Vom schmelzenden Polareis und verheerenden Dürren bis hin zu alarmierender Luftverschmutzung und verseuchten Wasserquellen – die Klimakrise hat dramatische Auswirkungen auf das Leben auf der Erde.
Die folgenden Bilder aus aller Welt zeigen, wie dramatisch sich der Klimawandel zum Teil schon jetzt auf unseren Planeten auswirkt ...
Adaptiert von Sandra Schröpfer und Ina Hieronimus
In weiten Teilen Europas litten die Menschen im Sommer 2022 unter langen Hitzeperioden, Trockenheit und Dürre. Das extreme Wetter wirkte sich auf die Ernten aus und resultierte schlussendlich in steigenden Lebensmittel- und Energiepreisen.
Der hier abgebildete Fluss Po in Italien erlebte die schlimmste Dürre seit 70 Jahren.
Infolge der extremen Trockenheit im Sommer 2022 tauchten in mehreren großen europäischen Flüssen Relikte aus alten Dürrezeiten auf. Sogenannte Hungersteine wurden etwa an der Elbe, am Rhein und an der Weser hinterlassen, um künftige Generationen vor Hungersnöten bei zu niedrigem Wasserstand zu warnen.
Dieser Stein an der Elbe im tschechischen Děčín (Tetschen) stammt aus dem 15. Jahrhundert. Auf ihm zu lesen sind die mahnenden Worte: „Wenn du mich siehst, dann weine.“
Der im hohen Norden Schwedens gelegene Kebnekaise hat einen Nord- und einen Südgipfel. Letzterer war immer der höchste, da sich auf seinem Gipfel ein Gletscher befand, während der Nordgipfel frei von Eis war. Doch mittlerweile hat sich dies geändert.
2019 bemerkten Forscher, dass der südliche Gipfel auf seine niedrigste jemals gemessene Höhe geschrumpft war. Er ist nun 24 Meter kleiner als in den 1960er-Jahren und damit auch 1,2 Meter kleiner als der nördliche Gipfel.
Dass der Südgipfel des Kebnekaise so dramatisch schnell schmilzt, liegt an den steigenden Temperaturen in der Arktis. In den letzten zehn Jahren verlor der Gletscher jährlich zwischen ein und zwei Metern Eis, doch 2024 gab es einen dramatischen Anstieg auf 3,3 Meter – der größte Rückgang seit 30 Jahren.
Mit nur noch 30 Metern Eis, könnte der Gletscher bei weiterem Schmelzen in diesem Tempo innerhalb eines Jahrzehnts vollständig verschwinden.
Die verheerenden Überschwemmungen in Nigeria zwischen August und November 2022 forderten nicht nur mehr als 600 Todesopfer, sondern trieben rund 1,5 Millionen Menschen in die Flucht. Die Ernte auf mehreren Tausend Hektar Ackerland wurde zerstört. Auch die Nachbarländer Tschad und Niger waren von den Fluten dramatisch betroffen.
Eine Studie der World Weather Attribution (WWA) macht weitgehend den Klimawandel für die katastrophalen Monsunüberflutungen verantwortlich, die zu den schlimmsten gehören, die die Region je gesehen hat. Er erhöhe die Wahrscheinlichkeit solcher Überschwemmungen um das 80-fache, so die Forschenden.
Nach Angaben der Nigerianischen Meteorologischen Agentur (NiMet) ist die Wahrscheinlichkeit von Überschwemmungen in Gebieten entlang des Niger und des Benue gestiegen.
Im August 2022 fielen in mehreren Bundesstaaten über 300 Millimeter Niederschlag in einem Monat – das ist über 40 Prozent mehr als die monatliche Durchschnittsmenge. Der übermäßige Regen führte vielerorts zu Überschwemmungen und verursachte beträchtliche Schäden.
Der Himmel über Syrien, dem Irak und anderen Golfstaaten war zwischen April und Juni 2022 infolge ungewöhnlich schwerer Staubstürme orangerot und undurchdringlich. Ein Phänomen, das typischerweise in trockenen und halbtrockenen Klimazonen auftritt, wenn Staub- und Sandpartikel von starken Winden aufgenommen und in die Atmosphäre geschleudert werden.
