24 einzigartige Wahrzeichen, die die Welt für immer verloren hat
Ehemalige Attraktionen in Vorher-Nachher-Bildern
Sie fielen den Naturgewalten zum Opfer, wurden durch den Menschen oder den Klimawandel zerstört: Die folgenden Sehenswürdigkeiten faszinierten Einheimische und Touristen zugleich, sind inzwischen jedoch auf keiner Landkarte mehr zu finden.
Das sind die bewegenden Geschichten hinter 24 verlorenen Wahrzeichen in Vorher-Nachher-Bildern.
Adaptiert von Sandra Schröpfer und Tascha Walker Dean
Royal Opera House, Valletta, Malta
Royal Opera House, Valletta, Malta
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Azure Window, Gozo, Malta
Azure Window, Gozo, Malta
Als im März 2017 ein schwerer Sturm das Malteser Wahrzeichen zum Einsturz brachte, war die Bestürzung bei Einheimischen und Touristen groß. Doch das Ganze hatte auch etwas Positives: Die herabgestürzten Felsen haben am Meeresboden eine spannende neue Unterwasserwelt geformt, von der Taucher begeistert sind.
Casino im Central Park, New York, USA
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Casino im Central Park, New York, USA
Buddha-Statuen, Bamiyan, Afghanistan
Buddha-Statuen, Bamiyan, Afghanistan
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Wawoma Tree, Yosemite-Nationalpark, Kalifornien, USA
1881 wurde im Yosemite-Nationalpark ein Tunnel durch diesen 2.100 Jahre alten Mammutbaum gebaut. Anfang des 20. Jahrhunderts (als dieses Foto entstand) war der Baum zu einer Attraktion bei Touristen geworden, die sich gerne vor dem rund 71 Meter hohen Naturwunder ablichten ließen. Sogar US-Präsident Theodore Roosevelt besuchte den sogenannten Mariposa Grove 1903.
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Wawoma Tree, Yosemite-Nationalpark, Kalifornien, USA
Crystal Palace, London, England
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Crystal Palace, London, Englan
1936 zerstörte ein Brand das Gebäude jedoch. Bis heute ist unklar, wie das Feuer ausbrach und ob es sich womöglich um Brandstiftung handelte. Die Überreste des Bauwerks, darunter mehrere Terrassen, Sphinx-Statuen und eine riesige Büste des Architekten Joseph Paxton, sind heute im Crystal Palace Park zu sehen.
Jump-Off Joe, Newport, Oregon, USA
Jump-Off Joe, Newport, Oregon, USA
Mutter Natur und der Mensch besiegelten das Schicksal des 30 Meter hohen Felsens. In der Bucht waren Ende des 19. Jahrhunderts Bootsanlegestellen gebaut worden, die die Gezeiten veränderten und die Erosion des Jump-Off Joe beschleunigten. 1916 stürzte das Wahrzeichen ein, heute erinnern nur noch ein paar felsige Überreste am Nye Beach an die Formation.
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Duckbill-Fels, Oregon, USA
Duckbill-Fels, Oregon, USA
Sutro-Bäder, San Francisco, USA
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Sutro-Bäder, San Francisco, USA
Pink and White Terraces, Lake Rotomahana, Neuseeland
Pink and White Terraces, Lake Rotomahana, Neuseeland
Der Lake Rotomahana bleibt dennoch ein lohnenswertes Ausflugsziel, obwohl heute niemand mehr weiß, wo genau die Pink and White Terraces lagen. Mithilfe von Tagebucheinträgen des Geologen Ferdinand von Hochstetter arbeiten die Forscher daran, die Terrassen zu lokalisieren und auszugraben. Nicht ausgeschlossen, dass sie eines Tages wieder zum Vorschein kommen.
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Chacaltaya-Gletscher, Bolivien
Chacaltaya-Gletscher, Bolivien
1998 prophezeiten Experten noch, dass der Gletscher bis 2015 überleben würde, aber durch den Klimawandel war er sechs Jahre früher geschmolzen als erwartet. Heute ist Chacaltaya nicht viel mehr als karges Gestein. Anstatt von Skifahrern trifft man hier nun auf Bergsteiger, die den Gipfel bezwingen wollen.
Vidám Park, Budapest, Ungarn
Obwohl er weder mit eindrucksvoller Architektur noch natürlicher Schönheit glänzte, war dieser ehemalige Vergnügungspark eine Institution für alle, die nach Nervenkitzel oder einem besonderen Abenteuer suchten. Der Vidám Park in Budapest lockte zu seiner Blütezeit in den 1970er-Jahren rund 2,7 Millionen Besucher pro Saison. Er hatte mehrere traditionelle Fahrgeschäfte, darunter eine Holzachterbahn von 1922 und ein Karussell, das 1906 erbaut wurde.
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Vidám Park, Budapest, Ungarn
Sete-Quedas-Wasserfälle, Paraguay/Brasilien
Vor weniger als 40 Jahren lagen an der Grenze zwischen Paraguay und Brasilien noch die mächtigsten Wasserfälle der Welt. Mit 18 Fällen, der höchste davon knapp 40 Meter, zog das Naturwunder Besucher aus der ganzen Welt an, die von der immensen Kraft und Schönheit fasziniert waren.
