19 beliebte Urlaubsziele, die ein massives Müllproblem haben
Diese Touristen-Hotspots versinken im Müll
Schmutzige Strände, stinkende Städte und Plastikmüll in Seen und Meeren – einige der schönsten Reiseziele der Erde haben ein massives Müllproblem. Der Abfall und die daraus resultierenden Umweltprobleme bedrohen auch die letzten verbliebenen Wildnisgebiete.
Wir werfen einen Blick auf Urlaubshotspots, die durch Überbevölkerung und Massentourismus von Müll überschwemmt werden ...
Adaptiert von Astrid Hofer und Ina Hieronimus
Bali, Indonesien
Die Strände von Bali sehen auf Postkarten paradiesisch aus. Einige der schönsten Strände der Insel, einschließlich dem bekannten Kuta Beach (im Bild) sind inzwischen aber inoffiziell zu Müllhalden verkommen. Besonders schlimm ist es jedes Jahr während der Monsunzeit, wenn der Abfall durch starke Winde und Strömungen über die Strände verteilt wird.
Der Strand zwischen Kuta und Canggu ist einer von Indonesiens Touristen-Highlights – aber leider auch einer der Abschnitte, auf denen sich besonders viel Müll türmt. Bali rief 2017 einen „Müllnotstand“ aus, weil die Küsten und Gewässer der Insel mit Unmengen von Müll übersät sind.
Bali, Indonesien
Bali hat bereits mehrere Initiativen gestartet, um die heimischen Strände zu säubern und die Plastikverschmutzung aktiv zu bekämpfen. Mit Radladern und speziellen Tiefenreinigungsgeräten ausgestattet befreien Teams von bis zu 600 Menschen in Massensäuberungsaktionen die Strände.
Freiwilligengruppen und NGOs wie Sungai Watch tragen einen wichtigen Teil zum Umweltschutz bei, indem sie unter anderem Müllsperren in Flüssen errichten, um zu verhindern, dass dieser ins Meer gelangt. Dank der Zusammenarbeit von Regierung, lokalen Unternehmen und engagierten Helfern setzen sich mittlerweile immer mehr Menschen dafür ein, Balis traumhafte Natur zu schützen und zu erhalten.
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Mount Everest, Nepal
Ausrangierte Campingausrüstung, leere Sauerstoffflaschen, Seile, Verpackungsmaterial von Lebensmitteln und Fäkalien – auch das ist das Gesicht des Abenteuertourismus am Mount Everest. Da die Besteigung des Everest immer kommerzieller wird, sparen günstigere Expeditionen wohl unter anderem an der ordnungsgemäßen Müllentsorgung.
Erschöpfung, der steile Auf- und Abstieg, die Höhe und das gefährliche Gelände sind nur einige jener Gründe, warum so mancher Kletterer sperrige Gegenstände nicht wieder mit nach unten nimmt. Stattdessen werden diese samt Müll zurückgelassen – und durch die starken Winde oft quer über den Berg verteilt.
Mount Everest, Nepal
Viele Sherpas haben bereits ihr Leben riskiert, um Abfall zu entfernen, den die Bergsteiger am Mount Everest zurückgelassen haben. Seit einigen Jahren organisieren die nepalesische Regierung, Expeditionsorganisatoren und NGOs zu Beginn der Saison offizielle Säuberungsaktionen, um den Müll auf der Wegstrecke zum Basislager, um das sich immer mehr Menschen tummeln, und darüber hinaus aufzusammeln.
Trotzdem ist es schwierig, der Lage Herr zu werden, da jedes Jahr mehr als 600 Menschen versuchen, den Gipfel zu erklimmen. Wie viel Müll sich auf dem Mount Everest angesammelt hat, ist nicht bekannt, man geht aber von mehreren Tonnen aus.
Halong-Bucht, Vietnam
Die Halong-Bucht in Vietnam ist eigentlich für ihr smaragdgrünes Wasser und ihre hoch aufragenden Kalksteininseln berühmt. Vielen Besuchern und Besucherinnen bleibt allerdings vor allem der schwimmende Müll in Erinnerung. Das UNESCO-Weltnaturerbe ist zwar auch heute noch eine magische Landschaft, mit wachsenden Besucherzahlen steht es aber vor immer größeren ökologischen Herausforderungen.
Eines der Hauptprobleme ist, dass der Abfall und die Treibstoffreste im Wasser oft von Ausflugsbooten stammen, die Touristen durch die Bucht schippern.