Normalerweise zeigen sich die Stürme im späten Frühjahr und Sommer. 2022 waren sie allerdings besonders schwer und früher als erwartet. Mittlerweile breiten sie sich außerdem über ein größeres Gebiet aus, was – Experten zufolge – mit dem Klimawandel zusammenhängt.
Die verheerenden Staubstürme führten dazu, dass in Ländern wie Kuwait (im Bild) der Flugverkehr eingestellt wurde. Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate gaben Staubsturmwarnungen aus.
In Syrien füllten sich die Krankenhäuser mit Patienten, die nicht mehr atmen konnten. Ein Beamter des irakischen Umweltministeriums erklärte, die Zahl der „Staubtage“ im Land sei in den vergangenen zwei Jahrzehnten von 243 auf 272 pro Jahr gestiegen. Allerdings könnte diese Zahl bald 300 Tage erreichen.
Die größtenteils auf Meereshöhe gelegene englische Region East Anglia ist nur eine von vielen in Großbritannien, denen bei einem steigenden Meeresspiegel und extremeren Wetterbedingungen große Veränderungen bevorstehen.
Mehr und mehr Land wird hier überschwemmt, wenn die Häufigkeit und Intensität von Sturmfluten bedingt durch den Klimawandel zunimmt. Der Meeresspiegel rund um Großbritannien wird dem britischen Committee on Climate Change zufolge zu Lebzeiten heute junger Generationen um mindestens einen Meter ansteigen.
Im März 2018 mussten 20 Ferienwohnungen in Hemsby Beach in Norfolk evakuiert werden, als durch Sturm und heftigen Wellengang Teile der Sanddünen weggespült wurden und die Häuser am Rand der Klippen zum Teil einstürzten. In der Nacht traf die höchste Sturmflut seit 60 Jahren auf die englische Ostküste und überschwemmte große Gebiete. Im März 2023 wurden weitere Hemsby-Bewohner gezwungen, ihre Küstengrundstücke zu verlassen.
Auch in anderen Teilen Großbritanniens trägt die Nordsee jeden Winter Küste ab, sodass Klippen und Strände im Meer versinken – die deutsche Nordseeküste ist ebenfalls davon betroffen.
Buschbrände gehörten schon immer zur Natur Australiens dazu und werden häufig durch Blitzeinschläge ausgelöst. Durch die globale Erwärmung aber entfachen zunehmend häufiger Feuer, die immer extremer lodern. Ende 2019, Anfang 2020 erlebte Australien den trockensten Frühling seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die Temperaturen erreichten im Dezember Rekordniveau.
Eine Kombination aus extremer Hitze, anhaltender Dürre und starken Winden führte schließlich dazu, dass zwischen September 2019 und Februar 2020 eine gewaltige Fläche von mehr als elf Millionen Hektar abbrannte. Erst durch heftige Regenfälle erloschen die hartnäckigen Brände.
Das Ausmaß und die Intensität der Brände, die 2019 und 2020 an der Ostküste Australiens wüteten, wurden von Experten eindeutig dem menschengemachten Klimawandel zugeschrieben.
In einem offenen Brief warnen 446 Wissenschaftler vor extremeren Wetterbedingungen im Sommer, die häufiger zu Buschbränden führen könnten, sowie vor einem früheren Beginn der Brandsaison, insbesondere im Süden und Osten Australiens. Hier im Bild ist Kangaroo Island nach den Bränden zu sehen, die Teile der Insel verwüsteten und unzählige Koalas und andere Tiere töteten.
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Die Josua-Palmlilie ist das Wahrzeichen der kalifornischen Mojave-Wüste, in der sich die einzigartigen Bäume seit über 2,5 Millionen Jahren unwirtlichen Bedingungen widersetzen.
Die Joshua Trees, wie das Agavengewächs auf Englisch genannt wird, können bis zu 200 Jahre alt werden. Doch nun könnte der Klimawandel die besondere Vegetation zunichtemachen und damit das gesamte Ökosystem der Wüste zerstören.
