Ob durch Menschenhand oder Naturkatastrophen zerstört – weltweit gingen im Laufe der Jahrhunderte beeindruckende Bauwerke verloren, die für die Nachwelt nur noch auf Fotografien und in Erzählungen existieren. Doch hinter jedem dieser Momumente verbirgt sich eine Geschichte, die von außergewöhnlichen Personen und schicksalhaften Ereignissen geprägt ist.
Hier werfen wir einen Blick auf berühmte Bauwerke aus aller Welt, die heute nur noch in Bildern leben – und finden heraus, warum es sie nicht mehr gibt.
(Alle Geldbeträge wurden von US-Dollar in Euro umgerechnet.)
Adaptiert von Alina Halbe
Die ehemalige Pennsylvania Station – kurz: Penn Station – stand einst mitten in einem New Yorker Rotlichtviertel, das als Tenderloin District bekannt war. Sie wurde 1910 fertiggestellt und war alles andere als ein gewöhnlicher Bahnhof: Mit rosafarbenem Marmor und hellen Travertinböden im Beaux-Arts-Stil sowie kunstvollen Wandgemälden des Künstlers Jules Guerin glich er eher einer Kathedrale.
Das Herzstück war die riesige Bahnhofshalle. Sie war länger als das Kirchenschiff des Petersdoms und mit 42 Meter hohen Decken ausgestattet. Ein – im wahrsten Sinne – spektakulärer Empfang für alle, die damals in Amerikas bevölkerungsreichste Stadt einreisten.
Kaum zu fassen, aber 1963 rückten tatsächlich die Abrissbagger an – und das ausgerechnet, um an derselben Stelle ein neues Wahrzeichen zu errichten: den Madison Square Garden. Dieses Foto stammt aus der zweijährigen Abrisszeit, als nur noch das stählerne Skelett der einst so prachtvollen Bahnhofshalle stand.
Die Bevölkerung protestierte laut, doch vergeblich. Trotzdem hatte der Skandal Folgen: Zwei Jahre später, im Jahr 1965, verabschiedete New York das sogenannte „New York City Landmarks Law“ – ein Gesetz für den Denkmalschutz in der Stadt.
Heute ist Madison Square Garden eine der bekanntesten Event-Locations der Welt und Heimspielstätte der Basketballmannschaft New York Knicks. Hier trat übrigens John Lennon 1974 zum letzten Mal live auf – gemeinsam mit Elton John.
Dieses beeindruckende Bauwerk entstand zwischen 1884 und 1887 – die beiden neugotischen Portale wurden zwischen 1886 und 1888 gebaut. Man kann sich gut vorstellen, wie besonders es für die Hamburger damals gewesen sein muss, mit der Kutsche durch die steinernen Torbögen zu rollen und über die Elbe zu fahren. Zuvor existierten nur provisorische Pfahlbrücken sowie eine Eisenbahnbrücke – die Neue Elbbrücke war also die erste dauerhafte Straßenverbindung über den Fluss.
Nach einer kurzen Besetzung durch Napoleon I. zu Beginn des 19. Jahrhunderts erlebte Hamburg in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts einen echten Aufschwung. Der transatlantische Handel boomte, der Hafen wurde zum zweitgrößten Europas und die Einwohnerzahl vervierfachte sich. In dieser Zeit des Wohlstands entstanden ehrgeizige Bauprojekte – wie die Neue Elbbrücke.
Obwohl sie lange als Wahrzeichen Hamburgs galt, fiel die Neue Elbbrücke letztlich dem eigenen Stadtwachstum zum Opfer. Nach dem Zweiten Weltkrieg stieg die Bevölkerung rasant an – und mit ihr der Verkehr. Immer mehr Menschen fuhren Auto und die Brücke wurde zum Nadelöhr, sie war schlicht zu schmal.
