Wind, Wellen und weite Sicht: Wasser hat seit jeher eine magische Anziehungskraft auf uns Menschen. Kein Wunder also, dass an den schönsten Küsten dieser Welt Siedlungen entstanden sind. Ob am sonnigen Mittelmeer, an den stürmischen Klippen Irlands oder an der deutschen Nordseeküste – überall verzaubern Fischerdörfer und urige Hafenstädte mit maritimem Flair und historischem Charme.
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Adaptiert von Alina Halbe
An der Ostküste Kretas, am Golf von Mirabello, liegt das Städtchen Agios Nikolaos – ein echter Sehnsuchtsort für Mittelmeerfans. Das Herzstück des Ortes ist der Voulismeni-See, der den Hafen über einen schmalen Kanal mit dem Meer verbindet. Rund ums Wasser reiht sich ein Lokal ans Nächste: gemütliche Tavernen, Cafés und Fischrestaurants.
Agios Nikolaos hat sich längst vom bescheidenen Dorf zum eleganten Badeort gemausert und zwischen den Fischerbooten schaukeln auch schicke Mega-Yachten.
Es sieht so aus, als müssten sich die hübschen Häuser von Positano an den steilen Klippen der Amalfiküste gut festhalten. Und die Szene hat nicht nur vom Wasser aus Postkartenpotenzial. Im Ort selbst flaniert man durch enge, verwinkelte Gassen vorbei an blühenden Zitronen-, Orangen- und Olivenbäumen hinunter zum glasklaren Mittelmeer.
Dazwischen: prächtige Villen, farbenfrohe Fassaden und dieses unnachahmliche italienische Lebensgefühl. Schicke Hotels, Boutiquen und urige Restaurants gibt es natürlich ebenfalls.
In Clovelly scheint die Zeit stehen geblieben zu sein: Das charmante Fischerdorf an der Nordküste der britischen Region Devon schlängelt sich über Kopfsteinpflastergassen hinab zum Meer – und das ganz ohne Autos. Stattdessen übernehmen Esel und Holzschlitten den Transport, wie schon vor Jahrhunderten.
In der Vergangenheit haben sich Künstler wie der Maler William Turner oder der Autor Charles Dickens von Clovelly inspirieren lassen. Heutige Gäste können sich der Magie dieses Ortes genauso wenig entziehen.
Nordöstlich von Rostock trennt die Halbinsel Fischland-Darß-Zings die Wasserfläche der Darß-Zingster Boddenkette von der offenen Ostsee. In dem kleinen Künstlerdorf Ahrenshoop verstecken sich hier reetgedeckte Fischerhäuser hinter den Dünen, am Hafen lockt eine urige Fischräucherei und landeinwärts werkeln Künstlerinnen und Handwerker in ihren Ateliers.
Schon Ende des 19. Jahrhunderts zog das besondere Licht Maler und Kreative an. 1894 gründeten sie in dem Ostseebad ihre eigene Künstlerkolonie und Malschule – und bis heute ist das Dorf mit Galerien, Ausstellungen und einem eigenen Museum ein Anziehungspunkt für Kunstliebhaber.
Lunenburg sieht aus wie gemalt: Mit seinen farbenfrohen Holzhäusern, dem glitzernden Hafen und der maritimen Geschichte gehört das Städtchen an der Atlantikküste der kanadischen Provinz Nova Scotia zu den charmantesten Orten des Landes – und steht seit 1995 sogar unter dem Schutz der UNESCO.
Der Name deutet es an: Lunenburg hat eine deutsche Vergangenheit und ist Kanadas älteste deutsche Siedlung, in die in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts viele Protestanten aus der Pfalz und Württemberg kamen. Der seit dem 19. Jahrhundert fast unverändert gebliebene historische Stadtkern mit 48 perfekt erhaltenen Holzgebäuden zieht nicht nur Fotografen in seinen Bann, sondern ist auch ein lohnenswerter Ort für Feinschmecker: Fangfrischer Fisch und Meeresfrüchte stehen überall auf der Speisekarte.
Wer sich für Rum interessiert, kommt in Lunenburg ebenfalls auf den Geschmack: Einige Destillerien erinnern noch an die Zeiten des sogenannten Rum-Runnings, also dem Schmuggel von Rum vor allem während der Prohibition in den USA.
