurz „QE2“ – ist einer der kultigsten Luxusliner der Cunard Line. Mit einer Länge von 293 Metern stach sie im Mai 1969 zu ihrer Jungfernfahrt von Southampton nach New York in See und wurde dabei von einer jubelnden Menge verabschiedet (Bild).
In ihren 39 Dienstjahren absolvierte die „QE2“ 806 Atlantiküberquerungen und 25 Weltumsegelungen, fuhr Millionen von Seemeilen und wurde so zur Legende der Kreuzfahrtschifffahrt. Während des Falklandkriegs wurde sie sogar kurzfristig als Truppentransporter eingesetzt, bevor sie wieder in ihre Rolle als Luxus-Kreuzfahrtschiff zurückkehrte.
„Queen Elisabeth 2“, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate
Im Jahr 2007 wurde die „QE2“ für 78 Millionen britische Pfund an die staatliche Istithmar World in Dubai verkauft, was nach heutigem Geldwert umgerechnet über 156 Millionen Euro entspricht. Nach einer fast zehnjährigen Ruhephase im Jachthafen Mina Rashid begann 2017 die Transformation des Schiffs in ein exklusives Hotelresort in der Nähe von Besucherattraktionen wie dem Burj Khalifa, der Dubai Mall und dem traditionellen Gold Souk,
Eröffnet wurde das 13-stöckige schwimmende Hotel 2018. Besucher können heute durch original erhaltene Räumlichkeiten wandeln – von restaurierten Suiten bis zu eleganten Salons, die mit historischen Artefakten die Geschichte der „QE2“ erzählen. Neben geführten Touren bietet sich auch die Gelegenheit, in einer der Kabinen zu übernachten.
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„Queen Mary“, Long Beach, USA
Der Ozeandampfer „Queen Mary“ symbolisiert den Glamour und die Eleganz einer vergangenen Ära. Ursprünglich von der Cunard Line als Flaggschiff gebaut, befuhr sie die Nordatlantikroute und wurde später, während des Zweiten Weltkriegs, als Truppentransporter eingesetzt. Nach ihrer Außerdienststellung im Jahr 1967 fand sie eine neue Bestimmung als schwimmendes Wahrzeichen im kalifornischen Long Beach.
Auf ihrer Jungfernfahrt wurde die „Queen Mary“ mit dem Blauen Band ausgezeichnet, ein Symbol für technische Innovation und Geschwindigkeit. Doch sie war mehr als nur ein Meisterwerk der Technik: Mit ihrem unvergleichlichen Luxus und ihrer kunstvollen Art-déco-Ausstattung zog sie britische Royals und Hollywoodstars gleichermaßen in ihren Bann.
„Queen Mary“, Long Beach, USA
Heute ist das Schiff in seinem kalifornischen Hafen ein historisches Museum, luxuriöses Hotel und Touristenmagnet. Neben einer Ausstellung gibt es spezielle historische Führungen und das authentische Art-déco-Ambiente der 1930er-Jahre bietet ein besonderes Übernachtungserlebnis in den restaurierten Kabinen. Gäste können sich zudem im Bordspa verwöhnen lassen.
Königliche Jacht „Britannia“, Edinburgh, Schottland
Die königliche Jacht „Britannia“, einst ein Schmuckstück des britischen Königshauses, zählt heute zu den meistbesuchten Attraktionen Schottlands. Fast 400.000 Besucher jährlich sind neugierig auf das Schiff, das für Königin Elisabeth II. eine besondere Bedeutung hatte.
Die Geschichte der „Britannia“ begann 1952, parallel zur Thronbesteigung der jungen Königin. In den folgenden viereinhalb Jahrzehnten navigierte die königliche Jacht mehr als eine Million Seemeilen über die Weltmeere und diente dabei sowohl bei offziellen Gelegenheiten als auch für private Urlaubsreisen als mobile Residenz der britischen Krone.
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Königliche Jacht „Britannia“, Edinburgh, Schottland
Heute können Besucher im Hafen von Edinburgh den Königlichen Salon genau wie die Besatzungsräumlichkeiten und das Maschinendeck besichtigen – und danach im Royal Deck standesgemäß ein Tässchen Tee zu sich nehmen.