1959 entschied man sich für ihre Verbreiterung, um dem Verkehrsaufkommen gerecht zu werden. Dabei wurden die aufwendig gestalteten Portale aus Sandstein entfernt und die charakteristischen Träger durch modernere Konstruktionen ersetzt.
Der Torre Nueva war ein Uhrturm, der 1504 nach nur 15 Monaten Bauzeit fertiggestellt wurde. Mit seinen 80 Metern war er der höchste Turm im Mudéjar-Stil, einem Architekturstil mit geometrischen Mustern, Bögen und schmuckvollen Fassaden.
Allerdings begann der Turm schon bald, sich gefährlich zur Seite zu neigen, vermutlich war die schnelle Bauweise einer der Gründe für die plötzliche Neigung. Ein weiterer Faktor war wohl das komplizierte, sternförmige Fundament, das erst 1860 verstärkt wurde. Trotz dieser Makel stand der Turm stolze 388 Jahre lang.
Irgendwann hörte dann die Uhr des Turms auf zu ticken und Stürme sowie kalte Winter setzten dem Bauwerk weiter zu. Die Angst in der Bevölkerung wuchs, dass der Turm umfallen könnte und so entschied man sich – trotz Protesten – im Jahr 1892, den Torre Nueva abzureißen.
Angst vor Einsturz hin oder her – vor dem Abriss wurde der Turm noch einmal für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht, damit die Menschen ein letztes Mal den Ausblick von dem Wahrzeichen genießen konnten. Nach dem Abriss bot man Interessierten sogar Ziegelsteine als Andenken zum Kauf an.
Heute blickt die Skulptur eines Jungen (Bild) auf den leeren Platz, an dem der Torre Nueva einst gen Himmel ragte.
Der Crystal Palace – auf Deutsch auch als Kristall- oder Glaspalast bekannt – wurde vom britischen Architekten, Gartenbauexperten und Politiker Joseph Paxton entworfen und für die erste Weltausstellung (Great Exhibition) im Jahr 1851 in London gebaut.
Die ursprüngliche Konstruktion im Hyde Park war mit einer Gesamtfläche von ungefähr neun Hektar etwas größer als zwölf Fußballfelder, ein wahrer Koloss also. Doch das beeindruckendste Merkmal des Crystal Palace war natürlich die namensgebende Fassade, die aus 293.655 funkelnden Glasscheiben bestand. Selbst nach heutigen Maßstäben muss dieser Anblick atemberaubend gewesen sein.
Über sechs Millionen Besucherinnen und Besucher sowie rund 14.000 Aussteller strömten 1851 zur Weltausstellung, die Queen Victoria höchstpersönlich eröffnete. Nach dem Ende der Ausstellung wurde das imposante Bauwerk noch im selben Jahr abgebaut und in Sydenham, einem Stadtteil im Süden Londons, wieder aufgebaut. Dort verwandelte sich der Palast in eine beliebte Event-Location – bis ein verheerender Brand im Jahr 1936 alles zerstörte.
Die Ursache des Feuers, gegen das fast 400 Feuerwehrleute ankämpften, wurde nie endgültig geklärt. Nur die beiden markanten Wassertürme blieben zunächst stehen, wurden jedoch 1941 aus Angst vor Luftangriffen durch die deutsche Luftwaffe gesprengt.
Trotz dieses traurigen Endes lebt immerhin der Name des Gebäudes weiter: Der Londoner Stadtteil Crystal Palace erinnert bis heute an das einstige Glaspalais.
Der Londoner Crystal Palace war nicht nur selbst ein architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein echtes Vorbild – zum Beispiel für das Paleis voor Volksvlijt in Amsterdam. Auf Deutsch ist das Gebäude auch als Palast der Industrie bekannt. Der Glas- und Eisenbau wurde 1864 fertiggestellt und mit einer imposanten Zink-Statue gekrönt: ein Engel mit leuchtender Fackel in der Hand.
