Airlines gibt es heute wie Sand am Meer – von Regionaljets bis zu internationalen Giganten. Da fällt es nicht leicht, Reisenden im Gedächtnis zu bleiben. Deshalb setzen viele Fluggesellschaften auf kreative und innovative Designs, um aus der Masse herauszustechen.
Von schlichter Eleganz über bunte Hingucker bis hin zu Nationalsymbolen – werfen Sie hier einen Blick auf die 20 coolsten Flugzeuge der Welt.
Adaptiert von Sophie Weissensteiner
Aer Lingus ist die offizielle Fluggesellschaft der irischen Rugby-Nationalmannschaft. Daher präsentierte die Airline 2024 einen Airbus A320 mit Sonderlackierung (Bild). Auf der Maschine sind ein Kleeblatt – Irlands Nationalsymbol – auf einem Rugbyball und bekannte Spieler zu sehen.
Abgesehen davon sind die Maschinen der Airline mit ihrer charakteristischen Farbkombination aus Grün und Petrol auch ohne Rugbyspieler unverkennbar. 2019 wurde das Markenbild modernisiert: Das Kleeblatt-Logo erhielt herzförmige Blätter und eine leichte Neigung – als Symbol für Dynamik und Geschwindigkeit.
Dieser „Quetzalcóatl“-Dreamliner vom Typ Boeing 787-9 ist nach der gleichnamigen altmexikanischen Gottheit benannt, die als gefiederte Schlange dargestellt wurde.
Das auffällige Design entstand im Rahmen eines nationalen Wettbewerbs – und es dauerte neun Tage, um die Aeroméxico-Maschine mit dem komplexen Muster zu lackieren. Sie zählt bis heute zu den eindrucksvollsten Flugzeugen weltweit.
Die übrige Aeroméxico-Flotte zeigt sich in elegantem Weiß mit einem dunkelbauen Heck, auf denen das „Caballero Águila“-Logo der Airline prangt – ein Krieger mit Adlerkopf, der die Azteken-Kultur repräsentiert. Ergänzt wird dies durch rote Akzente in Anlehnung an die Farben der mexikanischen Flagge.
Anlässlich des 150. Jahrestags Kanadas sowie des 80-jährigen Bestehens von Air Canada leistete sich die Airline 2017 einen umfassenden Marken-Relaunch. Seitdem ziert das bekannte rote Ahornblatt – die sogenannte „Rondelle“ – das Heck, den Rumpf und sogar die Unterseite der Maschinen. So ist das Symbol aus nahezu jedem Blickwinkel erkennbar.
In Kombination mit einem eleganten Design in Schwarz und Weiß, inklusive markanter schwarzer Umrandung des Cockpits, besticht die Flotte durch ein schlichtes, modernes Erscheinungsbild.
Bereits vor dem Rebranding von Air Malta im Jahr 2012 war die Fluggesellschaft für ihre farbenfrohen Flugzeuge bekannt. Die kräftigen roten Farbfelder und bunten Akzente am Heck symbolisierten die Wärme und kulturelle Vielfalt der maltesischen Inseln.
Air Malta stellte im März 2024 zwar den Betrieb ein, doch das markante Design wird vielen in Erinnerung bleiben.
Die Flotte von Air New Zealand ist ganz in Schwarz und Weiß gehalten und greift kulturelle Elemente auf, die den Nationalstolz der Neuseeländer treffend widerspiegeln. Entlang des Rumpfs zieht sich ein Silberfarn, das Symbol des Landes. Am Heck befindet sich außerdem das Koru-Logo, das einen noch eingerollten Farnwedel darstellt und aus der Māori-Kultur stammt.
Während die meisten Maschinen weiß mit schwarzen Akzenten lackiert sind, sorgen einige Modelle – darunter eine Boeing 787-9 und 777-300ER – mit vollständig schwarzer Lackierung für besonders auffällige Auftritte am Himmel.
Alaska Airlines überrascht immer wieder mit Limited-Edition-Flugzeugen, die es so nur einmal gibt. Zu den jüngsten Highlights zählt „X̱áat Ḵwáani“ („Lachsvolk“), ein beeindruckendes Design der indigenen Künstlerin Crystal Worl, das die Kultur Alaskas und die Bedeutung des Lachses ehrt.