Im Laufe des vergangenen Jahrhunderts ist es im Joshua-Tree-Nationalpark zunehmend heißer und trockener geworden, was zu intensiven Dürren geführt hat, die den stacheligen Bäumen stark zusetzen. Steigende Temperaturen verhindern, dass junge Bäume die tiefen Wurzeln ausbilden können, die notwendig sind, um in der extremen Wüstenumgebung zu überleben.
Mit der UN-Prognose, dass die Sommertemperaturen in den kommenden Jahrzehnten um 3 Grad steigen könnten, warnen einige Studien, dass die Bäume dieses Jahrhundert wohl nicht überleben werden.
Das Ufer von Malawis zweitgrößtem See, dem Chilwa-See, ist so dicht besiedelt wie kaum eine andere Gegend im südlichen Afrika. Der Wasserpegel des flachen Sees, der von der UNESCO als Biosphärenreservat ausgewiesen ist, schwankt je nach Jahreszeit.
Allerdings haben das Ausmaß und die Häufigkeit der Austrocknung dramatisch zugenommen. Zudem wird das Wasser immer salziger. Grund für die Entwicklungen ist auch hier der Klimawandel.
2018 trocknete der See im Süden Malawis nahe der Grenze zu Mosambik im Osten vollständig aus und ließ Hunderte von Fischerbooten im Sand zurück. Das traf die von der Fischerei abhängige Bevölkerung besonders hart. Die Austrocknung des Sees wird mit anhaltender Dürre im südlichen Afrika, Abholzung der Wälder, intensiver Landwirtschaft und künstlicher Bewässerung in Verbindung gebracht.
Starke Regenfälle Anfang 2019 ließen den Wasserspiegel des Chilwa-Sees wieder steigen, aber die Gefahr der Austrocknung besteht nach wie vor, und die Menschen in den umliegenden Gebieten werden weiterhin mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert ...
Grönland ist zu 80 Prozent mit Eis bedeckt. Der grönländische Eisschild bildete sich vor rund 2,6 Millionen Jahren und umfasst eine Fläche von 1,7 Millionen Quadratkilometern.
Nach dem Eisschild der Antarktis ist dies die zweitgrößte permanent vereiste Fläche der Welt, wodurch sie besonders anfällig für Klimaschwankungen ist. Sowohl wärmere Luft- als auch Wassertemperaturen führen dazu, dass sich das Eis immer weiter zurückzieht.
Die Geschwindigkeit, mit der die Gletscher und der Eisschild schmelzen, hat alarmierend zugenommen. Forschungen zeigen, dass das Eis zwischen 2010 und 2023 im Durchschnitt um 1,2 Meter dünner wurde und insgesamt etwa 2.347 Kubikkilometer Eis verloren gingen.
Das Ausmaß und die Geschwindigkeit des Eisrückzugs werden tiefgreifende Folgen nicht nur für Grönland, sondern für die ganze Welt haben. So wird der Meeresspiegel ansteigen und Überschwemmungen sowie Erosion werden in Küstengebieten voraussichtlich zunehmen.
Sie sind auf der Nationalflagge, der Währung und im Logo der nationalen Fluggesellschaft abgebildet, doch nun besteht die Gefahr, dass die jahrhundertealten Zedern des Libanon durch die Erderwärmung verschwinden.
Einige Exemplare der unter Schutz stehenden Cedrus-libani-Familie (die sogar in der Bibel erwähnt werden) sollen bis zu 3.000 Jahre alt sein. Die immergrünen Bäume brauchen eine Phase mit Regen und Schnee, um sich erholen zu können, allerdings werden die Winter immer kürzer und milder.
Längere, heißere Sommer tragen auch zur Verbreitung der Sägewespen bei, die sich in die Stämme der hohen Bäume fressen und sich von den Nadeln ernähren. Da die meisten Zedern im Libanon in einem UNESCO-Schutzgebiet wachsen, können keine Insektizide zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden.
Hier im Bild ist einer der abgestorbenen Bäume im Jai-Naturschutzgebiet im Libanongebirge zu sehen, wo die Wälder vom Aussterben geschützt werden sollen.