In seinen 65 Jahren war der Palast ein echter Publikumsmagnet: Stolze 23.725 Veranstaltungen fanden hier statt, von Hundeschauen über Ballonfahrten bis hin zu Maskenbällen. Sogar ein eigenes Orchester und ein Organist sorgten für musikalische Untermalung. Doch mit der Zeit ließ der Glanz nach – und ausgerechnet das Schicksal seines berühmten Vorbilds holte den Palast schließlich ein ...
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In einer Nacht im April im Jahr 1929 ging der Palast in Flammen auf. Das Gebäude war damals schon stark heruntergekommen und das Feuer hatte leichtes Spiel. Ein Reporter der niederländischen Regionalzeitung „Haarlems Dagblad“ sah den Brand mit eigenen Augen und beschrieb dramatisch, wie der große Engel brennend von der Gebäudespitze fiel.
Wie beim Londoner Crystal Palace ist auch hier das Rätsel um die Brandursache bis heute ungelöst.
Heute wäre es undenkbar, ein Bauwerk des bedeutenden US-Architekten Frank Lloyd Wright einfach dem Erdboden gleichzumachen. In den 1960er-Jahren sah man das noch anders. Die erste Version des The Imperial Hotel in Tokio wurde 1890 eröffnet, brannte jedoch 1922 ab. Mit dem Neubau beauftragte man Wright. Hier im Bild sieht man sein visionäres Design sowie zwei weitere Anbauten.
Der bekannte japanische Architekt Tadao Ando sah das Gebäude als Jugendlicher zum ersten Mal – und war, wie er der britischen Tageszeitung „The Guardian“ erzählte, „überwältigt von der unglaublichen Schönheit und Vielfalt“ des Bauwerks.
Die weitere Geschichte des Gebäudes ist dann ebenso erstaunlich wie tragisch: The Imperial Hotel überstand das verheerende Kantō-Erdbeben im Jahr 1923 mit einer Stärke von 7,9 nahezu unversehrt – während ringsum ganze Straßenzüge in Schutt und Asche lagen. Der Grund: Frank Lloyd Wright hatte das Gebäude so konstruiert, dass es auf Tokios weichem Untergrund quasi „schwimmen“ konnte. Ein umlaufender Wassergraben schützte es zudem vor den Bränden, die nach dem Beben in der Stadt wüteten.
Doch so beeindruckend der Bau der Natur trotzte – der Geschichte und dem sich wandelnden Zeitgeist hielt er letztlich nicht stand. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Hotel bei Bombenangriffen beschädigt. Im November 1967 wurde das legendäre Haus dann geschlossen und kurz darauf abgerissen.
Das imposante Rathaus von San Francisco wurde bei dem verheerenden Erdbeben im Jahr 1906 zerstört. Die Naturkatastrophe kostete damals über 3.000 Menschen das Leben und legte über 80 Prozent der Stadtfläche in Schutt und Asche.
Dabei war das Rathaus ein echtes Mammutprojekt: Sieben Chefarchitekten kämpften sich durch 27 Jahre Bauzeit. Obendrein verschlang das Prestigeobjekt rund sechs Millionen US-Dollar, bis es im Jahr 1897 dann endlich fertiggestellt wurde. Nach heutigem Geldwert entspricht das umgerechnet knapp 200 Millionen Euro. Nur neun Jahre später lag alles in Trümmern ...
Das Erdbeben erschütterte die Stadt kurz nach fünf am frühen Morgen. Zu diesem Zeitpunkt waren nur Polizisten im Keller des Gebäudes, die alle unverletzt entkamen. Laut der lokalen Nachrichten-Website „SFGate“ erinnerte sich einer der Männer daran, wie die gewaltigen Säulen laut knackend in die Brüche gingen.
Nach der Katastrophe wurde ein Architektenbericht erstellt, der aufzeigte, dass das alte Rathaus entworfen wurde, ohne die üblichen Prinzipien der Stahlrahmenkonstruktion zu berücksichtigen. Später wurde in der Nähe ein neues Rathaus errichtet und das alte Gebäude ist heute fast in Vergessenheit geraten.
