Viele Attraktionen sehen nicht mehr so aus wie noch vor einigen Jahrzehnten. Oftmals ist dafür der Klimawandel verantwortlich, doch auch Massentourismus, Erosion oder Vandalismus bedrohen den Zustand vieler Orte.
Sehen Sie hier, wie sehr sich einige weltberühmte Wahrzeichen und Naturwunder im Laufe der Zeit verändert haben.
Adaptiert von Sandra Schröpfer und Jasmin Moore
Obwohl der Ausblick seitdem nicht annähernd so idyllisch ist wie zuvor, ist der Einsturz Tauchern zufolge das Beste, was passieren konnte. Zwischen den Felsbrocken am Meeresgrund gibt es nun eine ganz neue Unterwasserwelt zu erkunden.
Die Veränderungen hängen vermutlich mit der steigenden Temperatur des Indischen Ozeans zusammen, wodurch ein anderes Klima und andere Winde um den Berg herrschen. Experten zufolge könnten die Gletscher an der Nordseite des Kilimandscharo bis 2030 komplett verschwunden sein.
Der Wasserstand sinkt um etwa einen Meter jährlich. Vor 50 Jahren umfasste das Tote Meer noch 1.000 Quadratkilometer, heute sind es nur noch 605. Das liegt zum einen an steigenden Temperaturen, zum anderen wird immer mehr Wasser aus dem Jordan, der ins Tote Meer fließt, zur Bewässerung entnommen. Inzwischen werden Maßnahmen geplant, wie der Pegel durch die Rückleitung von Wasser ins Tote Meer wiederhergestellt werden kann.
Die Höhle, die 1979 zum Weltkulturerbe der UNESCO ernannt wurde, ist inzwischen nicht mehr zugänglich, aber Touristen können sich in einem Besucherzentrum in der Nähe detailgetreue Nachbildungen ansehen. Für die kopierten Tierdarstellungen gibt es keine Besucherbeschränkungen, da sie nicht durch Atemluft und Wärme gefährdet sind.
Die 14.000 Jahre alten Bisonmalereien von Altamira in Spanien mussten aus einem ähnlichen Grund wie in Lascaux vor der Öffentlichkeit geschützt werden. Der Erhalt ist am wichtigsten. Nicht mehr als fünf Besucher pro Woche dürfen an einer 37-minütigen Führung teilnehmen.
Das Geländer der wohl bekanntesten Brücke der französischen Hauptstadt musste ersetzt werden und heute ist das Anbringen von Liebesschlössern verboten. Das hält Romantiker allerdings nicht davon ab, ein Exemplar am Laternenpfahl daneben zu befestigen.
Einige der Statuen wurden weit im Meer platziert und sind nur bei Ebbe zu sehen. Damit sind sie der Verwitterung und Oxidation ausgesetzt – und auch die Ansiedlung von Wellhornschnecken und Seepocken auf der Suche nach einem neuen Zuhause sind Bestandteil der sich ständig verändernden Installation.
Korallenbleichen – wenn das Wasser zu warm wird und die Organismen auf der Kalkschicht absterben – haben enorme Auswirkungen auf die Unterwasserwelt und betreffen auch den Tourismus. Weiße Korallen sind für Taucher weniger attraktiv. Der Zustand des Riffes wird sich vermutlich weiter verschlechtern.
Dass die Pyramiden von Gizeh und die Sphinx mit der Zeit verwittern, ist wohl unvermeidbar. Doch die größte Gefahr für die altägyptischen Weltwunder ist heutzutage die Luftverschmutzung, durch die die Bauwerke zunehmend verfallen. Am Fundament richtet zudem Abwasser enormen Schaden an, was letztendlich dazu führen könnte, dass die Bauwerke eines Tages einstürzen.
Die Luftverschmutzung durch die nahegelegene Stadt Kairo ist inzwischen so groß, dass die Sicht für Touristen häufig schlecht ist. Ein Smog-Filter wie dieser vor der Kameralinse eignet sich nicht besonders gut für Instagram.
Da das Wahrzeichen aus Kupfer besteht und das Metall mit der Zeit oxidiert, hat sich die Farbe allerdings verändert. Wind und Wetter haben der Freiheitsstatue den Grünton verliehen, für den sie heute bekannt ist.
Der Sycamore Gap Tree, der durch seinen Auftritt im Film „Robin Hood – König der Diebe“ aus dem Jahr 1991 berühmt wurde, war einer der bekanntesten und meistfotografierten Bäume der Welt.
Er stand im wunderschönen Northumberland National Park im Nordosten Englands in einer Vertiefung des Hadrianswalls – der römischen Befestigungsanlage und UNESCO-Weltkulturerbe.
Im September 2023 wurde der 150 Jahre alte Baum, der dort seit der Regierungszeit von Königin Victoria im 19. Jahrhundert gestanden hatte, von Vandalen gefällt. Die Auslöschung des Baumes löste eine Welle von Wut und Trauer aus. Inzwischen sprießen zur Freude vieler Menschen wieder neue Triebe aus dem Stumpf und der Baum wächst somit langsam wieder. Experten gehen jedoch davon aus, dass er nie wieder so aussehen wird wie zuvor.