Griechenland hat unendlich viele schöne Ecken – aber kaum ein Bild steht so symbolisch für die magische Anziehungskraft des Landes wie die blauen Kuppeln von Santorini. Hoch oben auf den Klippen thront das Dörfchen Oia, wo weiß getünchte Häuser mit leuchtend blauen Dächern direkt in den weiten Himmel über der Ägäis ragen.
Durch schmale Gassen schlendert man hier durch das blendend weiße Häusermeer und bestaunt am Abend die Sonne, die langsam ins Meer abtaucht und die Insel in goldenes Licht hüllt.
Portree ist das Herz der schottischen Isle of Skye – und der perfekte Ausgangspunkt, um die raue Schönheit der Inneren Hebriden zu entdecken. Das malerische Hafenstädtchen ist mit seinen rund 200 Jahren zwar noch recht jung für schottische Verhältnisse, dafür aber umso lebendiger.
Entlang der Bucht reihen sich bunte Häuser, dahinter erheben sich grüne Hügel und schroffe Felsen. In den letzten Jahren hat sich Portree zudem als kulinarischer Hotspot etabliert: Von gemütlichen Gastropubs bis zu edlen Restaurants ist alles dabei. Foodies sollten unbedingt einen Abstecher ins 45 Minuten entfernte Örtchen Colbost einplanen, dort lockt das Luxushotel und -restaurant The Three Chimneys Feinschmecker aus aller Welt an den Tisch.
Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass Sie diese Ansicht schon mal irgendwo gesehen haben, denn Manarola gehört wohl zu den meistfotografierten Orten der ligurischen Küste und ist Sinnbild für den als Cinque Terre bekannten Küstenstreifen nordwestlich von La Spezia.
Das kleine Fischerdorft ist spektakulär in die felsige Küste gebaut, mit blau, rosa, gelb und orangefarbenen Häusern. Der Legende nach wurden sie so bunt gestrichen, damit die heimkehrenden Fischer ihre Häuser schon von weitem erkennen konnten.
Besonders magisch wird es in Manarola am Abend: Wenn die letzten Sonnenstrahlen die Fassaden in warmes Gold tauchen, wirkt der Ort wie aus einem Gemälde.
Auf der Insel Moskenes, ganz im Süden der norwegischen Lofoten, liegt das Dorf Hamnøy. Umgeben von schroffen Bergen und glasklarem Wasser gilt es als das älteste Fischerdorf der Region – und für viele auch als das schönste.
Knallrote Holzhäuser, sogenannte Rorbuer, stehen auf Stelzen direkt am Fjordufer und leuchten besonders eindrucksvoll in der bläulichen Dämmerung an kurzen arktischen Wintertagen. Wenn dann nachts auch noch die Polarlichter über den Himmel tanzen, fühlt man sich in Hamnøy wie in einer Märchenwelt.
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Im kleinen Hafen von Neuharlingersiel schaukeln bunte Kutter sanft auf den Wellen – ein Anblick, der perfekt zum gemächlichen Tempo dieses friesischen Fischerdorfs passt.
Viele Reisende setzen von hier aus mit der Fähre auf die autofreie Insel Spiekeroog über. Die liegt – wie auch die anderen ostfriesischen Inseln – mitten im UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer und lockt mit endlosen Sandstränden, Nordseeluft und friesischer Lebensart.
Wer an Malta denkt, hat vermutlich als Erstes die Altstadt von Valletta mit ihren Palästen und Festungen vor Augen. Doch an der Südostküste des Inselstaates liegt das malerische Fischerdorf Marsaxlokk mit seinem ganz eigenen Charme.
Während vielerorts auf Malta moderne Hotels und stylische Restaurants aus dem Boden sprießen, scheint hier die Zeit stehen geblieben zu sein. Im Hafen wiegen sich die als Luzzus bekannten traditionellen Fischerboote im Wasser; entlang der Promenade reihen sich Restaurants aneinander, die fangfrische Meeresfrüchte servieren – direkt vom Boot auf den Teller.
Etwa auf halber Strecke zwischen den Städten Hamilton und St. George’s auf der Atlantikinsel Bermuda liegt Flatts Village – ein verschlafenes Fischerdorf, das mit seiner entspannten Atmosphäre sofort für Urlaubsstimmung sorgt. Pastellfarbene Häuser schmiegen sich an die Küste, Palmen wehen im Wind und hier und da schaukelt ein Boot auf dem Wasser.
Doch Flatts Village hat nicht nur Postkartenmotive zu bieten, sondern auch Geschichte. Als eine der ersten britischen Siedlungen auf Bermuda war der Ort besonders bei einem weltberühmten amerikanischen Schriftsteller beliebt: Mark Twain kehrte bis zu seinem Tod 1910 immer wieder hierher zurück, um Freunde zu besuchen und das Inselflair zu genießen.