USS „Midway“, San Diego, USA
Die USS „Midway“ war bis 1955 das größte Schiff der Welt. Als damals hochmoderner Flugzeugträger bot sie den Kampfjets der US Navy eine mobile Operationsbasis mitten auf den Weltmeeren.
Das Schiff wurde Ende des Zweiten Weltkriegs in Dienst gestellt und spielte u. a. in den Jahren des Vietnamkriegs und später während des Golfkriegs als strategische Kommandozentrale und unverzichtbare Startplattform für Luftoperationen eine wichtige Rolle.
USS „Midway“, San Diego, USA
Im Herzen der kalifornischen Hafenstadt San Diego hat die USS „Midway“ ihre letzte Mission als Museumsschiff gefunden: Über 60 interaktive Exponate verteilen sich auf drei Ebenen – vom Flugdeck über den Hangar bis in die Unterwelt des Schiffes.
Flugsimulatoren vermitteln einen Eindruck vom Leben als Marinepilot, während selbstgeführte Touren Einblicke in den Alltag auf See gewähren. Ein besonderes Highlight bietet das Übernachtungserlebnis „Overnight Adventure“: Gäste können in authentischen Navy-Kojen übernachten und ein Frühstück an Bord des legendären Flugzeugträgers genießen.
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„Golden Hind“, London und Brixham, England
Die „Golden Hind“ schrieb Seefahrtsgeschichte: Unter dem Kommando von Francis Drake, einem Günstling von Königin Elisabeth I., vollendete sie zwischen 1577 und 1580 die erste englische Weltumsegelung. Doch diese Reise war mehr als nur eine geografische Meisterleistung. Als die „Golden Hind“ in die englischen Gewässer zurückkehrte, barg ihr Rumpf eine reiche Beute. Allein der königliche Anteil der Schätze übertraf die gesamten Staatsschulden Englands.
„Golden Hind“, London und Brixham, England
Die originale „Golden Hind“ existiert nicht mehr, doch ihr Erbe lebt in zwei Rekonstruktionen weiter. Am Südufer der Themse in London lädt eine Nachbildung in Originalgröße zu einer Zeitreise ein. Diese besondere Version bewahrt sogar Teile der historischen Galeone und ermöglicht Besuchern einen Einblick in das Leben auf einem Schiff der Tudorzeit.
Eine zweite originalgetreue Rekonstruktion ankert im Hafen von Brixham nahe der Küstenstadt Torquay in Devon.
USS „Constitution“, Boston, USA
Im Jahr 1794 gaben die neu gegründeten Vereinigten Staaten den Bau von sechs Kriegsschiffen in Auftrag, um eine moderne Marine aufzubauen, und die USS „Constitution“ war eines der ersten, das diese Vision verkörperte. Das Schiff war maßgeblich an der Entstehung des modernen Amerikas beteiligt, wie wir es heute kennen:
Gebaut in Boston lief die „Constitution“ 1797 bei Hartt’s Werft vom Stapel und wurde im Krieg von 1812 zur Legende, als sie vier britische Kriegsschiffe besiegte.
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USS „Constitution“, Boston, USA
Als ältestes noch schwimmfähiges Kriegsschiff der Welt bietet die dreimastige Fregatte USS „Constitution“ heute Boston-Besuchern die Gelegenheit, mehr als zwei Jahrhunderte amerikanischer Seefahrergeschichte zu erleben. Das gegenüberliegende USS „Constitution“-Museum ergänzt das Erlebnis mit einer familienfreundlichen, interaktiven Ausstellung und historischen Exponaten.
„Mary Rose“, Portsmouth, England
Die „Mary Rose“ verkörpert einen Höhepunkt der Tudor-Schiffsbaukunst und wurde 1511 als prachtvolle Karacke für König Heinrich VIII. gefertigt. Sie entwickelte sie sich zu seinem bevorzugten Kriegsschiff und diente der englischen Krone mehr als drei Jahrzehnte lang. Ihr rätselhafter Untergang 1545, während der Schlacht im Solent, markierte das Ende eines bemerkenswerten Einsatzes – bis sie 1982, nach mehr als 400 Jahren in der Tiefe, wieder ans Tageslicht geholt wurde.