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Halong-Bucht, Vietnam
Styropor, Plastikverpackungen und Flaschen im Wasser sind ein deprimierender Anblick, der sich auch in TripAdvisor-Erfahrungsberichten widerspiegelt. Reisende beklagen häufig den Müll und das Abwasser in der Bucht. Doch es gibt auch positive Meldungen: Freiwillige Helfer versuchen, das wachsende Müllproblem in den Griff zu bekommen, um eines der wertvollsten Reiseziele Vietnams zu schützen.
Allein zwischen März und Mai 2024 wurden 12.000 Kubikmeter Müll (genug, um fast fünf olympische Schwimmbecken zu füllen) aus der Bucht entfernt.
Machu Picchu, Peru
Auch wichtige historische Stätten vermüllen zunehmend. Touristen, die entlang des Inkapfads zu den Ruinen der alten Zitadelle von Machu Picchu wandern, berichten immer wieder vom Abfall am Weg. Das Problem ist so schlimm geworden, dass die UNESCO damit gedroht hat, Machu Picchu den Status als Weltkulturerbe abzuerkennen.
Machu Picchu, Peru
Machu Picchu hat mehrere Initiativen ins Leben gerufen, um das Müllproblem in den Griff zu bekommen. So haben sich zum Beispiel Inkaterra, Perus führendes Unternehmen in der Entwicklung des nachhaltigen Tourismus, der Getränkehersteller AJE Group und die Regierung zusammengetan und eine Müllpresse zur Verfügung gestellt, die nun täglich bis zu zwölf Tonnen Plastik verarbeitet.
Dies hat entscheidend dazu beigetragen, dass die Ruinenstadt nicht in die UNESCO-Liste der gefährdeten Weltkulturerbestätten aufgenommen werden musste. Diese Bemühungen sind Teil eines umfassenderen Plans zur nachhaltigeren Abfallbewirtschaftung und zur Verringerung der CO₂-Emissionen und tragen dazu bei, Machu Picchu für künftige Generationen zu schützen.
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Malediven
Die Malediven gelten als eines der unberührtesten Inselparadiese der Welt, doch gleichzeitig haben sie ein riesiges Abfallproblem. Viele der weißen Sandstrände müssen täglich von angespültem Müll und weggeworfenen Fischernetzen gereinigt werden. Die Touristenmassen verstärken den Plastikmüll auf den Inseln im Indischen Ozean – mit schwerwiegenden Folgen: Der Abfall stellt eine reale und unmittelbare Bedrohung für Meerestiere und das empfindliche Ökosystem dar, da das Mikroplastik von Plankton, Fischen und anderen Lebewesen aufgenommen wird.
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Malediven
Die Malediven haben bereits einiges unternommen, um ihr Müllproblem in den Griff zu bekommen. Das zeigt sich besonders auf der berüchtigten „Müllinsel“ Thilafushi. Eine Zeit lang befand sich auf dieser Insel die einzige Abfallverwertungsanlage der gesamten Malediven. Die Folgen: schwerwiegende Umweltschäden, wie giftige Abgase aus der Müllverbrennung.
Die maledivische Regierung startete schließlich ein umfangreiches Projekt zur Abfallbewirtschaftung, zu dem auch der Bau einer neuen Müllverbrennungsanlage gehört. Außerdem wurde 2022 als weitere Maßnahme Einwegplastik verboten.
Themse, England
Auch aus der Themse, die sich unter anderem durch die britische Hauptstadt London schlängelt, wird regelmäßig einiges an Müll gefischt. Bei Reinigungsaktionen durch die Marine Conservation Society und Thames21 wurde festgestellt, dass 60 Prozent davon Plastikmüll war. Erschreckend: Bis zu 75 Prozent einiger Fischarten hatten Forschern zufolge Plastikfasern in ihren Eingeweiden.
Metalldosen, Lebensmittelverpackungen und Feuchttücher sind ein weiteres Ärgernis in der Themse. Der Fluss war bereits so verschmutzt, dass er als „biologisch tot“ galt – mittlerweile hat er sich allerdings deutlich erholt.
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Themse, England
Das Problem besteht übrigens nicht nur im Zentrum von London. In Southend-on-Sea (im Bild), wo die Themse in die Nordsee mündet, liegt jede Menge Müll herum, inklusive winzig kleine Plastikpartikel. Die Themsemündung ist ein wichtiger Lebensraum für Watvögel und andere Meerestiere.