Kaum zu glauben, aber in diesem prächtigen Gebäude im Stil der Neugotik war einst Melbournes Fischmarkt untergebracht. Mit seinen verschnörkelten Türmchen und dem markanten Uhrenturm wirkt es eher wie ein Palast aus einem Disney-Film.
Zu seinen Hochzeiten herrschte in dem Markt im Herzen der Stadt schon in aller Herrgottsfrühe reger Betrieb. Kleine Boote legten damals am nahegelegenen Yarra River an und luden ihren Fang direkt bei den Händlern ab, die die frischen Waren anschließend überall in der Stadt verkauften.
Als sich immer mehr Anwohner über den Geruch beschwerten, fand das bunte Treiben ein Ende. Außerdem musste Platz für eine neue Überführung geschaffen werden. Der Markt wurde 1958 geschlossen, der endgültige Abriss zog sich aber noch über zwei Jahre hin.
An derselben Stelle befand sich dann lange Zeit nur ein Parkplatz, bis schließlich ein Bürogebäude gebaut wurde. Vom einstigen Wahrzeichen ist heute immerhin noch etwas übrig: ein schmiedeeisernes Tor, das mittlerweile den Eingang zu einem städtischen Friedhof in Melbourne ziert.
Etwa 1780 wurde die Adschyad-Festung in Saudi-Arabien unter osmanischer Herrschaft erbaut. Auf diesem Foto, das um 1880 aufgenommen wurde, sieht man sie auf einem Hügel oben links im Bild. Die Festung sollte die Kaaba in Mekka vor Plünderern und Eindringlingen schützen, denn das quaderförmige Gebäude im Innenhof der Al-Harām-Moschee gilt als der heiligste Ort des Islams.
Jeder erwachsene Muslim wird dazu aufgerufen, einmal im Leben die Pilgerreise nach Mekka (Hadsch) zu unternehmen. Mit der wachsenden Zahl an Pilgern wuchsen auch die Gebäude in Mekka. So wurde die Adschyad-Festung 2002 – mitsamt dem Hügel, auf dem sie stand – dem Erdboden gleichgemacht.
An dieser Stelle steht heute das viertgrößte Gebäude der Welt, das Mecca Royal Clock Tower Hotel, das Teil der Hochhausgruppe Abraj Al Bait ist. Mit einer Höhe von 601 Metern kostete das Gebäude umgerechnet rund 13,2 Milliarden Euro und ist mehr als 24 Kilometer weit sichtbar. Der Turm, der mit Mosaiken und Gold verziert ist, sendet allabendlich Lichtstrahlen in den Himmel, die symbolisch auf den heiligen Ort Mekka hinweisen.
Der damalige Kulturminister der Türkei bezeichnete den Abriss der alten Festung als „kulturelles Massaker“ und als Versuch, das Erbe der Türkei in Saudi-Arabien zu zerstören. Saudi-Arabiens Minister für islamische Angelegenheiten hingegen versicherte, dass der Neubau im Interesse der Muslime weltweit sei.
Mitten in der syrischen Wüste liegt Palmyra, eine einst prächtige Oasenstadt und heute UNESCO-Welterbestätte. In der Antike war sie eines der wichtigsten kulturellen Zentren überhaupt. Schon im 2. Jahrtausend v. Chr. wurde sie erstmals erwähnt, ihren Höhepunkt erlebte sie jedoch unter den Römern. Damals war Palmyra ein zentraler Handelsposten auf der Route zwischen dem Römischen Reich und fernen Ländern wie Persien, Indien und China.
Eines der eindrucksvollsten Bauwerke in der Stadt war der Tempel des Bēl, mit dessen Bau bereits 32 v. Chr. begonnen wurde. Das Heiligtum war dem mesopotamischen Gott Bēl gewidmet – und seine Ruinen zählten lange Zeit zu den am besten erhaltenen in ganz Palmyra.