Die Luft in der Hauptstadt Nordmazedoniens ist häufig eine Mischung aus Autoabgasen, Kaminrauch und industrieller Kohleverbrennung, was durch die geografische Lage noch verschlimmert wird. Ein Gebirgsring um die Stadt drückt die verschmutzte Luft ins Tal, in dem sich Skopje befindet.
Die Verbrennung fossiler Brennstoffe, eine der Hauptursachen für Luftverschmutzung, ist nicht nur äußerst gesundheitsschädlich für die Menschen, sondern trägt auch zur globalen Erwärmung bei.
Skopje war im Jahr 2018 die am stärksten verschmutzte Hauptstadt Europas, mit den höchsten Jahresmittelwerten von Feinstäuben in der Luft laut Weltgesundheitsorganisation.
Im Jahr 2022 wurden Sofortmaßnahmen zur Bekämpfung des Smogs eingeführt – aber auch 2024 gehörte Skopje noch immer zu den zehn am stärksten verschmutzten Städten der Welt.
Mit einer Länge von acht Kilometern und einer Breite von fünf Kilometern ist die Pasterze (hier eine Aufnahme von 1968) in den Hohen Tauern der größte Gletscher Österreichs.
Seit Mitte des 19. Jahrhunderts hat der Berg jedoch die Hälfte seines Eises verloren, ein natürlicher Prozess, der seit den 1960er-Jahren allerdings durch die globale Erwärmung beschleunigt wird.
Dieses Bild von 2019 zeigt ein Schild mit einer Aufnahme des Gletschers von 2000, als das Eis noch bis zum Standort des Fotos reichte. Zwischen 2022 und 2023 zog sich die Pasterze um weitere 203,5 Meter zurück – das ist der bisher größte aufgezeichnete Rückgang.
Berichten zufolge ist die Temperatur in den Alpen in den vergangenen 120 Jahren um knapp zwei Grad gestiegen. Laut Prognosen könnten in den nächsten Jahrzehnten noch zwei Grad hinzukommen. Weitere Gletscher in der Region sind ebenfalls bereits dramatisch geschrumpft und könnten bis zum Ende dieses Jahrhunderts vollständig verschwunden sein.
Indigene Gemeinden auf der ganzen Welt bekommen die Auswirkungen des Klimawandels immer stärker zu spüren – so auch die Menschen im abgelegenen Dorf Kivalina in Alaska, die durch Überschwemmungen aus ihren Häusern vertrieben werden könnten. Das Dorf der Iñupiat liegt am Ende eines zwölf Kilometer langen Wallriffs zwischen einer Lagune und der Tschuktschensee.
Das Meereis schützt das Land der Iñupiat vor Sturmfluten und Küstenerosion. Schmilzt es, wird die Lage der Häuser auf einer Landzunge am offenen Meer jedoch zur großen Gefahr. Die Häuser befinden sich inzwischen gefährlich nah am Wasser ohne jeglichen Schutz vor dem steigenden Meeresspiegel.
Da das Eis immer früher im Jahr verschwindet, sind traditionelle Jagd- und Fischfangrouten zu gefährlich geworden, was es der Gemeinschaft erschwert, ihre Lebensweise aufrechtzuerhalten. Infolgedessen sinkt die Bevölkerung von Kivalina langsam – von 444 Menschen im Jahr 2020 auf 397 im Jahr 2025.
So gut wie kein Regen führte im Jahr 2018 zu einer historischen Dürre im indischen Chennai, bei der viele Stauseen rund um die sechstgrößte Stadt des Landes völlig austrockneten. Auch der Puzhal-See, eines der wichtigsten Wasserreservoirs der Stadt (Bild), war betroffen, ebenso wie drei weitere Reservoirs.
Der Monsun war in dem Jahr ebenfalls einer der trockensten seit Beginn der Aufzeichnungen, und mit einer Bevölkerung von 10 Millionen Menschen erlebte Chennai die schlimmste Dürre seit 70 Jahren.