Sete-Quedas-Wasserfälle, Paraguay/Brasilien
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Porzellanturm, Nanjing, China
Wer jemals eine Porzellanschale fallen gelassen hat, mag die Idee, einen knapp 80 Meter hohen Turm daraus zu bauen, für nicht unbedingt die schlauste halten. Überraschenderweise hielt sich dieses architektonische Juwel dennoch 500 Jahre lang, bevor es im 19. Jahrhundert von Rebellen zerstört wurde. Das einstige Wahrzeichen war im traditionellen Pagodenstil erbaut worden und mit farbenfrohen buddhistischen Bildern geschmückt. Nachts wurde es mit Laternen beleuchtet.
Porzellanturm, Nanjing, China
Hippodrome-Theater, New York, USA
Vor 100 Jahren befand sich an der 6th Avenue in New York noch dieses spektakuläre Theater. Das gigantische Hippodrom mit 5.200 Plätzen wurde von den Unternehmern Frederick Thompson und Elmer Dundy erbaut, die mit niedrigeren Eintrittspreisen die amerikanische Mittelschicht für die Schauspielkunst begeistern wollten.
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Hippodrome-Theater, New York, USA
Jeffrey-Kiefer, Yosemite, Kalifornien, USA
Ja, es ist nur ein Baum, aber vermutlich der meistfotografierte aller Zeiten, nachdem Landschaftsfotograf Ansel Adams ihn 1940 bekannt gemacht hatte. Ihre außergewöhnliche umgekippte Form – die Folge von mehr als 400 Jahren Wind und Wetter – machte die Jeffrey-Kiefer zu einem beliebten Fotomotiv bei Besuchern des Yosemite-Nationalparks.
Jeffrey-Kiefer, Yosemite, Kalifornien, USA
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Liebesschlösser-Brücke, Paris, Frankreich
Liebesschlösser-Brücke, Paris, Frankreich
Old Man of the Mountain, New Hampshire, USA
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Old Man of the Mountain, New Hampshire, USA
Nach geschätzt 12.000 Jahren fiel der arme alte Mann in einer schicksalhaften Nacht im Mai 2003 allerdings vom Berg. Die Einheimischen trauerten um ihr Maskottchen und errichteten ihm zu Ehren ein Denkmal auf der Profiler Plaza am Fuß des Berges. Im Bild ist der Abschnitt zu sehen, wo der „Old Man“ einst Wache hielt.
Penn Station, New York, USA
Die ehemalige Penn Station von 1910 war eine echte Sehenswürdigkeit in New York: Der Bahnhof war im Beaux-Arts-Stil mit rosafarbenem Granit, gewölbten Glasfenstern, riesigen Steinsäulen und Torbögen gestaltet. Der Bau sorgte jedoch für Kontroversen. Es mussten dafür mehrere Häuserblocks des Tenderloin-Viertels abgerissen werden, in dem damals überwiegend Afroamerikaner lebten.
Penn Station, New York, USA
Wie viele andere Gebäude in der Größenordnung kostete die Instandhaltung jedoch zu viel Geld – und so wurde das Gebäude 1962 trotz heftiger Proteste abgerissen. Die heutige Penn Station ist wesentlich kleiner und weniger prächtig. Der unterirdische Pendlerbahnhof wird mit Neonlicht beleuchtet und wirkt vollkommen anders als früher. Doch da immer mehr Menschen Bahn fahren, stößt die Station zunehmend an ihre Grenzen und Ausbaupläne sind im Gespräch.
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Palmyra, Homs, Syrien
Palmyra, Homs, Syrien
Euston Arch, London, England
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Euston Arch, London, England
Trotz massiver Proteste wurde der Bahnhof 1962 mitsamt des Euston Arch abgerissen und wenig später durch ein neues Gebäude ersetzt (im Bild). Überreste des Säulengangs, einschließlich der Bronzetore, konnten allerdings erhalten werden und sind heute im National Railway Museum im englischen York ausgestellt. Immer wieder setzen sich Aktivisten für den Wiederaufbau des Euston Arch ein, doch bis heute ohne Erfolg.
West Pier, Brighton, England
West Pier, Brighton, England
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Wall Arch, Utah, USA
Wall Arch, Utah, USA
Doch stürzte der imposante Steinbogen 2008 ein. Grund dafür waren Verwitterung und natürliche Erosion. Die Lücke, wo es den Wall Arch früher zu bewundern gab, und die umliegende Landschaft mit den beeindruckenden Felsformationen sind aber noch immer eine beliebte Attraktion. Insgesamt verzeichnet der Nationalpark jährlich rund 1,5 Millionen Besucher.
Pagode Wat Sri Suphan, Chiang Mai, Thailand
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Pagode Wat Sri Suphan, Chiang Mai, Thailand
Vor den Augen von geschockten Passanten stürzte die goldene Pagode nach einem schweren Taifun zusammen. Bereits vor dem Vorfall war festgestellt worden, dass das Fundament und das Innere des Backsteinbaus beschädigt waren. Die Pagode hatte sich seitdem zur Seite geneigt, die starken Regenfälle gaben ihr schließlich den Rest.
Aus dem Schutt konnten glücklicherweise mehrere wertvolle buddhistische Relikte geborgen werden, darunter Buddha-Statuen aus Glas und Bronze. Die Regierung bemüht sich nun um einen Wiederaufbau des 500 Jahre alten Wahrzeichens.
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