Im August 2015 zerstörten Kämpfer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) den antiken Tempel und richteten in Palmyra ein verheerendes Chaos an, das weltweit für Entsetzen sorgte. Von dem einstigen Prachtbau blieb nur der markante Eingangsbogen übrig – wie dieses Foto aus dem Februar 2021 zeigt.
Die damalige UNESCO-Chefin Irina Bokova sprach von einem „Kriegsverbrechen“. Zwar gelang es der syrischen Armee im März 2017, das Gelände zurückzuerobern, doch der IS hatte das Gelände mit Sprengfallen und Minen übersät, was die aufwendigen Restaurierungsarbeiten bis heute massiv erschwert.
Die antike Stadt Ninive war einst Herz des Assyrischen Reiches, das wiederum eine der bedeutendsten Großmächte des Alten Orients war. Ninive war von einer riesigen Mauer aus Stein und Lehmziegeln umgeben, die teilweise bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurückreichten. Die Mauer war rund zwölf Kilometer lang und mit 15 gewaltigen Toren versehen. Eines davon war das Nergal-Tor, das hier auf einem Foto aus dem Jahr 1977 zu sehen ist.
Benannt nach dem mesopotamischen Gott des Krieges und der Unterwelt, wurde das Tor von zwei imposanten Lamassu-Figuren bewacht. Diese geflügelten Mischwesen mit Stierkörper und menschlichem Kopf waren ganze vier Meter hoch. Teile des Tores wurden im 20. Jahrhundert rekonstruiert und erinnerten bis vor wenigen Jahren noch an die einstige Pracht Ninives.
2015 zerstörte die Terrormiliz IS auch das historische Nergal-Tor. In einem damals veröffentlichten Video war zu sehen, wie ein Kämpfer mit einem Presslufthammer auf das Gesicht einer der geflügelten Stierfiguren losging.
Kurz darauf wurde das Tor vollständig dem Erdboden gleichgemacht, was auf diesem Foto von Januar 2017 zu sehen ist. Auch das benachbarte Mashki-Tor von Ninive blieb von der blinden Zerstörungswut nicht verschont.
Der Palais des Tuileries, auf Deutsch auch Tuilerien-Palast, war ein echtes Mammutprojekt: In Auftrag gegeben wurde er 1564 von Katharina von Medici, der Ehefrau von Heinrich II. und späteren Regentin von Frankreich. Ganze zwei Jahrhunderte lang wurde an dem riesigen Bau gewerkelt, da er immer wieder umgebaut, erweitert und verschönert wurde. Der Palast entstand direkt gegenüber dem Louvre, am rechten Seine-Ufer und war benannt nach den Handwerkern, die hier früher Tonziegel (auf Französisch: Tuiles) herstellten.
Der berühmte Tuilerien-Garten, ein Barock-Schlosspark, ist bis heute ein Publikumsmagnet und war einst Flaniermeile für Könige wie für Bürger. Der Palast selbst hatte allerdings nicht so viel Glück …
Die letzten königlichen Bewohner des Tuilerien-Palastes waren Napoleon III. zusammen mit seiner Frau, Kaiserin Eugénie. Die beiden hielten Hof unter einem prächtigen Baldachin aus violettem Samt, der mit Gold bestickt war. Ihre Gemächer waren in opulentem Stil mit Goldverzierungen und Wand- und Deckengemälden dekoriert.
Doch Napoleon III. konnte seine Macht nicht lange halten und wurde 1870 gestürzt. Nur ein Jahr später, in der Nacht vom 23. Mai 1871, brannten bei den Kämpfen zwischen der Nationalgarde und der revolutionären Pariser Kommune zahlreiche Wahrzeichen der Stadt nieder – darunter auch der Tuilerien-Palast. Die Ruinen des Palastes blieben noch über zehn Jahre erhalten, bis sie 1883 endgültig abgerissen wurden.
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