Während der Monsunzeit ist der Puzhal-See ein wasserreiches Reservoir, in den trockenen Monaten ein unfruchtbares Stück rissige Erde – so sind fast fünf Millionen Menschen auf eine Notfallversorgung durch Brunnen angewiesen.
Auf dieser Aufnahme vom Juni 2019 ist ein Hirte zwischen seinen Schafen zu sehen, die auf dem ausgetrockneten Grund des Sees weiden. Hitze und Dürre kommen in Indien zwar häufig vor, allerdings werden Städte wie Chennai wegen der raschen Verstädterung zunehmend darunter leiden.
Wälder bilden eines der wirkungsvollsten Schutzschilde gegen den Klimawandel, da sie Kohlenstoffdioxid aus der Luft filtern. Überall auf der Welt werden jedoch immer mehr Wälder abgeholzt, was die verbliebenen Bäume zunehmend anfällig für Dürren, Krankheiten, Insektenbefall und Brände macht. Auch die Wälder im US-Bundesstaat Montana leiden unter dem sich verändernden Klima.
Durch den Klimawandel werden die Sommer in den nördlichen Rocky Mountains heißer und trockener. Wälder wie der Beaverhead-Deerlodge in Montana (im Bild) leiden häufiger unter Waldbränden und Insektenbefall, etwa durch den Bergkiefernkäfer. Dieses Bild von 2019 zeigt Kiefern, die durch den Schädling abgestorben sind.
Das kleine, aber tödliche Insekt vermehrt sich durch die wärmeren Temperaturen besonders gut, während die Hitze die Bäume schwächt. Eine tödliche Kombination, durch die der Käfer immer mehr Wälder im Westen der USA verwüsten kann.
Eisbären zählen zu den Tieren, die am stärksten von der globalen Erwärmung betroffen sind. Die Bären sind auf das Eis in der Arktis angewiesen, um auf Robbenjagd gehen zu können. Die schmelzende Eiskappe des Nordpols zwingt die Tiere allerdings dazu, mehr Zeit an Land zu verbringen – wo sie wiederum um Nahrung konkurrieren.
Laut dem Nationalen Schnee- und Eisdatenzentrum der USA war die Meereisbedeckung im Arktischen Ozean Ende der Sommer-Schmelzsaison im September 2024 die sechstkleinste seit Beginn der Aufzeichnung.
In den arktischen Teilen Russlands werden immer wieder hungrige Eisbären auf Nahrungssuche in Siedlungen gesichtet. Im Februar 2019 kam es im Ort Beluschja Guba geradezu zu einer „Invasion“ der Tiere, die dort durch die Straßen zu einer Müllkippe zogen. Augenzeugen zählten zwischen Dezember 2018 und Februar 2019 mindestens 52 Bären. In der Folge rief die Stadt den Notstand aus.
Tropenstürme sind auf Karibikinseln wie den Bahamas keine Seltenheit. Im September 2019 traf ein Hurrikan den Inselstaat allerdings mit voller Wucht: „Dorian“ war der stärkste Sturm, der die Bahamas jemals verwüstete, und einer der stärksten Stürme überhaupt im Atlantik.
Hurrikans erhalten ihre Kraft durch die Wärme des Meeres – was wiederum bedeutet, dass wärmeres Wasser bedingt durch den Klimawandel heftigere Stürme hervorbringt.
Diese Luftaufnahme von Marsh Harbour auf der Insel Great Abaco zeigt die Verwüstungen, die der Sturm der Kategorie 5 hinterließ. „Dorian“ wütete zwei Tage lang mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 354 km/h. Am meisten zerstörten allerdings die mehr als sechs Meter hohen Sturmfluten und der Starkregen, die mit dem Hurrikan einhergingen.
Steigt der Meeresspiegel, werden Sturmfluten stärker und gefährlicher. Hinzu kommt, dass Wissenschaftlern zufolge Wirbelstürme im Atlantik, die wie „Dorian“ an einer Stelle verharren, aufgrund des Klimawandels in Zukunft häufiger auftreten werden. Da sich diese Stürme kaum vorwärtsbewegen, sind sie noch gefährlicher.