Daneben gibt es ein „Spirit of the Islands“-Flugzeug mit hawaiianischen Motive sowie einige besondere Highlights für Disney-Fans: Die Airline kooperiert bereits seit vielen Jahren mit dem Disneyland Resort, sodass Alaska Airlines-Passagiere in Maschinen fliegen können, die mit Micky-Maus-Figuren oder Motiven aus „Küss den Frosch“ lackiert sind.
All Nippon Airways, Japans größte Fluggesellschaft, machte 2015 mit Disney gemeinsame Sache, um drei Flugzeuge im „Star Wars“-Look zu gestalten.
Zwei davon sind auch 2025 noch mit Figuren aus der kultigen Film-Serie unterwegs: eine Maschine im Design von R2-D2, die andere in den goldenen Tönen von C-3PO. Die BB-8-Lackierung wurde inzwischen ausgemustert, doch die verbliebenen Jets sorgen weiterhin für Aufsehen und erfreuen Fans auf Flügen quer durch Japan und darüber hinaus.
Nach der Fusion mit US Airways unterzog sich American Airlines 2013 zum ersten Mal seit über 40 Jahren einem umfassenden Rebranding. Das aktuelle Design ist schlicht, aber auffallend: Das Heck ziert in Anlehnung an die amerikanische Flagge ein rotblau gestreiftes Muster.
British Airways beweist, dass klassisches Design stets eine gute Wahl ist. Zwar wurden im Laufe der Jahre immer wieder Sonderlackierungen gestaltet, etwa zu den Olympischen Spielen 2012 in London oder zum 100-jährigen Jubiläum der Airline im Jahr 2019, doch das Kerndesign blieb seit dem Rebranding 1997 weitgehend unverändert.
Die heutige Optik kombiniert einen weißen Rumpf mit einer rotblauen geschwungenen Zierlinie sowie einem Auszug der britischen Flagge am Heck als zeitlose Hommage an die Heimat der Airline.
Unter der Überschrift „Belgische Ikonen“ feiert Brussels Airlines seit 2015 die nationale Kultur auf besonders kreative Weise. Jede dieser Sonderlackierungen erzählt ihre eigene Geschichte – allen voran die „Rackham“-Maschine, die von Tim und Struppis Hai-U-Boot aus „Der Schatz Rackhams des Roten“ inspiriert ist.
Das Flugzeug ist außen vollständig mit Motiven des belgischen Comiczeichners Hergé gestaltet – sogar im Inneren der Kabine finden sich passende Details. Die beliebte Lackierung wurde 2021 sorgfältig restauriert und soll mindestens bis 2026 im Einsatz bleiben.
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Die gestreifte Lackierung der Condor-Maschinen zählt zu den auffälligsten Designs, mit denen Fluggesellschaften den Himmel schmücken. Seit der Einführung im Jahr 2022 zieren breite, vertikale Streifen in Sonnengelb, Himmelblau, Waldgrün und Korallenrot die Flugzeuge der deutschen Airline mit Sitz am Frankfurter Flughafen.
Inspiriert von Sonnenschirmen und Strandtüchern sind die bunten Streifen eine unkonventionelle Hommage an Urlaubsreisen – und verleihen der Condor-Flotte Retro-Charme und eine unverwechselbare Persönlichkeit.
Etihad, die nationale Fluggesellschaft der Vereinigten Arabischen Emirate mit Sitz in Abu Dhabi, präsentierte 2014 ein rundum neues Design – seither zählt die Flotte optisch zu den absoluten Highlights am Himmel. Die auffällige Lackierung zeigt ein Mosaik in warmen Naturtönen, das von den Farben und Landschaften der Region mit Wüsten, Meer und Gebirgszügen inspiriert ist.
Das Grunddesign der Flugzeuge von Fiji Airways ist bis auf den großen Schriftzug am vorderen Rumpf schlicht in Weiß gehalten.
Umso mehr sticht das kunstvoll gestaltete Heck hervor. In Braun, Schwarz und Weiß zeigt es pazifische Stammesmuster und traditionelle Symbole aus der fidschianischen Kultur.