Port Fairy liegt an der berühmten australischen Panoramastraße Great Ocean Road und versprüht den Charme vergangener Zeiten. Das einstige Fischerdorf westlich von Melbourne ist stolz auf seine Geschichte: Straßen mit Kopfsteinpflaster, liebevoll erhaltene Cottages aus dem 19. Jahrhundert und elegante Häuser im georgianischen Stil ziehen vor allem Architektur-Fans an.
Doch auch Sportbegeisterte kommen hier auf ihre Kosten, denn direkt an der Küste liegt der Port Fairy Golf Links, der als einer der schönsten Golfplätze der Welt gilt.
Im Fischerdorf Cadaqués an der zerklüfteten Costa Brava geht es gemächlich zu: Die weißen Häuser bilden einen hübschen Kontrast zum tiefblauen Meer, die Buchten sind von Kieselstränden gesäumt und die Menschen sind entspannt. Salvador Dalí verbrachte dort seine Sommer mit der Familie und Freunden wie dem Lyriker und Dramatiker Federico García Lorca.
Die kreative Energie von damals ist noch immer spürbar: Kunstausstellungen, Feste und Musikfestivals gehören fest zum Jahreslauf. Besonders beliebt sind das internationale Musikfestival und die „Semana Cultural“ – eine Woche, in der sich alles um Kunst, Literatur und Gemeinschaft dreht.
Bunte Holzhäuschen zwischen schneebedeckten Bergen und endlosem Eis: Das Dorf Ittoqqortoormiit liegt fernab von allem an der Ostküste Grönlands und gilt mit seinen rund 350 Einwohnern als einer der entlegensten bewohnten Orte der Erde.
Hier bestimmt das arktische Klima den Alltag: Das Meer ist fast ganzjährig zugefroren und dient den Einwohnern als Jagdrevier, denn nur zweimal im Jahr bringt ein Versorgungsschiff Lebensmittel und Waren. Ansonsten bleibt nur der Helikopter als Verbindung zur Außenwelt.
Wer durch Honfleur schlendert, versteht sofort, warum sich Claude Monet und andere Impressionisten in diesen Ort verliebt haben. Der malerische Hafen im nordfranzösischen Départment Calvados ist gesäumt von schmalen, schieferverkleideten Häusern aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und ist in der Tat ein Anblick wie aus einem Gemälde.
Doch Honfleur ist mehr als nur schön: In den verwinkelten Gassen locken gemütliche Cafés, kleine Restaurants und bunte Straßenmärkte, die dem historischen Hafenviertel Leben und Charme verleihen.
Knallbunte Häuserzeilen, eine imposante Kathedrale und ein Blick über einen Hafen, der Geschichte schrieb: Das charmante Küstenstädtchen Cobh – einst Queenstown – war 1912 der letzte Halt der „Titanic“, bevor sie zu ihrer tragischen Überfahrt über den Atlantik aufbrach. Heute erinnert das interaktive Museum „Titanic Experience“ im ehemaligen Ticketbüro der White Star Line an das Schiffsunglück.
Cobh wird in der Geschichte nicht nur mit der verhängnisvollen Reise eines Ozeandampfers in Verbindung gebracht: Für zig irische Auswanderer war sie das Tor zur Neuen Welt, denn rund 2,5 Millionen Menschen traten von hier aus ihren Weg nach Nordamerika an.
Das Ostseebad Sellin auf Rügen ist berühmt für seine imposante Seebrücke: 395 Meter ragt sie ins Meer – und wurde in den 1990er-Jahren originalgetreu nach ihrem historischen Vorbild von 1927 rekonstruiert. Heute dient sie nicht nur als Flaniermeile, sondern auch als Bühne für Konzerte, Feste und kulinarische Erlebnisse.
Wem der Sinn dagegen eher nach Ruhe und Erholung steht, der findet rund um Sellin schönste Natur. Und die hat hier sogar heilende Wirkung: Das milde Reizklima der Ostsee gilt als gesundheitsfördernd, berühmt ist außerdem die Rügener Heilkreide. Dieses natürliche Mittel zur Entgiftung und Hautpflege findet in Packungen, Bädern und Peelings Anwendung.