Obwohl sich der Zustand des Flusses in den letzten Jahren weitgehend verbessert hat, bedroht die Verschmutzung durch Abwässer und Abfälle immer noch das Leben in den Wasserstraßen des Themse-Tals und darüber hinaus.
Hawaii, USA
Auch in abgelegenen Teilen des Pazifiks hat der Müll im Meer ein kritisches Niveau erreicht. Mehrere der einst unberührten Strände Hawaiis kämpfen mit einem massiven Plastikproblem. Viele Strände und Inseln, einschließlich Niihau (im Bild), sind voller Müllberge. Ein Großteil stammt von einem riesigen Haufen, der als Pazifischer Müllstrudel bekannt ist und im Pazifischen Ozean zwischen der Küste von Kalifornien und Hawaii treibt.
Das hat auch Auswirkungen auf die Tierwelt: Im Januar 2023 wurde ein toter Pottwal vor der Küste der Insel Kauai angeschwemmt, der große Mengen Plastikmüll im Bauch hatte und vermutlich daran starb. Wissenschaftler fanden in seinem Darm Fischreusen, weggeworfene Netze, Plastiktüten und anderen Müll.
Hawaii, USA
Aktionen zur Säuberung der Gewässer von Hawaii sollen solche Vorfälle verhindern: Nach Angaben des Hawai'i Wildlife Fund hat das Hawaiʻi Nei Marine Debris Removal Project in den letzten zwei Jahren rund 168.000 Kilogramm Plastikmüll von vier verschiedenen hawaiianischen Inseln entfernt.
Unter dem gesammelten Müll befinden sich ausrangierte Fischernetze, Flaschen und jede Menge anderes Plastik. Ein Großteil davon stammt aus weit entfernten Regionen und wird durch die Meeresströmungen nach Hawaii gespült.
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Barcelona, Spanien
Barcelona wird regelmäßig von Touristen überrannt. Und viele Partygänger hinterlassen mehr als nur Fußspuren im Sand. Beliebte Strände wie jener von Barceloneta (im Bild) sind voller Zigarettenkippen, Plastikbecher, Flaschen und Lebensmittelbehälter.
Barcelona, Spanien
Müll achtlos wegzuwerfen, kann in Barcelona allerdings ziemlich teuer werden: Wenn Sie am Strand erwischt werden, müssen Sie mit einer saftigen Geldstrafe rechnen. Im Jahr 2022 hat die Stadt sich offiziell dazu verpflichtet, abfallfrei zu werden. Zu den Zielen für die kommenden Jahre gehören die Reduzierung des kommunalen Festabfalls und die Verringerung der Abfallerzeugung pro Kopf auf 427 Kilogramm pro Jahr.
Phuket, Thailand
Auch Thailand hat nicht zuletzt dank seiner Touristen seit Jahren ein massives Müllproblem. Das hier abgebildete Phuket ist ein Ferienhotspot – doch seine Strände verschwinden im Abfall und die Wasserqualität leidet erheblich darunter. Die Müllberge, verursacht durch die vielen Touristen und die schlechte Abfallbewirtschaftung, stellen das ganze Land vor ernste ökologische Probleme. Thailand gehört weltweit zu den schlimmsten Verursachern von Plastikverschmutzung und die Auswirkungen auf Phuket sind deutlich.
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Koh Lanta, Thailand
Das Müllproblem auf den Partyinseln Phuket und Koh Samui mag keine große Überraschung sein. Schockierender ist, dass auch weit weniger bekannte Strände wie etwa Koh Lanta inzwischen stark verschmutzt sind. Nach Angaben der Ocean Conservancy produziert Thailand jährlich bis zu 27,8 Millionen Tonnen Abfall, wobei der meiste Meeresmüll aus Plastikmüll (12 Prozent), Styroporboxen (10 Prozent), Lebensmittelverpackungen und Plastiktüten (8 Prozent), Glas- und Plastikflaschen (7 Prozent) und Strohhalmen (5 Prozent) besteht.
Um die beliebten Strände sauber zu halten, wurden eine Reihe von Maßnahmen ergriffen: So wurden dort Zigaretten verboten, auch Plastiktüten und Styroporbehälter sind in Marine-Nationalparks untersagt.