Bei Finnair wird großer Wert auf einen guten Look gelegt – das zeigt sich nicht zuletzt in der langjährigen Zusammenarbeit mit dem finnischen Designunternehmen Marimekko, die 2012 begann.
Zwei Flugzeuge tragen berühmte Muster der Marke: das gepunktete „Kivet“-Design und das kultige „Unikko“-Motiv mit seinen großflächigen Mohnblüten. Auch an Bord setzt Finnair bei Geschirr und Textilien auf Marimekko.
Die Flotte von Gulf Air steht für Eleganz: Der weiße Rumpf, goldene Akzente an den Triebwerken sowie das ikonische Falken-Logo am Heck sprechen für sich. Gold ist seit jeher Teil der Markenfarben, doch frühere Designs waren deutlich auffälliger, mit roten und grünen Streifen, die sich vom Bug bis zum Heck zogen.
Zum 70. Jubiläum im Jahr 2020 erweckte die staatliche Fluggesellschaft von Bahrain diesen Retro-Look auf einigen Flugzeugen wieder zum Leben – und diese Lackierungen mit Nostalgiefaktor sind auch heute noch gelegentlich zu sehen.
Hawaiian Airlines entschied sich bereits in den 1970er-Jahren für ihr beliebtes Markensymbol „Pualani“ – die „Blume des Himmels“, die von der violetten Heckflosse aus nach vorn blickt.
2017 erhielt das Motiv einen moderneren Anstrich und wurde in kräftigeren Farben neu interpretiert. Entlang des Rumpfs zieht sich ein silberner Maile Lei – ein traditioneller hawaiianischer Halsschmuck, der mit Pakalana-Blumen durchwoben ist und die hawaiianische Kultur sowie das Aloha-Gefühl symbolisiert.
Icelandair führte 2015 eine Lackierung ein, die ganz im Zeichen der Nordlichter steht – eine clevere Marketingstrategie, um Reisende zu einem Zwischenstopp in Island zu animieren. Und die Aktion hat sich als voller Erfolg erwiesen.
Als fester Bestandteil der Flotte ist die Boeing 757 „Hekla Aurora“ mit blauen und grünen Nordlichtern verziert. An Bord sorgt ein LED-Stimmungslichtsystem in der Kabine dafür, dass dieses Erlebnis auch im Inneren spürbar wird.
Seit es die Airline gibt, ehrt die Fluggesellschaft Norwegian Air bekannte Persönlichkeiten mit Porträts auf dem Heck ihrer Flugzeuge. Einige stammen aus Norwegen, doch entscheidend ist vor allem ihr inspirierender Einfluss.
Zu den bekannten Gesichtern zählen die Schriftsteller Jane Austen und Roald Dahl, die Flugpionierin Amy Johnson, Sänger Freddie Mercury sowie die norwegische Eiskunstläuferin Sonja Henie (Bild).
Die australische Fluggesellschaft Qantas ist bekannt für ihren weißen Flugzeugrumpf mit dem kultigen rot-weißen Känguru-Logo am Heck – ein Markenzeichen, das die Airline seit den 1940er-Jahren prägt. Obwohl sich das Design im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat, blieb es stets schlicht und seiner australischen Identität treu.
Besonders ins Auge fällt die „Flying Art Series“ von Qantas. Diese Flotte wird von Kunstwerken geschmückt, die von der Kultur der Aborigines und Torres-Strait-Insulaner inspiriert ist. Dazu gehört auch ein nach Emily Kame Kngwarreye benannter Dreamliner, dessen Muster auf einem Gemälde dieser bedeutenden Aborigine-Künstlerin basiert (Bild).
Thai Airways braucht keine Sonderlackierungen, um aufzufallen – das Alltagsdesign ist schon für sich besonders genug. Das prägnanteste Merkmal ist das intensive Violett, das sich über Rumpf und Heck zieht und auch im Logo vorne zu sehen ist.
Das Motiv, das eine Orchidee und die fließende Bewegung thailändischer Seide symbolisieren soll, wurde 1975 entworfen und 2005 modernisiert.
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