Dinbych y Pysgod – was für unsere Zungen kaum aussprechbar erscheint, ist der walisische Name des Küstenstädtchens Tenby. Es liegt in der malerischen Grafschaft Pembrokeshire und war schon im 18. Jahrhundert ein beliebter Badeort.
Daran hat sich bis heute nicht viel geändert: Zwischen mittelalterlicher Stadtmauer, pastellfarbenen Häuserreihen und traumhaften Stränden steckt immer noch jede Menge Seebad-Romantik.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, diese Häuschen wären mit Photoshop ins Bild gebastelt. Doch der Ort Marina da Quinta Grande schmiegt sich tatsächlich so an die Hügelküste Madeiras. Die weiß getünchten Häuser mit ihren terrakottafarbenen Dächern ziehen sich in Reih und Glied bis hinunter zum kleinen, beschaulichen Hafen.
Ganz in der Nähe liegt das Naturschutzgebiet Ponta de São Lourenço, wo Wanderwege zu spektakulären Aussichtspunkten führen.
Wie eine Filmkulisse aus einer griechischen Hafenstadt wirkt dieses charmante Küstenstädtchen. Doch Sidi Bou Said liegt nicht an der Ägäis, sondern nahe der tunesischen Hauptstadt Tunis am Mittelmeer. Weiß getünchte Fassaden, blaue Fensterläden und schmiedeeiserne Balkone ziehen sich durch den Ort und passen perfekt zu den Farben von Meer und Himmel.
Kein Wunder, dass sich Künstlerinnen und Künstler seit jeher von der mediterranen Magie dieses Ortes angezogen fühlen. Und obwohl Sidi Bou Said längst kein Geheimtipp mehr ist, hat es sich seine entspannte Atmosphäre bewahrt.
Im hohen Norden Islands liegt das beschauliche Húsavík – ein Fischerdorf mit knapp über 2.000 Einwohnern, das sich in den letzten Jahren als Hotspot für Walbeobachtungen etabliert hat. In der Bucht tummeln sich regelmäßig zahlreiche Walarten, was Naturfans aus aller Welt anzieht.
Wahrzeichen des Ortes ist die hübsche Holzkirche Húsavíkurkirkja mit ihrer markanten Fassade. Und auch Streamingfans dürfte der Ort bekannt vorkommen: Húsavík spielte eine Hauptrolle im Netflix-Film „Eurovision Song Contest: The Story of Fire Saga“.
Procida liegt entlang des Hafens der namensgebenden Insel, die mit ihren berühmten Nachbarn Capri und Ischia nicht ganz mithalten kann. Gut so, denn so ein Schattendasein hat seine Vorteile. Die Insel ist beschaulich, ruhig und konnte sich ihren ganz eigenen Charme bewahren. Am Ufer reihen sich Procidas Häuser in leuchtendem Rosa, Blau, Gelb und Grün aneinander.
Hier und da blättert auch schon mal der Putz ab, doch das macht den Küstenort umso sympathischer. Wer italienisches Lebensgefühl ohne Trubel sucht, wird sich auf Procida sofort wohlfühlen.
„Kein Himmel ist so blau wie der in Collioure“, schwärmte einst der französische Maler Henri Matisse – und war wohl nicht der Einzige, der sich in diesen Küstenort an der Côte Vermeille nur wenige Kilometer von der spanischen Grenze verliebte. Künstlergrößen wie Derain, Chagall und Picasso ließen sich vom besonderen Licht, den leuchtenden Farben und der mediterranen Kulisse inspirieren – und verewigten das Küstenstädtchen in zahlreichen Gemälden.
Wer durch das Viertel Le Mouré mit seinen bunt gestrichenen Häusern und kunstvoll verzierten Fassaden schlendert, versteht sofort, warum. Noch dazu locken kleine Strände, eingerahmt von grünen Hügeln und Felsformationen – ein Ort, der auch in echt wie gemalt aussieht.
Schon seit über 150 Jahren zieht Sankt Peter-Ording an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste all jene an, die Erholung, frische Luft und neue Kraft suchen. Das Reizklima der Region gilt als wohltuend bei Haut- und Atemwegserkrankungen – und stärkt ganz nebenbei das Immunsystem.
In der Dünen-Therme warten wohltuende Anwendungen, Massagen sowie Meer- und Schwefelsolebäder auf Wellnessfans. Bei einem ausgedehnten Spaziergang am zwölf Kilometer langen Strand mit seinen typischen Pfahlbauten kann man sich den Nordseewind um die Nase wehen und den Blick über das Wasser schweifen lassen.
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