Rom, Italien
Rom hat mit einem hartnäckigen Müllabfuhrproblem zu kämpfen, das durch einen früheren Streik der Müllabfuhr und einen Brand in einer Müllverbrennungsanlage noch verschärft wurde. Überquellende Mülleimer und Abfall auf den Gehwegen und Marktplätzen sind inzwischen ein fast vertrauter Anblick in der italienischen Hauptstadt. Die Müllkrise beeinflusst das tägliche Leben in der italienischen Hauptstadt spürbar.
Rom, Italien
Das Müllentsorgungsproblem in Rom führte im Jahr 2022 dazu, dass sich Wildschweine und riesige Möwen über die Mülltonnen der Stadt hermachten. Bürgergruppen nahmen die Sache schließlich selbst in die Hand und organisierten freiwillige Aufräumaktionen. Der Bürgermeister versprach, die Stadt bis Dezember 2022 zu säubern, doch die Proteste gegen die unzumutbaren Lebensbedingungen gingen weiter.
Im April 2023 wurde dann bekannt gegeben, dass Rom jede Woche 900 Tonnen Müll nach Amsterdam schicken würde, um die Entsorgung in den Griff zu bekommen.
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Boracay Island, Philippinen
Im Jahr 2018 wurde der philippinische Badeort Boracay Island zu einem negativen Symbol der Überentwicklung, als der damalige Präsident Rodrigo Duterte ihn mit der Begründung schloss, er sei eine „Jauchgrube“ geworden. Der Kommentar bezog sich auf Filmmaterial von Abwasser, das von Hotels und Restaurants direkt ins Meer rund um die winzige Insel floss. Dazu produziert Boracay Island auch übermäßig viel Müll: Berichten zufolge pro Kopf mehr als dreimal so viel wie in der Hauptstadt Manila.
Boracay Island, Philippinen
Zu Spitzenzeiten kamen 40.000 Besucher in den beliebten Badeort – und hinterließen Berge von Müll. Nach einer sechsmonatigen Schließung für umfangreiche Müllbeseitigungsarbeiten und die Modernisierung des Abwassersystems wurde die Insel 2018 mit einer Obergrenze für die Besucherzahlen (nur 19.215 Touristen gleichzeitig) wiedereröffnet.
Berichten zufolge scheint diese Regel jedoch nicht immer strikt befolgt worden zu sein – insbesondere zur touristischen Hochsaison wie der Fastenzeit im Jahr 2022. Sowohl die Regierung als auch Umweltgruppen üben weiterhin Druck aus, um sicherzustellen, dass diese Obergrenzen zum Schutz der Umwelt auf der Insel tatsächlich eingehalten werden.
Titicaca-See, Bolivien und Peru
Der Anblick von Müll am Ufer des höchstgelegenen Sees der Welt an sich ist schon eine Katastrophe. Doch es ist nur eines der Probleme, mit denen der Titicaca-See, dessen Wasser von den Inkas als Geburtsort der Sonne angesehen wird, zu kämpfen hat. Gewerbe- und Haushaltsabfälle, Plastik und anderer Müll werden ins Wasser gespült und vergiften den Lebensraum der darin lebenden Tiere. Der auf den Inseln gelagerte Müll wird von Vieh gefressen und die Verschmutzung führt zu Gesundheitsproblemen bei den Menschen, die an den Ufern des Sees leben.
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Titicaca-See, Bolivien und Peru
Trotz laufender Bemühungen zur Säuberung des Sees, einschließlich Initiativen von lokalen und internationalen Organisationen, ist das Ausmaß des Problems nach wie vor enorm. Die Verschmutzung und der sinkende Wasserstand sind zu ernsthaften Herausforderungen geworden, die durch die Auswirkungen des Klimawandels noch verstärkt werden. Das Vieh auf den Inseln des Sees frisst weiterhin Abfälle, was die Umwelt- und Gesundheitskrise zusätzlich erschwert.
Agra, Indien
Das Taj Mahal, das sich im mit Müll übersäten Yamuna-Fluss spiegelt, ist nicht gerade das, was man sich beim Indien-Besuch vorstellt. Einer der heiligsten Flüsse Indiens, der an dem berühmtesten Gebäude des Landes vorbeifließt, ist aber schon seit langem völlig verdreckt. Abfall ist im ganzen Land ein ernstes Problem. Viele Flüsse und Wasserstraßen sind mit Flaschen, Tüten und Plastikverpackungen verstopft, viele Straßen mit Müllsäcken übersät.