Der Fluss Chubut (im Bild), der durch Patagonien im Süden Argentiniens fließt, ist nach dem Wort „chupat“ der Tehuelche (einer indigenen Gruppe der Region) benannt. Es bedeutet übersetzt „durchsichtig“ – eine Anspielung auf das unglaublich strahlend blaue und klare Wasser des Flusses.
Der Fluss und andere Wasserquellen in der Region sind jedoch durch Fischfabriken und Natriumsulfit bedroht, ein antibakterielles Produkt, das Fabriken zur Konservierung von Garnelen für den Export verwenden. Anwohner beschweren sich schon lange über üble Gerüche und andere Umweltprobleme. Im Sommer 2021 jedoch wurden die Auswirkungen deutlich sichtbar.
Die Lagune von Corfo (die vom Fluss Chubut gespeist wird) färbte sich leuchtend violett. Örtliche Umweltaktivisten machen Abfälle aus dem nahe gelegenen Industriepark Trelew dafür verantwortlich, die das Wasser in der Vergangenheit bereits ähnlich verfärbt hatten.
Vor dem Vorfall hatten die Bewohner von Rawson, einer Stadt in der Nähe des Parks, protestiert und die Lastwagen blockiert, die den verarbeiteten Fisch transportieren. Berichten zufolge haben die Provinzbehörden den Fabriken erlaubt, ihre Abfälle in die Lagune zu leiten, was zu der drastischen Farbveränderung führte.
Der winzige Pazifikstaat Tuvalu, eines der am wenigsten bereisten Länder der Welt, steht an vorderster Front des Klimawandels, denn der steigende Meeresspiegel und tödliche Stürme haben verheerende Auswirkungen auf die Inselgruppe. Die neun niedrig gelegenen Inseln zwischen Australien und Hawaii haben eine Höhe von nur fünf Metern über dem Meeresspiegel.
Die Hauptinsel Fongafale ist an ihrer schmalsten Stelle nur 20 Meter breit. Der steigende Meeresspiegel hat die Grundwasservorräte verunreinigt, sodass Tuvalu jetzt vollständig auf Regenwasser angewiesen ist. Da es jedoch seltener regnet, stehen Dürreperioden nun an der Tagesordnung, was wiederum zu Trinkwasserknappheit führt.
In den letzten drei Jahrzehnten ist der Meeresspiegel in Tuvalu um 15 Zentimeter angestiegen – das ist anderthalbmal so viel wie der weltweite Durchschnitt. NASA-Wissenschaftler gehen davon aus, dass die täglichen Gezeiten bis zum Jahr 2050 die Hälfte vom Atoll Funafuti überschwemmen werden – der Heimat von 60 Prozent der Tuvalu-Bewohner.
Im Jahr 2023 unterzeichnete Tuvalu einen Klimaschutz- und Sicherheitsvertrag mit Australien. Seitdem dürfen jährlich 280 Tuvaluer übersiedeln, um dort zu arbeiten, studieren und zu leben. Doch verständlicherweise machen sich die Tuvaluer Sorgen über die Auswirkungen, die die Migration auf ihre enge Gemeinschaft haben könnte.
Im Juli 2022 gab das Wetteramt erstmals eine Warnung vor extremer Hitze in weiten Teilen Englands heraus. Zwischen dem 16. und 19. Juli wurden in Teilen des Landes die höchsten Temperaturen aller Zeiten gemessen. Die Londoner Hammersmith Bridge (im Bild) wurde in riesige Folienstücke eingewickelt, um sie vor Überhitzung zu schützen.
Am 19. Juli 2022 wurde im ostenglischen Coningsby mit 40,3 Grad ein neuer Temperaturrekord für das Vereinigte Königreich aufgestellt. Die Hitzewelle stellte einen Meilenstein in der Klimageschichte des Landes dar.
Hitzewellen sind ein besorgniserregender Trend. Von Jahr zu Jahr werden sie heißer, länger und häufiger. Das Bild zeigt den Colliford Lake in Cornwall, der den niedrigsten Wasserstand seit 1995 verzeichnete.
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