„Mary Rose“, Portsmouth, England
Heute steht die „Mary Rose“ im Portsmouth Historic Dockyard im Mittelpunkt eines um sie herum gebauten Museums. Durch raumhohe Glaswände eröffnen sich Einblicke in das Unter- und Hauptdeck des historischen Schiffs, das wie eine perfekt konservierte Zeitkapsel erscheint. In einem immersiven 4D-Theater können Besucher die Bergung miterleben, während eine Sammlung von 19.000 Artefakten – von persönlichen Gegenständen bis zu maritimer Ausrüstung – das Leben in der Tudorzeit lebendig werden lässt.
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Museum der Wikingerzeit, Oslo, Norwegen
Das Museum der Wikingerzeit, ehemals bekannt als Wikingerschiffsmuseum, wird nach seiner Wiedereröffnung 2027 mit den Schiffen „Oseberg“, „Gokstad“ und „Tune“ drei der spannendsten Relikte der Wikingerzeit beherbergen.
Diese prachtvoll gearbeiteten Wikingerschiffe fuhren erst übers Meer, bevor sie an Land gebracht wurden, um in Grabhügeln verwendet zu werden. Als Archäologen die Schiffe entdeckten, fanden sie darin nicht nur außergewöhnlich gut erhaltene Holzstrukturen, sondern auch eine Fülle von Grabbeigaben von Alltagsgegenständen bis hin zu religiösen Artefakten.
Museum der Wikingerzeit, Oslo, Norwegen
Die drei Schiffe haben ihre letzte Ruhestätte auf der Halbinsel Bygdøy gefunden, einem idyllischen Gebiet mit vielen Wäldern, das für seine reiche maritime Geschichte bekannt ist. Von Oslos Stadtzentrum aus ist Bygdøy bequem per Boot oder Bus zu erreichen.
Auch wenn die Schiffe weniger beeindruckend erscheinen mögen als andere auf unserer Liste, ist ihr historisches Alter atemberaubend: Die „Gokstad“ und „Tune“ stammen aus dem neunten Jahrhundert, während die „Oseberg“ sogar auf das Jahr 820 n. Chr. datiert wird.
„Cutty Sark“, London, England
Die „Cutty Sark“ ist der letzte in Großbritannien gebaute Teeklipper, der zu seiner Zeit als der schnellste seiner Art galt. Nach dem Stapellauf im Jahr 1869 segelte das 963-Tonnen-Schiff in seinen Dienstjahren als Frachtschiff durch heftige Stürme und legte eine Strecke zurück, die der zweieinhalbfachen Entfernung zum Mond und zurück entspricht.
Die Jungfernfahrt der „Cutty Sark“ führte nach Shanghai. Auf dem Rückweg nach London hatte sie dann beeindruckende 600.000 Kilogramm Tee im Frachtraum. Heute ist sie Teil der Royal Museums Greenwich und seit über sechs Jahrzehnten eine der beliebtesten Besucherattraktionen Londons.
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„Cutty Sark“, London, England
Besucher können auf der „Cutty Sark“ unter dem elegant geschwungenen Schiffsrumpf laufen, den Tisch des Kapitäns bewundern und sogar das Steuer übernehmen. Für Abenteurer gibt es die Möglichkeit, die Takelage zu besteigen und die Aussicht auf Greenwich zu genießen.
Neben der „Cutty Sark“ bietet Greenwich, dessen maritimes Erbe auf der UNESCO-Liste steht, die Möglichkeit das National Maritime Museum, das Royal Observatory, das Queen's House oder die grandiose Painted Hall im Old Royal Naval College zu besuchen. Die Anreise zu dem am Südostufer der Themse gelegenen Stadtteil erfolgt vom Stadtzentrum aus passenderweise am besten per Boot mit dem Thames-Clippers-Service.
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