Der Zustand des Yamuna war im Jahr 2021 so schlimm, dass sich auf der Oberfläche des Flusses ein giftiger weißer Schaum bildete, der durch eine schädliche Kombination aus Abwässern und Industrieabfällen verursacht wurde.
Mumbai, Indien
Eine weitere indische Stadt, die einen scheinbar aussichtslosen Kampf gegen die Müllfluten führt, ist die Metropole Mumbai. Versova und Juhu Beach zählen zu den am meisten betroffenen Orten, Besucher lassen ihren Unrat an den Stränden zurück, zusätzlich werden Tonnen an Müll an die Strände gespült.
Doch es tut sich was: Seit 2022 gibt es in Mumbai vermehrt Säuberungsaktionen an den Stränden. Eine davon war die groß angelegte G20-Mega-Beach-Clean-Up-Kampagne am Juhu Beach im Mai 2023, bei der Regierungsbeamte, Einheimische und internationale Vertreter zusammenkamen, um auf das wachsende Problem des Meeresmülls aufmerksam zu machen und aktiv zu handeln. Zusätzlich dazu haben lokale NGOs und Gemeinschaftsgruppen zahlreiche Aufräumaktionen organisiert.
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Libanon
Der Libanon ist ein weiteres Land, das einen schier endlosen Kampf gegen den Müll führt. Nach Angaben der Nachrichtenagentur „Xinhua“ produziert das Land über zwei Millionen Tonnen Müll pro Jahr, von denen 94 Prozent auf Mülldeponien landen und nur 6 Prozent recycelt werden.
In den vergangenen Jahren haben Winterstürme die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam gemacht, da die schöne Mittelmeerküste des Landes mit Unmengen von Abfall übersät war und die Meere mit Müll überschwemmt wurden. Bei den Schneestürmen im Jahr 2022 waren viele gezwungen, Müll, Plastik oder sogar ihre eigene Kleidung zu verbrennen, um sich warmzuhalten.
Libanon
Verrottende Abfälle auf der Mülldeponie nahe dem Costa-Brava-Strand lockten zahlreiche Möwen an, was wiederum Auswirkungen auf den nahe gelegenen internationalen Flughafen in Beirut hatte. Umweltgruppen organisieren seit Jahren regelmäßige Strandsäuberungen. 2019 wurde im Libanon eine große landesweite Säuberungsaktion durchgeführt, um riesige Müllberge zu beseitigen – ein Großteil davon aus Plastik.
Freiwillige Helfer befreiten mehr als 150 Orte, darunter Strände und Gewässer, von Unmengen an Müll. Auf dem Bild ist ein Taucher zu sehen, der Müll vor der Corniche-Seepromenade in Beirut sammelt.
Honduras
Die Karibik assoziieren viele von uns mit postkartenreifen Stränden, doch durch ihr einst kristallklares Wasser schwimmt inzwischen jede Menge Müll. Strände unter anderem in Honduras und auf den San-Blas-Inseln in Panama werden von einer Masse von Plastikflaschen, Verpackungen und anderen Abfällen verstopft, die an Land gespült werden. Vor der Küste von Roatán, einer für ihre schönen Strände bekannten Insel in Honduras (im Bild), schwimmt Plastikmüll, der vermutlich aus Guatemala ins Meer gespült wurde.
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Dominikanische Republik
Auch in der Dominikanischen Republik hat die Verschmutzung der Strände und Gewässer durch Mikroplastik stark zugenommen. Die winzigen Plastikteile haben verheerende Auswirkungen auf Korallenriffe und Organismen, die das Plastik aufnehmen. Im September 2022 fand auf der Trauminsel eine große Aufräumaktion statt, bei der Umweltorganisationen, Privatunternehmen und öffentliche Einrichtungen Strände säuberten.
Mallorca, Spanien
Die Kombination aus Massentourismus und schlechter Infrastruktur lässt auch die Mittelmeerinsel Mallorca zunehmend im Müll versinken. In den letzten Jahren hat sich diese Bucht in der Nähe von Palma in Zeiten starker Regenfälle in eine unansehnliche Ansammlung von Müll und Abwässern verwandelt. Rücksichtslose Touristen hinterlassen am stark frequentierten Strandabschnitt der Playa de Palma regelmäßig ihre Bierflaschen, Essensverpackungen und Zigarettenkippen.
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